Freitag, 29. August 2014
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Nur wenige nutzen "Home-Office"

Hälfte der Deutschen möchte von zu Hause aus arbeiten

Home OfficeJeder zweite Deutsche würde am liebsten von zu Hause oder einem anderen Ort als seinem Büro aus arbeiten, wenn der Arbeitgeber damit einverstanden wäre. Damit liegen die Deutschen mit dem Wunsch nach einer Tätigkeit im Home-Office unter dem weltweiten Durchschnitt von 62 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Befragung von rund 18.700 Personen in 24 Ländern hinsichtlich ihrer Meinung zur Telearbeit.

Noch weniger Interesse an einer Arbeit im Home-Office zeigten nur Arbeitnehmer in Japan und Schweden (je 38 Prozent), Großbritannien (40 Prozent), den USA (44 Prozent), Kanada (47 Prozent) und Australien (48 Prozent), zeigte die vom internationalen Marktforscher Ipsos durchgeführte Studie.

Unter Telearbeit versteht man das Arbeiten von zu Hause oder einem anderen Ort mittels E-Mail, Telefon oder Videotelefonie. Weltweit nutzen 35 Prozent der in der Studie Befragten diese Art des Arbeitens.

Weltweit überwiegende Meinung: Telearbeit ist produktiver

Vor allem in Indien ist das Home-Office sehr populär. Acht von zehn der dort Befragten (82 Prozent) gaben an, regelmäßig auf diese Art zu arbeiten, 32 Prozent von ihnen arbeiten sogar nur von zu Hause. Auch in Indonesien (71 Prozent), Mexiko (58 Prozent), Südafrika (56 Prozent) und in der Türkei (56 Prozent) findet die Telearbeit regelmäßig Anwendung. Schlusslicht in Sachen Home-Office ist Ungarn (8 Prozent). Aber auch in Deutschland und Frankreich (beide 12 Prozent) arbeitet nur etwa jeder Zehnte regelmäßig von zu Hause.

Anders als ihre Meinung ist damit die tägliche Realität vieler Arbeitsnehmer: Denn weltweit glauben zwei von drei Befragten (65 Prozent ), dass Telearbeiter produktiver sind als die ihre Kollegen im Büro. Auch in Deutschland stimmen 62 Prozent der Befragten dieser Aussage zu. Nur in Japan herrscht die Meinung vor, dass die Arbeit im Büro effektiver ist (56 Prozent).

Großer Vorteil der Telearbeit vor allem für Frauen mit Kindern

Weltweit sehen 83 Prozent der Befragten die Vorteile von Telearbeit vor allem darin, dass sie Frauen ermöglicht weiterzuarbeiten, anstatt zeitweise oder sogar komplett aus der Arbeitswelt auszuscheiden, um Kinder großzuziehen. Außerdem, finden ebenfalls 83 Prozent, verringere das Home-Office den Zeitaufwand und den Stress, um zum Arbeitsplatz zu gelangen Zudem, das meinen 78 Prozent, verbessere diese Arbeitsweise die "Work-Live Balance", also das ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Privatleben.

Dass Telearbeit jedoch auch ein Gefühl der sozialen Isolation schafft, da man seine Kollegen nicht täglich sieht, denken etwa 62 Prozent der Befragten weltweit. In Indien, Saudi Arabien, Frankreich und Schweden empfinden das sogar 75 Prozent als zutreffend. In Deutschland sind es nur 52 Prozent, also knapp über die Hälfte der befragten Personen.

Als nachteilig schätzt etwas über die Hälfte der Studien-Teilnehmer weltweit auch ein, dass das Home-Office die Chance auf eine Beförderung verringern könnte, und dass die Arbeit von zu Hause Streit in der Familie auslöse, da die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen.


Hintergrund zu der Umfrage:
Die Umfrage-Ergebnisse stammen aus der Ipsos-Studie "Global@dvisor", die zwischen dem 7. und 20. Oktober 2011 in 24 Ländern im Auftrag von Thompson Reuters News Service durchgeführt wurde. Die teilnehmenden Länder waren Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Ungarn, Italien, Indonesien, Indien, Japan, Mexiko, Polen, Russland, Saudi Arabien, Südafrika, Südkorea, Spanien, Schweden, Türkei und die USA. Für die Studie wurde eine internationale Stichprobe von Erwachsenen in den USA und Kanada zwischen 16 und 64 Jahren, in allen anderen Ländern zwischen 18 und 64 Jahren, gezogen. Befragt wurden insgesamt 18.682 Personen, etwa 1.000 Personen pro Land mit Ausnahme von Argentinien, Belgien, Indonesien, Mexiko, Polen, Saudi Arabien, Südafrika, Südkorea, Schweden, Russland und der Türkei, in denen die Stichproben etwa bei 500 Personen lagen.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: Ipos Deutschland

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