Tipps zur Drahtesel-Pflege
Frühjahr: Das Fahrrad fit fürs Radeln machen
Jedes Jahr lockt die Frühlingssonne wieder mehr Fahrradfahrer auf die Straßen. Aus gutem Grund: Vor allem in Städten ist das Rad oft das schnellste und kostengünstigste Fortbewegungsmittel. Dazu schont Rad fahren die Umwelt und ist gut für die Gesundheit. Der Frühling ist beste Gelegenheit, um für die täglichen Wege wieder vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen. Das verbessert die eigene Fitness und lässt Winterpfunde purzeln.
Doch vor dem Durchstarten auf Straßen und Fahrradwegen sollte man einige Tipps des ökologischen Verkehrsclubs VCD beachten, die zeigen, wie man seinen Drahtesel fit für das Frühjahr macht.
Der Frühjahrs-Check fürs Rad
Nach der kalten Wintersaison soll das Fahrrad in jedem Fall alljährlich gründlich gewartet werden - egal ob das gute Stück über den Winter im Keller stand oder im Einsatz war. Denn Schnee und Streusalz setzen jedem Fahrrad zu. Regelmäßige Pflege erhöht hingegen die Lebensdauer jedes Stahlrosses. Für die Wartung bietet sich ein Besuch beim Fahrradhändler oder der Frühjahrs-Check in Eigenregie an. Allen, die ihr Rad selbst versorgen möchten, empfiehlt der VCD folgende Vorgehensweise:
- Zuerst sollte das Fahrrad mit einer Bürste oder auch mit
Seifenlauge gründlich gereinigt werden. Hochdruckreiniger sind wegen der Lager
tabu. Vor allem Kette und Zahnkränze sowie Laufräder, Bremsen und Reflektoren
müssen gründlich gesäubert werden. Bei Bedarf müssen sie von Rost befreit
werden. Reinigungssets mit diversen Spezialbürsten helfen dabei, bis in die
letzten Winkel zu gelangen.
- Im Anschluss ist es wichtig, Zahnkränze und die Kette mit
speziellem Kettenfett oder -öl zu versorgen und insbesondere bei Felgenbremsen
die Alu-Felgenflanken mit Brennspiritus zu reinigen.
- Verhärtete Bremsbeläge und mürbe gewordene Bremsgummis
müssen ausgetauscht werden.
- Ein sauberer Rahmen und vor allem Reflektoren sehen nicht
nur besser aus, sondern erhöhen die Sichtbarkeit. Beschädigte oder verloren
gegangene Reflektoren sollten deshalb unbedingt ersetzt werden, um mit dem
Fahrrad auch in der Dunkelheit schon von weitem für andere Fahrzeuglenker
erkennbar zu sein.
- Auch die Beleuchtung und die Klingel sind vor der ersten
Frühlingsfahrt auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen und - wenn notwendig
- instand zu setzen, um mit dem Fahrrad zu jeder Zeit für andere
Verkehrsteilnehmer sicht- und hörbar zu sein. Eine funktionierende Lichtanlage
ist zudem gesetzlich vorgeschrieben.
- Als Nächstes folgte die Überprüfung von Bremsen und Schrauben.
Sämtliche Schrauben am Fahrrad müssen nachgezogen werden, inklusive aller
Anbauteile wie Schutzbleche und Gepäckträger. Regelmäßig müssen auch die
Bremsklötze untersucht werden. Denn durch zu stark abgenutzte Bremsbeläge kann
sich die Bremswirkung verringern und werden die Felgen verschlissen.
- Nun müssen die Reifen auf Risse kontrolliert, der Luftdruck mindestens monatlich überprüft werden. Dabei sollte auch darauf geachtet werden, ob das Profil noch ausreicht. Ein höherer Luftdruck verringert den Rollwiderstand und macht das Fahren leichter, dafür allerdings auch etwas holpriger. Werden neue Reifen nötig, ist es sinnvoll, in pannensichere Ausführungen zu investieren - so hat man nicht bei jedem Glassplitter direkt einen "Plattfuß" zu befürchten.
Schließlich weist der VCD alle Autofahrer darauf hin, dass nach dem Winter wieder mit einer sprunghaft steigenden Zahl von Fahrradfahrern auf Straßen und Fahrradwegen zu rechnen ist. Erhöhte Aufmerksamkeit und rücksichtsvolles Verhalten sollten deshalb für alle Verkehrsteilnehmer eine Selbstverständlichkeit sein.
- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: VCD




