Freitag, 25. April 2014
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Eine Alternative zum Ruhestand

Senioren-Studium: Ein zunehmender Trend

Senioren im Hörsaal der Senioren-Universität EZUS in Bad-MeinbergDie Generation 60plus stellt inzwischen fast jeden Zweiten der rund 40.000 Gasthörer an deutschen Universitäten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hat sich dieser Anteil in den vergangenen zehn Jahren beinahe verdoppelt.

Inzwischen gibt es an vielen Unis Studienangebote für interessierte ältere Menschen, seit 2006 sogar die bundesweit erste deutsche Senioren-Universität.

Ostwestfalen-Lippe: So studiert man an der ersten deutschen Senioren-Uni
Speziell für Studenten ab 50 ist das Studienangebot am Europäischen Zentrum für universitäre Studien der Senioren Ostwestfalen-Lippe (EZUS) in Bad Meinberg, etwa 50 Kilometer entfernt von Bielefeld. Hier kann sich die ältere Generation weiterbilden und ihr bereits erworbenes Wissen im akademischen Rahmen erweitern. Rund 35 Studierende, jeweils zwischen 50 und 80 Jahre alt, haben sich bisher für die in insgesamt sechs Trimester aufgeteilte Lehrphase eingeschrieben. An der Uni absolvieren sie nun ein Kontrastprogramm zu ausgedehnten Spaziergängen, Reisen und Hobbys.

In dem zweijährigen Studium Generale, das in je siebenwöchige Module gegliedert ist, widmen sich die wissbegierigen Ruheständler Fächern wie Geschichte, Gesundheitswissenschaften, Politik, Theologie, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaft, Kunst und Musik. Donnerstags und freitags ist Anwesenheitspflicht. Ansonsten gilt Eigeninitiative, Gruppenarbeit und Fernstudium.

Träger der Senioren-Uni ist das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft Ostwestfalen-Lippe (ZIG) in Bielefeld, das eng mit der Universität Bielefeld zusammenarbeitet. Dort werden den jung gebliebenen Studierenden auch Zertifikate für abgelegte Abschlussprüfungen ausgestellt. Bewerben können sich Senioren ab 50, die Berufserfahrung oder andere praktische Erfahrungen vorweisen können. Das Abitur ist nicht erforderlich. Kostenlos ist das Senioren-Studium leider nicht. Insgesamt fallen für jeden Studenten Gebühren in Höhe von 1.200 Euro pro Jahr an.

Die neue Senioren-Universität, die sich nicht nur als attraktive Selbstverwirklichung im Alter versteht, ist von der gesellschaftlichen Bedeutung ihres Angebotes überzeugt. Geplant ist auch ein einjähriges Studium zum "Senior Consultant", das für die spätberufliche Phase qualifizieren soll. Denn etliche der dynamischen Jungsemester haben vor, ihr zertifiziertes Fachwissen als Berater in Unternehmen der freien Wirtschaft einzubringen.
Weitere Informationen im Internet zu der Senioren-Uni finden Sie hier [externer Link]


Senioren-Studium an anderen deutschen Universitäten
Da das so genannte "ordentliche Vollstudium" an Uni oder Fachhochschule viel Zeit in Anspruch nimmt und an einen entsprechenden Schulabschluss gebunden ist, nutzen die meisten Senioren das Gasthörer-Studium. Es ist nicht auf Prüfungen oder Abschlüsse ausgerichtet und wird von den Studierenden selbst geplant. Die Gebühren betragen je nach Universität und Anzahl der Wochenstunden zwischen zirka 40 und 240 Euro pro Semester. Für das Senioren-Studium gibt es allerdings kein einheitliches Modell in Deutschland. Unter den Begriff fallen ganz unterschiedliche, zusätzliche Bildungsangebote für Ältere.

Deshalb unser Tipp: Wer sich für ein Senioren-Studium oder die Gasthörerschaft an deutschen Universitäten und Hochschulen interessiert, bekommt Informationen beim Akademischen Verein der Senioren in Deutschland.
Weitere Informationen auf der Internetseite des Vereins finden Sie hier [externer Link]

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