Freitag, 14. Dezember 2018
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Sonnenfrüchte aus dem alten China

Apfelsinen und Mandarinen - eine kleine Warenkunde

MandarinenApfelsinen und Mandarinen gibt es das ganze Jahr zu kaufen. In den Wintermonaten kommen sie jedoch verstärkt in den Handel und erfreuen sich dann besonders großer Beliebtheit. Die ursprüngliche Heimat der oft auch als Orange bezeichneten Apfelsine sowie der Mandarine ist das Gebiet zwischen Nordostindien und Südwestchina. Ihre Herkunft prägte auch den Namen Apfelsine: "Apfel aus China".

Die seit über 4.000 Jahren bekannte Apfelsine ist wahrscheinlich eine natürlich entstandene Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine. Gleiches gilt für die kernlosen Clementinen und Satsumas - eine Kreuzung aus Apfelsinen und Mandarinen. Sowohl Apfelsinen als auch Mandarinen zählen zu den Zitrusfrüchten und stellen eine besondere Art der Beere, ein sogenanntes Hesperidium dar, eine fleischige Beerenfrucht mit einer festen, ledrigen Schale.

Unter der wachsbedeckten Haut befindet sich die "Flavedo", die sich bei der Reife durch Carotinoide gelb oder orange färbt und zahlreiche Öldrüsen enthält. Darunter liegt die "Albedo", ein weißes, schwammiges und pektinreiches Gewebe, das das eigentliche Fruchtfleisch umschließt. Dieses besteht meist aus zehn Segmenten, in denen zahlreiche Saftschläuche und auch die Samen enthalten sind. Die Früchte sind - je nach Sorte - rund, oval, eiförmig oder abgeplattet mit einer dünnen dicken glatten oder rauhen Schale. Diese ist im unreifen Zustand grün und wird dann später gelb, orange oder rot.

Apfelsinen und Mandarinen müssen übrigens vollreif geerntet werden, denn sie reifen nicht nach. Eine Schale, die grünliche Stellen aufweist, ist allerdings kein Zeichen für eine unreife Frucht, wie fälschlicher Weise oft angenommen wird.


Kleine Warenkunde: Sorten - Aussehen - Geschmack

Hinsichtlich Sorten, Aussehen und Geschmack stellen Apfelsinen und Mandarinen eine sehr große und variantenreiche Gruppe dar. Während Apfelsinen in Navel-Orangen, gewöhnliche Orangen, Blutorangen und Zuckerorangen eingeteilt werden, gibt es bei den Mandarinen noch weitaus mehr Sorten. Neben den herkömmlichen Sorten Mandarine, Satsuma und Tangerine unterscheidet man Kreuzungen zwischen Mandarine, Satsuma, Tangerine, Orangen und Grapefruits.

Mandarinen sind insgesamt süßer und kleiner als Orangen:
Die mittelgroßen Satsumas sind sehr saftig und überzeugen durch säurearmes, wohlschmeckendes Fruchtfleisch. Die Tangerine ist die wohl kleinste Mandarine und sehr kernarm. Das Aroma der saftigen, säurearmen Frucht ist im Vergleich zu anderen Sorten verhältnismäßig leicht. Clementinen, eine Kreuzung aus Mandarine und Pomeranze, sind deutlich zuckerhaltiger und säureärmer als Mandarinen und daher bei Kindern besonders beliebt. Das Fruchtfleisch ist zart, sehr saftig, meist dunkelorange gefärbt und überwiegend kernlos. Durch ein ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis schmecken sie angenehm süß und aromatisch.

Bei den Orangen unterscheidet man vier Sortengruppen:
Die kernlosen, am frühesten reifen Navel-Orangen gehören zu den besten Essorangen und haben den größten Marktanteil. Ihr Kennzeichen ist die Ausbildung eines Nabels, unter dem sich zwischen den Segmenten eine mehr oder weniger große Zweitfrucht befindet. Die gewöhnlichen Orangen, früher auch Blondorangen genannt, sind eine sehr heterogene Gruppe, zu der sehr viele Saftorangen zählen. Blutorangen haben nur eine geringe Marktbedeutung. Das Fruchtfleisch und auch die Schale der Blutorange bilden bei niedrigen Temperaturen rote Farbstoffe aus, die ihr ein nahezu kirschähnliches Aroma verleihen. Zuckerorangen sind sehr säurearm. Der Säuregehalt von Zuckerorangen liegt mit nur etwa 0,1 Prozent deutlich unter dem anderer Orangen-Sorten. Sie sind hauptsächlich in Brasilien, Indien, Pakistan, Ägypten und der Türkei - vor allem bei Kindern - beliebt.


Apfelsinen - Tipps zu Einkauf, Aufbewahrung, Verwendung

Nicht nur wegen ihres sommerlich-frischen Geschmacks, sondern auch aufgrund ihres hohen Vitamin C-Gehaltes sind diese Sonnenfrüchte besonders in der kalten Jahreszeit sehr geschätzt. Im Obsthandel sind verschiedene Sorten als lose oder abgepackte Ware in Netzen oder Kleinsteigen erhältlich.

