Donnerstag, 23. März 2017
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Gesunde Kraftpakete - keine Dickmacher

Nüsse knabbern ist gut für Herz und Verstand

gemischte NüsseVon den Nussarten, die wir am liebsten knabbern, gehören eigentlich nur Haselnuss und Cashewkerne botanisch gesehen zu den Nüssen. Mandeln, Wal- und Kokosnüsse sind Steinfrüchte, Erdnüsse zählen zu den Hülsenfrüchten, und die Paranuss ist eine Kapselfrucht. Ihre Inhaltsstoffe ähneln sich aber sehr.

Noch eine wissenswerte Tatsache, die auch Wissenschaftler erstaunte: Nüsse machen nicht dick!


Nüsse sind echte Gesundheitskost
An erster Stelle steht der hohe Fettgehalt. Er reicht von 42 Prozent bei Cashewkernen über 67 Prozent bei Paranüssen bis hin zu stolzen 76 Prozent bei der Macadamia-Nuss. Das Nussfett besteht zum überwiegenden Teil aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese Fette wirken sich positiv auf die Gesunderhaltung der Gefäße aus, vermindern den Anteil an schädlichem LDL-Cholesterin und senken das Herzinfarktrisiko.

Neben den gesunden Fetten steckt in Nüssen viel wertvolles Eiweiß (10 bis 20 Prozent) sowie Vitamin E und mit Ausnahme von B12 alle B-Vitamine, also auch Biotin und Folsäure. Zusammen mit den zum großen Teil essenziellen Aminosäuren und den Mineralstoffen und Spurenelementen wie Magnesium, Kalzium, Kalium und Zink machen sie Nüsse zu echter Nervennahrung. Cashewnüsse sind übrigens Spitzenreiter beim Magnesiumgehalt, Paranüsse die beste pflanzliche Selenquelle, und Walnüsse liefern reichlich Zink.

Wirft man einen Blick auf die Liste der Mikronährstoffe, die Gedächtnisleistung, Konzentration und Nervenstärke fördern, dann finden sie sich alle (bis auf Kreatin) in unterschiedlich großen Mengen auch in sämtlichen Nussarten. Zum Beispiel Cholin, eine Vorstufe des wichtigsten Neuro­transmitters Acetylcholin, oder auch Lecithin. Außerdem gehören Tyrosin, Phenylalanin, Glutaminsäure und Isoleucin zu wirksamen "Gehirnnahrung“-Bestandteilen.

Die positive Wirkung von Nussverzehr auf Nerven und Gehirn zeigte sich auch bei einer Langzeitstudie mit rund 16000 älteren Frauen. Die Wissenschaftler eines deutsch-amerikanischen Forscherteams stellten dabei unter den Nussgenießerinnen eine bessere geistige Fitness fest.

Nüsse sind also gut für Herz und Verstand. Aber das ist noch nicht alles: Angeblich machen Cashewnüsse schöne Haut, Paranussöl (äußerlich angewendet) glänzende Haare, und Mandeln sollen Magen-Darm-Beschwerden lindern.

Nüsse haben auch "Nebenwirkungen" - machen aber nicht dick
Kritische Leser werden sich fragen: Wo sind die Schattenseiten der Nuss? Natürlich gibt es auch Risiken und Nebenwirkungen. Der hohe Fettgehalt zählt allerdings nicht dazu. Dass Nüsse nicht dick machen, hat zwar auch die meisten Wissenschaftler erstaunt, dennoch ist diese Tatsache mittlerweile durch viele Studien belegt. Es wird vermutet, dass einige Nährstoffe - darunter auch Fette - derart in die Nusszellen eingeschlossen sind, dass der Körper sie nicht verwerten kann und sie ungenutzt wieder ausscheidet. So berichtet auch das Max-Rubner-Institut: "Moderater bis hoher Nussverzehr hat keinen Einfluss auf das Körpergewicht, unabhängig davon, ob Nüsse im Austausch für andere Lebensmittel oder zusätzlich zur üblichen Ernährung verzehrt werden."

Leider aber zählen Allergien gegen Nüsse zu den aggressivsten Formen der Nahrungsmittelallergien. Nüsse können nicht nur sehr starke Reaktionen verursachen, sie sind zudem in vielen Lebensmitteln "versteckt": Schokolade, Backwaren, und fast alle Fertiggerichte können "Spuren von Nüssen" enthalten.

Ein anderes Problem stellen Verunreinigungen und Schimmelpilzbefall dar. Schimmelbefall kommt häufig bei Walnüssen vor und zeigt sich durch schwarz verfärbte Nüsse oder einen weißen Belag. Solche Nüsse und auch gummiartig weiche, ranzig oder bitter schmeckende Nüsse sollten lieber wieder ausgespuckt werden.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quellen: DGK / Senioren Ratgeber 10/2014

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