Montag, 26. Oktober 2020
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Gesunde Freizeitgestaltung

Länger leben mit Sport und Tagesschau

Radfahrer in der StadtImmer wieder nehmen wir uns vor, unser Leben ein bisschen gesünder zu gestalten: uns besser zu ernähren, Sport zu treiben und sich das eine oder andere Laster abzugewöhnen. Oft bleibt es bei den guten Vorsätzen, denn die Schwelle zum "Guten" scheint so hoch, dass man es gar nicht erst anpackt. Derart Verzagte haben nun, zumindest im Hinblick auf Sport, keine Ausrede mehr.
Eine Studie aus Taiwan hat gezeigt, dass schon ein minimaler regelmäßiger Einsatz gravierende Vorteile bringt. Genauer gesagt: Schon 15 Minuten moderates körperliches Training am Tag - das entspricht der Dauer einer Nachrichtensendung im Fernsehen - steigert die Lebenserwartung um durchschnittlich drei Jahre.


Zu dem Ergebnis kam Chi Pang Wen vom National Health Research Institute in Zhunan/Taiwan. Er hatte Zugriff auf die Daten von 416.175 Personen, die im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen genau zu ihren Lebensgewohnheiten befragt wurden. Die Befragten wurden rund acht Jahre nachbeobachtet. Ergebnis: Es gibt einen dosisabhängigen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und einer verminderten Sterblichkeit.

Kleine Dosis an Bewegung senkt Sterberisiko und Krankheitsrisiken

Ähnliche Kurven haben auch Beobachtungsstudien in westlichen Ländern ergeben - was zu der allgemeinen Empfehlung geführt hat, sich täglich 30 Minuten körperlich zu betätigen und dies fünf Mal in der Woche. Allerdings schaffen dies hierzulande nur wenige. Auch die Hälfte der in der taiwanesischen Studie Beobachteten waren körperlich inaktiv. Nur ein Viertel hielt sich an die Empfehlungen. Ein weiteres Viertel war im Durchschnitt nur etwa 15 Minuten am Tag in nennenswerter körperlicher Bewegung.

Neu an den Ergebnissen des taiwanesischen Forschers ist, dass bereits diese geringe Dosis an Aktivität ausreicht, um das Sterberisiko zu senken: Die Gefahr, an Krebs zu sterben, verringerte sich um 10 Prozent und die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben um 20 Prozent. Insgesamt war damit die Sterberate bei denen, die 15 Minuten am Tag sportlich aktiv waren, um 14 Prozent geringer als bei denen, die gar keinen Sport trieben. Frauen können mit diesem "Niedrigdosis-Sport" ihre Lebenserwartung um etwa drei Jahre steigern, Männer um etwa zweieinhalb Jahre.

Alltagstaugliches Fitnesstraining: Sport und Tagesschau

Wie kann man diese kleinen Sporteinheiten im Alltag unterbringen? Wahrscheinlich ist das gar nicht schwer. Überprüfen Sie doch mal Ihren normalen Tagesablauf, ob Sie nicht hier und da eine kleine Trainingseinheit einschieben können. Ein paar Beispiele:

  • Fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit und geben Sie dabei, vor allem auf der Rückfahrt, ruhig ein bisschen "Gas".
  • Gehen Sie zu Fuß, wann immer es geht, auch mal zügig.
  • Machen Sie 15 Minuten Gymnastik, am besten gleich morgens.

Sie kriegen das nicht hin und die Tagesschau wollen Sie auch nicht verpassen? Kein Problem: Besorgen Sie sich ein Ergometer und verbringen Sie die Nachrichtensendung radelnd vor dem Fernseher!



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quellen: DGK / Foto: fotolia.com

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