Freitag, 18. Mai 2012
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Die Englische Riviera

Reisetipp: Subtropisch - die Golfstrom-Gärten in Cornwall

Cornwall: Trebah GardensVorurteile können langlebig sein. Jenes, dass in England ein nass-kühles Klima dominiert, hält sich besonders gut. - Doch wer die subtropischen Gärten in Cornwall besucht, die vom milden Golfstromklima profitieren, wird bald eines Besseren belehrt. Cornwall ist immer eine Reise wert und wen die Sehnsucht nach wogenden Palmen und exotischen Pflanzen gepackt hat, braucht nicht bis in die Karibik zu reisen.


Eindrucksvolle Landschaftsparks und bezaubende Cottage-Gärten

Cottage in Cornwall England ist berühmt für wenig genießbares Essen, florale Stoffdesigns und sein unverbesserlich schlechtes Wetter. Doch wer nur einmal den entlegensten südwestlichen Zipfel des britischen Eilandes besucht hat, das für seine imposanten Landschaftsparks und zauberhaften Cottage-Gärten bekannt ist, wird schnell erkennen, dass das Klima in England weit besser ist als sein Ruf. Schließlich wird die Südküste Cornwalls auch als "Englische Riviera" bezeichnet - und diese ist angesichts der subtropischen Vegetation und den etwa 1.500 Stunden Sonnenschein pro Jahr durchaus zutreffend.

Südwest-England - exotisches Planzenparadies vom Frühjahr bis zum Spätherbst

England Cornwall: Tresco Abbey Gardens auf den Isles of Scilly Cornwall, das von der warmen und salzreichen Luft des Golfstroms umspült wird, gleicht einem riesigen Gewächshaus. Nicht nur Kamelien, Magnolien, Rhododendren, Azaleen und Hortensien, sondern auch subtropische Baumfarne, Palmen Bambus und Riesen-Gunnera sowie viele andere exotische Pflanzen aus allen Teilen der Welt, die sonst in diesem Breiten kaum zu finden sind, gedeihen hier üppigst vom Frühjahr bis zum späten Herbst.


Cornwall: Trebah Gardens Viele der ausgefallenen Pflanzen kamen im 19. Jahrhundert nach England, als vermögende Gutsbesitzer Pflanzenexpeditionen ins britische Empire organisierten. So kamen die so genannten "Viktorianischen Pflanzenjäger" mit Sämlingen und Samen aus China, Australien, Neuseeland, Japan, Burma, Assam und dem Himalaya zurück und bestückten die Gärten der vornehmen Landbesitzer mit den ausgefallensten Pflanzen, die damals Symbol für die koloniale Macht Großbritanniens waren.

Trebah - einer der achtzig schönsten Gärten der Welt


Cornwall: Die verlorenen Gärten von Heligan Noch heute zählt das an einer Schlucht am Helford River gelegene Trebah zu den achtzig schönsten Gärten der Welt. Die Verlorenen Gärten von Heligan waren dagegen Schauplatz der größten Gartenrenovierung Europas. War doch die Anlage über 70 Jahre unter Gestrüpp verborgen, bevor Gartenexperten 1991 begannen, ein gärtnerisches Kleinod freizulegen. Nicht zuletzt durch die Restaurierung dieser Anlage wurde die Region in den letzten Jahren zum Mekka aller Gartenliebhaber, denn auch unzählige kleinere Gärten machen den Wintergarten Europas zum attraktiven Reiseziel.



Autorin: Elke Funke / copyright 2008-2012
Fotos: copyright britainonview.com