Mittwoch, 22. November 2017
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Wissenswertes und Rezept

Auberginen - gut für Blutdruck und Immunsystem

Gefüllte AuberginenDie vermutlich aus Indien stammende Aubergine ist eine so alt bekannte Frucht, dass heute niemand mehr mit Gewissheit sagen kann, wie ihr Name entstanden ist. Mit den arabischen Völkern eroberte das in der Botanik als Beere geltende Gemüse im Mittelalter den Mittelmeerraum.

Erst in den vergangenen 20 Jahren wurde die Aubergine auch auf deutschen Tellern heimisch. "Zunächst konnte niemand so recht mit ihr umgehen", erinnern sich Ernährungsexperten beim Deutschen Grünen Kreuz.


Die Aubergine gehört wie Kartoffel, Tomate und Paprika zu den  Nachtschattengewächsen. Sie enthält deshalb im unreifen Zustand Solanin, das Bauchschmerzen verursachen kann. Außerdem weist die Aubergine einige Bitterstoffe auf, die von den meisten Menschen abgelehnt werden. "Durch Salzen der geschnittenen Frucht lassen sich diese Stoffe leicht entfernen", wissen die Marburger Ernährungsfachleute. Das Salz wird etwa nach einer halben Stunde wieder abgewaschen und die Frucht auf Küchenpapier abgetropft. Dadurch nimmt die Frucht dann beim Braten auch nicht so viel Öl auf.

Gesundheitsfördernde Flavonide

Auberginen haben sehr wenige Kalorien. Bei den Vitaminen halten sie sich im Mittelfeld. Folsäure ist in etwas höherer Menge enthalten. Die Früchte sind aber natriumarm und kaliumreich, eine positive Eigenschaft, von der Patienten mit erhöhtem Blutdruck profitieren. Das große Plus der Auberginen ist aber eindeutig der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Die Bedeutung sekundärer Pflanzenstoffe wurde erst in den 1990er-Jahren entdeckt. Sie haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften. Auberginen enthalten besonders viele Flavonoide, die das Immunsystem positiv beeinflussen und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken sollen. In früheren Zeiten wurde der Aubergine auch eine Heilkraft bei Rheuma oder Nierenleiden zugeschrieben.

Für fettarme Ernährung auch gekocht lecker

Gewöhnlich wird die Aubergine in viel Öl angebraten serviert. Wer auf den Energiegehalt achten muss, hat damit Probleme. Dabei schmeckt die Aubergine auch gekocht ganz lecker. Doch Vorsicht: Die für die Gesundheit so positiven Flavonoide sind zwar hitzestabil, werden aber in zu viel Kochwasser leicht ausgelaugt. Ein guter Rat ist es daher, das Kochwasser mit zu verwenden oder für die Zubereitung ein Dampfgargerät zu benutzen. Beim Dampfgaren bleiben Vitamine, Mineral- und sekundäre Pflanzenstoffe in deutlich größerer Menge erhalten.

REZEPT: Gefüllte Auberginen

Zutaten für 4 Personen als Beilage:
4 Auberginen
100 g gekochter Schinken in Würfeln
100 g Schmelzkäse, zerteilt
Salz, Pfeffer
Petersilie
1 EL Olivenöl
1/4 Liter Bechamelsoße  
20 g Parmesan, gerieben

Zubereitung:
Die Auberginen halbieren und aushöhlen. Die offenen Innenseiten mit Salz bestreuen und eine halbe Stunde ruhen lassen, danach abwaschen und trocken tupfen. Die Hälften in eine flache leicht gefettete Auflaufform legen. Das ausgehöhlte Auberginen-Innere mit den Schinkenwürfeln, dem Käse und den Gewürzen vermengen und in die Auberginenhälften verteilen. Die Bechamelsoße darüber gießen. Mit Olivenöl beträufeln, mit Parmesan bestreuen und offen garen.

Temperatur: Heißluft: 190 - 210°C  /  Ober-/Unterhitze: 170 -190°C
Schiene: unterste
Garzeit: 50 - 60 Minuten



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: dgk / Foto: Miele

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