Mittwoch, 22. November 2017

Club50plus-Mitglied 'ottoedgar':

Über das Seniorenheim selbst entscheiden

 

Senioren-Paar auf einer Bank am MeerHilflos sind sie nicht, die Senioren von heute. Viele sind geistig noch auf der Höhe bis ins hohe Alter. Sie sind flexibel, selbstbewusst und keiner ist gewillt sich in eine Ecke drängen zu lassen. Die meisten sind voller Optimismus, dabei reich an Lebenserfahrung, welche sie der Jugend vermitteln möchten.

Senioren brauchen kein Mitleid. Sie möchten akzeptiert werden und nicht als diejenigen gelten, die der Gesellschaft auf der Tasche liegen. Große Sprünge können sich die wenigsten von der Rente erlauben. Sie sind genügsam, was sie zeitlebens praktiziert haben. Das Wichtigste ist ihnen die Familie. Was den Älteren jedoch Sorge bereitet, ist die Frage: Wie sieht die Zukunft aus, wenn die Kräfte verbraucht sind, und die Pflege immer wahrscheinlicher wird?

Eine Alternative zur familiären Pflege - das Seniorenheim

In Gesprächen mit einer Vielzahl von Senioren ist die Mehrheit der Meinung, dass die Pflege in der Familie, mit wenigen Ausnahmen, der Vergangenheit angehört. Auch wäre für die im Beruf stehenden Angehörigen eine optimale Pflege nicht möglich, selbst wenn der Wille dazu bestehen würde. Es ist aber nicht so, dass ältere Menschen starrsinnig und grundsätzlich das Pflegeheim ablehnen. Sorge bereitet ihnen der Gedanke, aus der heilen Welt heraus gerissen zu werden und mit fremden Menschen ein Zimmer zu teilen. Der bloße Gedanke daran verursacht bei vielen Albträume. Einige meiner Gesprächspartner möchten auf keinen Fall ihren berufstätigen Kindern im Wege stehen und deren Leben beeinflussen. Für sie wäre das Seniorenheim eine akzeptable Lösung, um mit Gleichgesinnten den Herbst des Lebens zu verbringen.

Senioren sollten Betreuung frühzeitig selbst auswählen

Auch ein Pflegeheim kann ein Platz an der Sonne sein, in einer Welt, die immer mehr an Wärme verliert, weil heute nur der Erfolg zählt. Liebe zum Nächsten ist fast schon ein Fremdwort in einer Gesellschaft, wo Alte und Schwache keine Lobby haben. Früher war die Vereinsamung älterer Menschen eher ein Problem in den Großstädten. Heute hat es auch den ländlichen Raum bis in den letzten Winkel erreicht.

Um sich vor Überraschungen im Alter zu schützen, ist guter Rat angesagt. Denn wer möchte schon ungewollt in irgendeinem der vielen Pflegeheime landen, die wie Pilze aus dem Boden schießen. In einem gewissen Alter sollte man sich deshalb absichern und nicht gutgläubig die Entscheidung anderen zu überlassen. Es gibt qualifizierte Beratungsstellen, die kostenlos Informationen über Möglichkeiten der Versorgung im Alter geben - beispielsweise zu Alternativen wie einem Betreuten Wohnen oder dem Aufenthalt in einem Altenheim.


© Text: Otto Kuhn, 75 Jahre, Losheim am See


Otto Kuhn
Autor: Otto Kuhn


Die serviceseiten50plus-Redaktion dankt 'ottoedgar' - so lautet sein Mitgliedsname in unserem Club50plus - ganz herzlich für diesen Beitrag. Otto Kuhn ist ehrenamtlicher Aktiver in unserer Redaktion.


Hinweis: zurück zur vorherigen Seite

Schriftgröße ändern:
  • groß
  • mittel
  • normal
Kostenloser Newsletter:
Abonnieren Sie hier die
E-Mail-Nachrichten von serviceseiten50plus!
Kostenloser Newsletter
Eingang zum Club50plus
Nutzername:
Passwort:

Passwort vergessen?

Hier kostenfrei Mitglied werden!