Für den Frischeverzehr eignen sich vor allem die großen Navel-Orangen. Ihr Fruchtfleisch ist goldgelb und saftig-süß. Sie haben wenig Kerne, eignen sich jedoch nicht zum Saften, da beim Pressen der Bitterstoff Limonin freigesetzt wird. Zu den bekanntesten Saft-Orangensorten zählen Valencia oder Valencia Late sowie Shamouti oder Jaffa-Orange. Bekannte Blutorangen-Sorten sind Sanguine, Moro und Tarocco. Die populärsten Navel-Orangen heißen Washington Navel, Thompson Navel und Navellina.

Nur Früchte mit unversehrter Schale eignen sich zu Hause zum Lagern. Mindestens sechs bis acht Wochen halten sich Orangen bei nicht zu kalter Temperatur frisch - am besten im Keller. Bei Zimmertemperatur aufbewahrte Ware sollte man getrennt von anderem Obst lagern und regelmäßig auf Schimmelbefall durchsehen.

Während Mandarinen in der Regel sehr leicht mit der Hand zu schälen sind und daher auch oft unter der Bezeichnung "Easy Peeler" (Englisch für "einfach zu schälen") vermarktet werden, müssen Orangen mit dem Messer geschält werden. Zum Filetieren der saftigen Frucht ritzt man die Schale mehrfach längs ein und zieht die Streifen von oben nach unten ab. Damit das Fruchtfleisch nicht bitter schmeckt und hübsch aussieht, entfernt man zudem das weiße Außengewebe vorsichtig mit einem scharfen Filetiermesser.

Frische Orangenfilets machen sich besonders gut in Wintersalaten mit Endivie und Nüssen oder als Dekoration auf winterlichen Desserts. Zum Backen von Weihnachtsplätzchen oder zum Ansetzen von Glühpunsch werden häufig abgeriebene Orangenschalen benötigt. Hier sollten ausschließlich Schalen von unbehandelten Bio-Früchten zum Einsatz kommen. 


Mandarinen - Tipps zu Einkauf, Aufbewahrung, Verwendung
Vor allem in den Wintermonaten ist das Angebot an Mandarinen-Sorten sehr reichhaltig.
Besonders beliebt sind die zart-saftigen und kernlosen Clementinen. Sie machen sich gut auf einem winterlichen Obstteller, sind jedoch ebenso eine leckere Zutat für süße Quark- und Jogurtspeisen, Müslis und Fruchtsalate. Die in dem Obst enthaltenen Frucht- und Traubenzucker sowie Fruchtsäuren geben aber auch herzhaften Speisen wie Krabben-Cocktails oder Geflügelsalaten eine intensive Note. Da Mandarinen und Clementinen weniger sauer sind als Orangen, eignen sie sich auch gutfür Kinder-Limonaden und Säfte.

Die ersten Clementinen aus dem Mittelmeerraum reifen Mitte Oktober, die letzten Mitte Februar. Diese späte Ernte wird dann bis Mitte April im Handel angeboten. Im Kühllager halten sich die Früchte bei 3 bis 4 Grad Celsius bis zu zwei Monaten frisch. Ab Anfang April gibt es bei uns Clementinen aus Übersee. Bei den als Konserven angebotenen "Mandarin-Orangen" handelt es sich meistens um Satsumas. Ferner zählen Tangerinen, Tangelos, Tangors und Tardivo-Mandarinen zu den bekannten Sorten.

Da die frischen Früchte stark druck- und stoßempfindlich sind, sollten sie beim Einkauf und Transport pfleglich behandelt werden. Wenn das Obst zu Hause bei Zimmertemperatur gelagert wird, empfiehlt es sich, es regelmäßig auf Schimmelbefall zu kontrollieren.


Südfrüchte - gut für den Speiseplan und die Gesundheit

Südfrüchte bringen nicht nur Abwechslung auf den Teller, sondern liefern auch viel immunstärkendes Vitamin C.

Ein Glas (200 ml) frisch gepresster Apfelsinen- oder Orangensaft deckt schon 86 Prozent des empfohlenen Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Vitamin C. Orangen sind reich an Kohlenhydraten (Saccharose, Fruktose und Glukose), Fruchtsäuren (vorwiegend Zitronensäure), Ballaststoffen und Vitaminen, vor allem B-Vitaminen, Folsäure und sie enthalten 50 mg Vitamin C pro 100 Gramm. Darüber hinaus enthalten die geschälten Früchte sekundäre Pflanzenstoffe, die als zellschützend und vorbeugend gegen Krebs gelten.

Auch Mandarinen und Clementinen warten mit einem hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Substanzen auf. Eine Mandarine beispielsweise enthält 26 Milligramm Vitamin C und deckt damit schon 43 Prozent des Tagesbedarfes eines Erwachsenen ab. Gerade in der Erkältungszeit frischen Südfrüchte den Vitamin C-Haushalt des Körpers auf. Wer die einfach schälbaren Clementinen bevorzugt, hat auch noch einen ballaststoffreichen Imbiss zur Hand. Denn in den Trenngeweben sind reichlich sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die den Stoffwechsel anregen.

Als erfrischende Limonade (Saft der Früchte im Verhältnis 1:5 mit Mineralwasser auffüllen und nach Belieben mit etwas Honig süßen) oder als wohltuende heiße Apfelsine oder Mandarine (Saft der Früchte erhitzen) sind die Südfrüchte Sommer wie Winter auch in flüssiger Form ein Genuss.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: aid

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