Outdoor-Navis und Smartphone-Apps
Moderne Navigationsgeräte für Radler und Wanderer
Immer noch benutzen Wanderer und Radfahrer meistens Karten auf Papier als Streckenmaterial. Spezielle Outdoor-Navis (outdoor = engl. für draußen) und Smartphone-Apps (Appliktionen/
Anwendungen für sogenannte Smartphones - Mobilfunktelefone mit erweitertem Funktionsumfang) könnten das ändern.
Dreh- und Angelpunkt bei der grundsätzlichen Entscheidung für eine dieser Navigationslösungen sind das Kartenmaterial und die gewünschte Funktionsvielfalt, schreibt das Computermagazin c't in seiner Juni-Ausgabe 14/2011.
Outdoor-Navis - meistens gut, aber teuer
Gewöhnliche Navigationsgeräte führen einen Radfahrer gerne auch mal über die Bundesstraße. Kleine Wege durchs Grüne oder gar Wanderwege in den Bergen sucht man meistens vergebens. Spezielle Outdoor-Navis punkten hier mit weitaus besseren Ortskenntnissen. Sie sind außerdem spritzwassergeschützt und bringen häufig eine Halterung fürs Fahrrad mit. Manche integrieren auch problemlos externes Kartenmaterial und Routen aus dem Internet. Allerdings sind die Preise mit 220 bis über 500 Euro äußerst happig.
Smartphone-Apps - sehr günstig, aber empfindlich
Wer bereits ein Smartphone besitzt, kann mit günstigen Navi-Apps viel Geld sparen. Für Geräte mit einem Android-Betriebssystem gibt es auch eine große Auswahl an kostenlosen Anwendungen. Das Kartenmaterial kommt idealerweise von dem Internetprojet "OpenStreetMap", eine Art Wikipedia für Karten, wo jeder interessierte Internetnutzer Wege, Straßen und Informationen einzeichnen kann. Gerade in dicht besiedelten Gebieten ist das Kartenmaterial dieses kostenfreien Projekts, zu dem viele Menschen mit ihrem Wissen beitragen, kommerziellen Angeboten weit überlegen, schreibt c't.
Während die meisten Navi-Apps für Smartphones schlicht die kürzeste Strecke raussuchen, berechnen spezielle Rad-Routenplaner im Netz besser auf Radler zugeschnittene Strecken. Im Internet findet sich eine kaum überschaubare Menge an sogenannten GPS-Tracks - nutzergenerierte Beschreibungen schöner Fahrradstrecken und Lauf- bzw. Wanderstrecken. Man filtert nach Region, Fortbewegungsmittel und Distanz, entscheidet sich für einen Track und lädt diesen im passenden GPS-Format auf sein Smartphone.
Bei der Akkulaufzeit sowie der Stoß- und Wasserempfindlichkeit können die Smartphone-Lösungen mit den Outdoor-Navis allerdings nicht mithalten - da haben die Spezialisten der Navi-Hersteller deutlich die Nase vorn, betont das Magazin c't.
- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: c't - Heise Medien Gruppe




