Dienstag, 16. September 2014
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Tanzen hebt die Stimmung und macht fit

Salsa, Tango oder Walzer - gesund in jedem Alter

TanzpaarEins, zwei, Wiegeschritt: Tanzen ist nicht nur Kommunikation, sondern beeinflusst wesentlich Körper und Psyche. Wer tanzt, gewinnt auf der ganzen Linie: Nicht nur die Bein-, Rücken- sowie Arm- und Schultermuskulatur werden gestärkt, sondern auch Feinmotorik, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination werden gefördert. Der Körper wird beweglicher, das Körpergefühl besser. Dies wirkt sich positiv auf die Haltung aus - im Zeitalter der vorwiegend sitzenden Tätigkeiten enorm  wichtig. Beim Tanzen steigt der Sauerstoffanteil im Blut, Herz und Kreislauf kommen in Schwung.

Therapeuten nutzen dies schon lange. Musik und Tanz beeinflussen Stimmung, Herzschlag, Blutdruck, Atemrhythmus, Immunsystem und Gehirnströme positiv. Beim Tanzen werden weniger Stresshormone gebildet, und das Glückshormon Endorphin wird ausgeschüttet. Das löst körperliche und seelische Spannungen. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt, die geistige Vitalität steigt. Tanz kann beflügeln, die Leistungsfähigkeit erhöhen und sogar Schmerzen lindern.

Tanzen für geistige und körperliche Fitness
Studien belegen: Tanzen ist eine wirksame Vorsorge gegen geistigen Verfall und Demenz. Denn auf der Tanzfläche werden Gleichgewicht, Orientierungssinn sowie Anpassungs- und Improvisationsfähigkeit trainiert. Alles Eigenschaften, die das Gehirn braucht, um im Alter fit zu bleiben. Dass Tanzen vor allem Senioren Vorteile bringt, zeigt ein Langzeitversuch der Universität Surrey in Großbritannien: 40 Frauen und Männer im Alter zwischen 70 und 90 Jahren nahmen mehr als drei Jahre an einem Tanzprogramm teil. Das Ergebnis: Sie entwickelten nach und nach mehr Freude am Tanzen und am Leben insgesamt. Außerdem wurden sie körperlich wesentlich mobiler.

Tango als Beziehungskitt
Eine Untersuchung der Psychologin Cynthia Quiroga Murcia belegt: Tanzen macht nicht nur fit und glücklich, sondern auch sexy. Es beeinflusst die Ausschüttung von Stress- und Sexualhormonen. So das Ergebnis ihrer Doktorarbeit an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. Bei 22 Tanzpaaren ermittelte die Kolumbianerin vor und nach dem Tango mittels Speichelproben den Hormonstatus. Die Wissenschaftlerin fand heraus, dass Tango das Stress-Hormon Cortisol reduziert, während der Testosteron-Spiegel (bei Männern und Frauen) ansteigt.

Die messbaren positiven Ergebnisse führt Cynthia Quiroga Murcia nicht nur auf die Bewegung, sondern auch auf die Musik und den Körperkontakt mit dem Tanzpartner zurück: Die Reduktion von Cortisol sei vor allem der Musik zu verdanken, während die Ausschüttung von Testosteron auf die Berührung und die Bewegung mit dem Partner zurückgeht. Treffen alle drei Faktoren zusammen, sind die positiven hormonellen und emotionalen Reaktionen am stärksten. Laut Goethe-Universität bestätigt sich damit die empirische Erkenntnis von Paartherapeuten, die Tango-Tanzen schon seit einigen Jahren dazu einsetzen, verfahrene Beziehungen zu retten.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: DGK

 

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