Tipps für Drahtesel-Besitzer
Mit dem Fahrrad sicher durch den Winter strampeln
Wie kommen Radfahrer sicher durch den Winter? Am Besten bei Eisglätte oder viel Schnee das Fahrrad stehen lassen, zu Fuß gehen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren! Wer aber auch in den Wintermonaten nicht auf sein Fahrrad verzichten will oder kann, der sollte einige Sicherheitshinweise beachten.
Hier einige nützliche Tipps von Experten der gesetzlichen Unfallversicherung für das Fahrradfahren im Winter:
Ein Muss - die gründliche Wartung des Fahrrads
Das Fahrrad sollte sich in einem gut gewarteten Zustand befinden. Dazu gehören intakte Bremsen, eine ausreichende Beleuchtung und Reifen mit dem richtigen Profil. Auch auf folgende Punkte sollten Fahrradfahrer achten:
- Gute Sichtbarkeit ist entscheidend für die Sicherheit. Bei Feuchtigkeit sind Nabendynamos den herkömmlichen Dynamos, die auf den Reifen drücken, deutlich überlegen. Effektiv sind Leuchten mit eingebauten Kondensatoren. Sie geben auch noch Licht, wenn das Rad steht.
- Ebenso wichtig sind Reflektoren oder Reflexstreifen. Das Rad muss - zum Beispiel an Pedalen, Reifen oder Speichen - damit ausgestattet sein. Das Gleiche gilt für die Kleidung der Radfahrer: Reflektierende Materialien können in den Stoff eingelassen sein, man kann aber auch entsprechende Klettbänder oder Sicherheitswesten tragen.
- Die
Bremsen sollten bei Kälte und Nässe regelmäßig überprüft werden, ebenso
wie die Kette. Diese muss gut gepflegt werden, um der Witterung zu
widerstehen. Dazu eignet sich dünnflüssiges synthetisches Kettenöl, das
tröpfchenweise auf die Röllchen gegeben wird
- Um einen
guten Fahrbahnkontakt zu haben, empfehlen sich im Winter Reifen mit
ausgeprägtem Profil. Noch mehr "Bodenhaftung" bekommen die Fahrer, wenn
sie zusätzlich den Reifendruck geringfügig vermindern.
Ein wichtiger Sicherheitsfaktor - die Fahrweise des Radfahrers
Auch der Fahrstil des Radfahrers kann erheblich zur Sicherheit beitragen. Das sollte man beachten:
- Geschwindigkeit den Witterungsverhältnissen anpassen, Abstand halten, in Kurven weder treten noch bremsen.
- Den
Sattel etwas niedriger stellen, dann kann man bei rutschigem
Straßenbelag, mit den Beinen stabilisieren, abbremsen und "ausfahren".
- Vorsichtig
bremsen und eher mit der Hinterradbremse als mit der Vorderradbremse. Das
Vorderrad blockiert bei geringer Bodenhaftung schneller.
- Bei plötzlicher Eisglätte auf keinen Fall hart bremsen oder ruckartige Bewegungen mit dem Lenkrad machen.
Gesund Rad fahren mit der richtigen Kleidung
Bei Minustemperaturen und Erkältungswetter stellt sich auch die Frage nach der richtigen Kleidung:
- Bewährt hat sich das
"Zwiebelprinzip". Da der Körper beim Fahren viel Eigenwärme produziert,
ist es besser, mehrere dünne Kleidungsschichten anstatt einer dicken
anzuziehen. Die Luftschichten zwischen den Stoffbahnen wirken wie eine
Isolierung. Das Kleidungsstück, das auf der Haut liegt, sollte die
Feuchtigkeit von der Haut wegtransportieren.
- Hände,
Ohren und Füße sind besonders frostempfindlich. Bei extremer Kälte
helfen Fell-Fäustlinge, Mütze oder Stirnband, Wollsocken und winddichte
Schuhe.
- Ein Helm sollte auch im Winter nicht fehlen. Er lässt sich auch über einer Mütze oder einem Stirnband befestigen.
Kostenlose Broschüre "Das sichere Fahrrad"
Weitere Informationen bieten die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen in der Broschüre "Das sichere Fahrrad" im Rahmen der Präventions-kampagne "Risiko raus!"
Fahrrad-Broschüre im Internet lesen, ausdrucken oder auf dem PC abspeichern ...
- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: Kampagne "Risiko raus"
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/rr-sicheres-fahrrad.pdf




