Forschung
Espresso bleibt länger frisch in der Alutüte
Espresso behält am längsten seine Qualität, wenn er in einer wiederverschließbaren Alutüte mit Ventil aufbewahrt wird. Das ergab eine Untersuchung von Lebensmitteltechnologen an der Hochschule Fulda.
In ihrem Test bestimmten die Lebensmittelforscher die Qualität des Kaffees, während er acht Wochen lang in unterschiedlichen Verpackungen sowohl bei Normaltemperatur als auch im Kühl- und Gefrierschrank lagerte.
Anders als in Glas, Blechdose, Kunststoffbox oder Papiertüte hielt der Kaffee in der wiederverschließbaren Alutüte mit Ventil länger sein Qualitätsoptimum. Im Vergleich zu den anderen Verpackungen blieb das Optimum etwa dreimal länger erhalten, und zwar unabhängig von der Lagertemperatur. "Besonders wichtig ist ein möglichst geringer Sauerstoffgehalt im Innern der Verpackung", sagt Lebensmitteltechnologe Christoph Luckhardt.
Der Mythos "Kaffeefrische durch Kühlung"
Bei der Lagerung im Kühl- beziehungweise Gefrierschrank stellten die Forscher keine qualitativen Vorteile fest. Die Aufbewahrung des Kaffees in einer Papiertüte im Kühl- oder Gefrierschrank wirkte sich sogar negativ auf die Qualität aus. "Unser Versuchsespresso hat etwa fünf Tage nach der Röstung sein Optimum entfaltet", erläutert Luckhardt. "Bei dem Espresso, der im Kühlschrank in einer Papiertüte gelagert worden ist, hat sich ein solches Optimum nicht aufgebaut."
Zur Motivation der Forscher erklärt Luckhardts Kollege Frank Euring: "Wir wollen den perfekten Kaffeegenuss, wissen aber noch zu wenig darüber, wie wir den braunen Bohnen höchste Qualität entlocken." Denn gerade um die richtige Form der Aufbewahrung rankten sich eine Menge Mythen. Das verunsichere die Verbraucher. "Deshalb wollten wir Klarheit schaffen und wissenschaftlich nachweisen, welche Aufbewahrungsmethode die beste ist."
Messlatte für die Bewertung der einzelnen Proben waren allgemein geltende Qualitätskriterien für Espresso wie die Crema-Farbe und -Stabilität sowie der ph-Wert.
- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus -
- Quelle: Hochschule Fulda / © Foto: Jens Herrmann


