Freitag, 14. Dezember 2018
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Kalorienarm, vitaminreich, leicht verdaulich

Chicorée - frisch und gesund in der kalten Jahreszeit

ChicoréeVon Oktober bis April können Verbraucher wieder heimischen Chicorée genießen. Das knackige Wintergemüse mit dem herb-frischen Aroma lässt sich in der Küche abwechslungsreich verwenden. Außerdem sind die vitaminreichen Sprossen sehr gesund, unter anderem auch für den Magen. Einige Tipps zeigen, was für die Lagerung und Zubereitung wichtig ist.

Anbau und Ernte: Aus Wurzeln werden Sprossen

Die weißen bis goldgelben, knackigen Chicorée-Sprossen gehören zur botanischen Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie werden aus rübenförmigen Zichorienwurzeln herangetrieben. Nach der Ernte im Herbst werden die Wurzeln im Kühlhaus zwischengelagert und danach in Wannen mit temperiertem Wasser umspült. Nach drei bis vier Wochen in völliger Dunkelheit haben sich die zarten Sprossen gebildet. Sie werden von der Wurzel abgetrennt und gelangen küchenfertig in den Handel. Die Dunkelheit verhindert die Bildung von Chlorophyll, sodass die Sprosse ihre blassgelbe Farbe behalten. Für das Konservieren ist Chicorée ungeeignet, daher ist heimische Frischware nur in den Monaten Oktober bis April am Markt zu finden.

Einkauf und Zubereitung: Langes Putzen entfällt

Frische Ware erkennt man an dem festen Kopf und den weißen Blättern mit hellgelben Spitzen. Chicoréesprosse sind sehr empfindlich und sollten daher vorsichtig behandelt werden. Aufwändiges Waschen ist nicht notwendig, da sie nicht mit Erde in Verbindung kommen. Es empfiehlt sich, die Blätter rasch zu verarbeiten, damit sie sich nach dem Anschnitt nicht bräunlich verfärben. Chicorée wird unter Tageslicht grün. In feuchtes Küchenpapier oder ein Handtuch eingewickelt, bleiben die Sprossen im Gemüsefach des Kühlschranks aber eine Woche lang knackig und frisch.  

Chicorée schmeckt roh im Salat - etwa in Kombination mit Avocado und Lachs, aber auch zu süßen Früchten wie Orangen, Trauben oder Mango. Die ganzen Blätter können mit verschiedenen Dips gereicht oder als "Chicorée-Schiffchen" mit Räucherlachs, Ingwer und frischen Kräutern garniert werden. Die feinwürzigen Köpfe sind in Wokgemüse, Suppen und Aufläufen, gefüllt mit Hackfleisch und gedünstet als Beilage zu Fleisch und Meeresfrüchten ein Genuss.

Da die heutigen Sorten nur wenige Bitterstoffe enthalten, kann selbst der Strunk mitgegessen werden. Wer das Aroma dennoch abmildern möchte, gibt in das Kochwasser einen Teelöffel Zucker oder legt die Blätter vor der Verwendung als Salat kurz in Milch ein. 

Gesundheitsaspekte: Viele Vitamine, wenig Kalorien, leicht verdaulich

Chicorée ist kalorienarm, sehr gesund und leicht verdaulich: 100 Gramm enthalten nur 16 Kalorien, außerdem ist er reich an Vitamin A, B1, B2 und C, Beta-Karotin, Folsäure, Kalium, Kalzium und Magnesium. Die enthaltenen Bitterstoffe regen Magensäfte und Gallenfluss an.

Wer Chicorée isst - tut sich also vielerlei Gutes!



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quellen: aid // Landwirtschaftskammer NRW

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