Freitag, 14. Dezember 2018
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Rezept Weihnachtsbäckerei

Der Christstollen - ein Klassiker mit langer Tradition

Weihnachtsgebäck: ChriststollenDie Tradition, in der Adventszeit zu backen, reicht weit zurück. Schon bei den Germanen gab es süßes Backwerk zum Mitwinterfest. Die Naschereien waren allerdings nicht nur zum Vergnügen da, sondern sollten böse Geister besänftigen.

Das erste "richtige" Weihnachtsgebäck war wohl der Christstollen, der seit etwa 1330 bekannt ist. Damals waren Stollen jedoch sehr magere Backwerke aus Hefeteig für das christliche Adventsfasten.


Das ursprüngliche "Christbrot" aus dem 14. Jahrhundert war ein Fastengebäck der Klöster, das nur aus Wasser, Hafer und Rübol geknetet werden durfte. Urkundlich erstmals erwähnt wurde ein mit Weizenmehl zubereiteter Christstollen im Jahr 1329 als Weihnachtszugabe für den Bischof Heinrich in Naumburg an der Saale. Erst 1491 gestattete Papst Innozenz VIII. mit seinem sogenannten "Butterbrief" dem Herrscherhaus und seinen Lieferanten die Verwendung von Butter. Zusehends wurde diese Zutat aber auch vom "Volk" verwendet.

Nach der Überlieferung war es Ende des 15. Jahrhunderts die Idee des sächsischen Hofbäckers Heinrich Drasdo, den vorweihnachtlichen Fastenstollen zum Weihnachtsfest mit reichhaltigen Zutaten wie Trockenfrüchten und Nüssen zu verfeinern. Aus dem mageren Fastengebäck soll so erstmals das reichhaltige Festgebäck geworden sein, das wir heute kennen. Weltweit am bekanntesten ist heute wohl der Dresdner Christstollen und nur, wer sich streng an bestimmte Auflagen für dessen Herstellung hält, darf seinen Stollen auch als Dresdner Christstollen bezeichnen und unter dieser Bezeichnung verkaufen

Und nun zum Nachbacken ein Christstollen-Rezept mit köstlichen Zutaten, die das Weihnachtsgebäck auch heute noch zu einer beliebten Köstlichkeit machen:


Rezept - Christstollen ohne Marzipan


Zutaten

Teig:

  • 375 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe (42 g)
  • 60 g Zucker
  • 60-70 ml lauwarme Milch
  • 100 g Butter oder Margarine, flüssig
  • 25 g Schmalz, flüssig
  • 1/2 Fläschchen Rum-Aroma
  • 1/4 Fläschchen Bittermandel-Aroma
  • 1/4 TL Muskatblüte (Macis)
  • 1/4 TL Kardamom
  • 150 g Rosinen
  • 75 g Korinthen
  • 50 g Zitronat
  • 50 g Orangeat
  • 75 g gemahlene Mandeln

Zum Bestreichen: 100 g flüssige Butter
Zum Bestäuben: 50 g Puderzucker

Zubereitung
Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken. Zerkrümelte Hefe, etwas Zucker und Milch hinzugeben, mit wenig Mehl verrühren und bei 50 Grad Celsius etwa 15 Minuten aufgehen lassen. Diesen Vorteig mit dem restlichen Mehl, Zucker, Fett und so viel Milch verkneten, bis ein glatter, geschmeidiger, nicht klebender Teig entstanden ist. Teig einige Minuten gut durchkneten.

Back-Aromen, Gewürze, gewaschene, gut abgetropfte Rosinen und Korinthen, Zitronat, Orangeat und Mandeln sorgfältig unterkneten. Nochmal bei 50 Grad Celsius aufgehen lassen, bis sich die Teigmenge sichtbar vergrößert hat. Anschließend Teig kurz durchkneten, zum Stollen formen und auf ein Backblech legen.

Im Backofen bei 50 Grad Celsius aufgehen lassen, bis sich der Stollen sichtbar vergrößert hat. Goldbraun backen. Nach dem Backen sofort mit flüssiger Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben. Ergibt zirka 20 Scheiben.


Einstellung:                   Heißluft
Leistung/Temperatur:      150-170 Grad Celsius
Einschubebene:             erste von unten
Backzeit:                       60-70 Minuten



Wir wünschen Hochgenuss bei dieser weihnachtlichen Köstlichkeit!



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle Rezept: Miele


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