Sonntag, 23. September 2018
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Standort und Wässerung sind wichtig

Frische Kräuter: Anbautipps für Balkon und Garten

KräuterEin gutes Essen mit frischen Kräutern schmeckt nicht nur gut, sondern ist obendrein auch gesund. Die Zeitschrift Daheim in Deutschland gibt wertvolle Tipps, wie man Kräuter auf dem Balkon oder im eigenen Garten am besten züchtet, pflegt und wie man sie länger haltbar machen kann.

Die Kräuterauswahl

Grundsätzlich können hierzulande praktisch alle Kräuterarten angebaut werden. Besonders weit verbreitet sind die klassischen Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Minze und Dill sowie Gewächse, die vor allem aus dem mediterranen Raum kommen: Basilikum, Rosmarin, Salbei, Thymian und Lavendel. Mittlerweile werden immer häufiger auch vermeintliche Exoten angebaut wie Blattkoriander, Zitronenverbene und Stevia, auch Süßkraut genannt.

Verschiedene Sorten Erde

Wer sich für den Anbau von einer Sorte oder mehreren Kräuterarten entschieden hat, muss entsprechende Vorbereitungen treffen. Während sich Petersilie, Schnittlauch, Dill und auch Basilikum zum Säen eignen, sollten Lavendel, Salbei oder Rosmarin als Setzlinge gekauft werden. Wichtig ist, nicht an der Erde zu sparen. Experten empfehlen für Kräutersorten aus mitteleuropäischen Breiten eine organisch gedüngte Blumenerde mit Biosiegel, für die Pflanzen aus dem mediterranen Raum wird hingegen zur speziellen Kräutererde geraten. Wenn möglich, sollten die Kräuter stets in einem Beet angepflanzt werden. Wer nur einen Balkon oder eine Terrasse zur Verfügung hat, nimmt Töpfe.

Geeignete Standorte

Besonders wichtig für den Erfolg des eigenen Kräutergartens ist der Standort der Pflanzen. Während Minze als sehr anspruchslos gilt und auch im Schatten von Büschen und Bäumen wächst, sollten die mediterranen Kräuter im Frühjahr an einem sonnigen und trockenen Platz gepflanzt werden - zum Beispiel an einer windgeschützten Hauswand mit Ausrichtung nach Süden.

Klassische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Dill gedeihen sowohl im Schatten als auch in der Sonne. Dabei sollten die Samen aber nicht zu tief eingegraben werden. Der beste Weg: Erde aufharken, Saatgut streuen, leicht festklopfen und zum Düngen eine Schaufel Kompost verwenden.

Richtig wässern

Vorsicht ist geboten bei der Wässerung. Auch hierzu gibt es in der neuen Ausgabe von Daheim in Deutschland viele wichtige Tipps. Als Grundregel gilt die so genannte Daumenprobe: Erst nachgießen, wenn die Erde unter der Oberfläche nicht mehr feucht ist.

Wer dennoch zu viel gegossen hat, sollte das überschüssige Wasser, das sich im Topf oder in der Untertasse gesammelt hat, sofort wegschütten. Vor allem bei mediterranen Kräutern ist Vorsicht geboten. Wenn sie zu stark gedüngt oder gegossen werden, können sie nicht richtig sprießen. Als besonders empfindlich gelten dabei Basilikum und Rosmarin.

Und wie kann die Ernte aus dem eigenen Garten am besten fürs Kochen genutzt werden? "Wichtig ist, die Kräuter nicht überzudosieren", rät Spitzenkoch Kresovic zu kleinen Mengen. Und, ebenso entscheidend: "Die meisten Kräuter sollten zudem nicht stark erhitzt werden, damit sie ihr Aroma behalten." Ausnahmen sind Rosmarin, Salbei und Thymian: Deren Blätter müssen sogar länger köcheln, damit sie ätherische Öle freisetzen.

Kräuter konservieren

Wer die Ernte aus dem eigenen Garten nicht sofort nutzen kann, sollte die Blätter einfrieren oder mit Öl zu Pesto verarbeiten. Die andere Alternative: Das Trocknen. Auch dazu gibt es in der neuen Ausgabe von Daheim in Deutschland einen Ratschlag: Die gezupften Kräuterblätter nicht in die Sonne, sondern in die Mikrowelle legen und in mehreren Intervallen von je 30 bis 45 Sekunden erhitzen, bis sie trocken sind. Wichtig dabei: Die Tür der Mikrowelle nach jedem Intervall kurz zum Entlüften öffnen. Dadurch werden die Pflanzen schockgetrocknet und behalten am ehesten Farbe und Aroma.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de - 
- Quelle: Daheim in Deutschland

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