Donnerstag, 23. März 2017
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Haltbare und aromatische Kraftpakete

Tipps für das Trocknen von Obst, Gemüse und Kräutern

getrocknete AnanasEine der vielfältigen Methoden, Lebensmittel länger haltbar zu machen, ist der Entzug von Wasser. Das Trocknen von Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch ist eines der ältesten Konservierungsverfahren. Getrocknete Lebensmittel halten nicht nur länger, sie zeichnen sich auch durch stark konzentrierte Inhaltsstoffe und ein intensives Aroma aus. Wer einige Tipps beachtet, kann kleine Kraftpakete aus Früchten und Gemüse sowie getrocknete Kräuter leicht selbst herstellen.

Wärme und Luftzirkulation entziehen dem Lebensmittel Wasser bis zu einer Restfeuchte von acht bis 20 Prozent. Aufgrund des geringen Gehaltes an frei verfügbarem Wasser können sich Mikroorganismen nicht mehr vermehren und das Lebensmittel ist somit länger haltbar.

Trocknen von Obst und Gemüse an der Luft

Je nach Größe können Obst und Gemüse in ganzen Stücken oder zerkleinert getrocknet werden. Größere Früchte werden geschält und in Scheiben, Stücke oder Hälften geschnitten. Kerne sollten vor dem Trocknen entfernt werden. Wer Gemüse trocknen möchte, blanchiert oder dämpft dieses am besten vorher kurz. Das beschleunigt das Trocknen. Pilze sind einfach nur in Scheiben zu schneiden. Generell sollten die Stücke möglichst gleich groß sowie frisch und einwandfrei sein. Die so vorbereiteten Lebensmittel werden einfach auf Schnüre aufgezogen oder auf Gestellen - sogenannten Horden - ausgebreitet und getrocknet. Wichtig ist, dass sich die Früchte während des Trocknens nicht berühren, da sie sonst verkleben können.

Ein Vorteil dieser Konservierungsart: Durch die schonende Art der Trocknung an der Luft bleiben Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe nicht nur erhalten, sie liegen in dem getrockneten Lebensmittel in geballter Form vor. Zugunsten der Erhaltung dieser Stoffe sollte man jedoch bei der Vorbehandlung von Gemüse auf schonende Garmethoden achten.

Trocknen im Backofen

Wenn das Konservieren schneller gehen soll, lassen sich Obst, Pilze und Kräuter auch im Backofen trocknen. Etwa ein bis zwei Kilogramm Trockengut können auf einem Backblech oder -rost verarbeitet werden. Man sollte jedoch wissen: Bereits ab Temperaturen von 40 °C werden erste Vitamine zerstört. Auch aus ökologischen Gründen sollte man sich gut überlegen, ob sich der Aufwand lohnt. Immerhin benötigen beispielsweise Apfelringe rund sechs bis acht Stunden bei 50 Grad Celsius, Tomaten sogar zehn bis 24 Stunden bei 60 bis 65 Grad Celsius. Für große Mengen empfiehlt sich meist ein elektrischer Dörrapparat.

Wie Gemüse und Obst werden auch Fleisch und Fisch durch Trocknen länger haltbar. Bei diesen tierischen Lebensmitteln wurde das Haltbarmachen durch Wasserentzug aber vor allem früher, vor der Zeit neuer Konservierungs- und Kühltechniken, genutzt.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quellen: aid / Wikipedia / Apotheken-Umschau

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