Mittwoch, 22. November 2017
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Vor allem den Rücken schonen

Gesundes Radfahren: Worauf man achten sollte

FahrradRadfahren ist neben Schwimmen die gesündeste Sportart. Beim Fahren werden nahezu alle Muskelgruppen trainiert und sowohl Lunge als auch Herz rhythmisch belastet. Kein Wunder also, dass Radfahren so beliebt ist: Schätzungen zu Folge radeln etwa 30 Millionen der Bundesbürger regelmäßig. Damit das Radfahren aber tatsächlich die Gesundheit fördert und nicht belastet, sollte man auf einige Dinge achten.

Ein Vorteil des Radelns gegenüber dem Joggen ist, dass das Körpergewicht auf den Rädern ruht. So können die Gelenke bewegt und trotzdem geschont werden. Eine Belastung kann das Radfahren allerdings für die Wirbelsäule sein: Die Halswirbelsäule wird oft überstreckt und die tiefe Rückenpartie um die Lendenwirbelsäule gebeugt.

Empfehlungen für rückenverträgliches Radfahren

Sattel, Lenker und Pedale müssen so zueinander positioniert werden, dass eine rückengerechte Sitzhaltung möglich ist. Um eine aufrechte Sitzposition zu erreichen, sollten die Lenkergriffe etwa 20 Zentimeter höher sein als die Satteloberkante. Für die Rahmenhöhe gilt als Empfehlung: Innenbeinlänge abzüglich 25 Zentimeter. Die Entfernung von der Sattelspitze bis zur Lenkermitte sollte ungefähr drei Fingerbreit größer sein als die Länge des Unterarms vom Ellenbogen bis zur Fingerspitze.

Ein Tipp für Senioren: Wer nicht mehr so leicht auf- und absteigen kann, sollte bei der Rahmenform einen niedrigen Durchstieg wählen.

Das Pedal

Die beste Kraftübertragung und die geringste Fuß- und Kniebelastung hat man, wenn der Fußballen genau über der Pedalachse steht. Außerdem soll der Fuß senkrecht auf das Pedal drücken. Beim Anfahren sollte ein kleiner Gang oder eine Schaltung mit niedriger Übersetzung gewählt werden. Der Pedaltritt sollte kein schwerer Kraftakt sein. Je flüssiger und gleichmäßiger Sie in die Pedale treten, umso schonender für Gelenke und Wirbelsäule.

Der Lenker

Achten Sie auf eine einstellbare Lenkerhöhe und -neigung, damit das Gewicht des Oberkörpers auf dem Gesäß und nicht auf Händen und Handgelenken ruht. Für die richtige Lenkerbreite sollen die Arme leicht angewinkelt und die Hände eine, maximal zwei Handbreit rechts und links der Schultern auf dem Lenker liegen. Anatomisch geformte Griffe mit Stoßdämpfereigenschaften tragen zur Vermeidung von Stößen und Druck auf Nervenwurzeln bei. Falsche Handgelenkstellungen können Störungen der Nerven hervorrufen. Wenn Höhe und Form des Lenkers nicht stimmen, kann es zu Rücken- und Nackenschmerzen kommen.

Die Federung

Wer viel über Feldwege oder Kopfsteinpflaster fährt, sollte über ein besonders gefedertes Rad nachdenken. Denn solche Stoßbelastungen können der Wirbelsäule schaden. Optimal ist eine Vollfederung, bei der statt der Sattelstütze das Heck des Rades gefedert ist. Die Vollfederung reduziert die Vibrationen am Rad, Gelenke und Rücken werden so optimal vor Stößen geschützt.

Und schließlich, auch wenn es zunächst gewöhnungsbedürftig ist: Denken Sie auch an Ihren Kopf und schützen Sie ihn mit einem Helm.




- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle und Foto: DGK / MSL

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