Sonntag, 21. Januar 2018
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Wissenschaft

Studie: Yoga und Meditation können Gehirn jung halten

BuddhaDie Ergebnisse der Studie eines deutsch-amerikanischen Wissenschaftler-Teams legen nahe, dass Yoga und Meditation die negativen Effekte von Alterung auf Intelligenz und Gehirn verringern können. Sind diese beiden gesunden Freizeitbetätigungen also ein wahrer Jungbrunnen auch noch im fortgeschrittenen Alter?

Mit zunehmendem Alter lassen unsere Hirnfunktion und unsere kognitiven Fähigkeiten nach. Dazu gehört auch die sogenannte "fluide" Intelligenz, die für das Lösen neuartiger Aufgaben benötigt wird und mit steigendem Alter abnimmt. Ein Team von Forscherinnen und Forschern der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Charité in Berlin und verschiedener US-amerikanischer Universitäten hat sich mit dieser wichtigen Art von Intelligenz beschäftigt und die Ergebnisse im Frühjahr 2014 veröffenticht.

Das wichtigste Ergebnis: Bei der Gemeinschaftsstudie wurde festgestellt, dass die fluide Intelligenz bei erfahrenen Yoga-Praktizierenden und Meditierenden weniger schnell abnimmt als bei vergleichbaren Personen ohne diese Praxis, aber mit gleicher Bildung und einem vergleichbar gesunden Lebensstil.

Meditierende und Yoga-Übende zeigen besseren Informationsfluss

Die Wissenschaftler untersuchten mit einer neuartigen Methode, wie der Informationsfluss zwischen den verschiedenen Hirnregionen organisiert ist. Dazu wurde die Hirnaktivität von 16 Yoga-Übenden, 16 Meditierenden und 15 Kontrollteilnehmern während des Ruhezustands mittels Magnetresonanztomographie gemessen. Anschließend wurde der Informationsfluss zwischen 116 verschiedenen Hirnregionen analysiert - das ist so, als ob man versuchen würde, in einer Gruppe von 116 Personen festzustellen, wer mit wem spricht und wie viel. Dabei stellte sich heraus, dass die Meditierenden und Yoga-Übenden einen insgesamt effizienteren Informationsfluss hatten als die Kontrollgruppe. Die Informationen zwischen verschiedenen Hirnregionen wurden besser verarbeitet und eingeordnet.

Widerstandsfähigkeit gegen Schädigungen größer

Diese Entdeckung passt zu der Tatsache, dass sowohl jüngere als auch intelligentere Menschen Hirnnetzwerke haben, in denen verschiedene Informationen besser integriert werden. Zudem stellte das  Forscher-Team fest, dass die Hirnnetzwerke der Meditierenden und Yoga-Übenden eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber simulierten Schädigungen hatten. Denn selbst wenn die wichtigsten Hirnregionen aus der Analyse ausgeschlossen wurden, war der Informationsfluss in dem verbleibenden Netzwerk immer noch effizient.

Diese Befunde weisen den Wissenschaftlern zufolge darauf hin, dass Menschen, die Yoga und Meditation praktizieren, damit negative Alterungseffekte auf ihre Intelligenz und ihr Gehirn verringern könnten: "Es ist faszinierend, dass Yoga und Meditation uns vielleicht dabei helfen können, intelligent zu bleiben und unser Gehirn jung und effizient zu halten", so Tim Gard, einer der Studienautoren an der Justus-Liebig-Universität Gießen.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: 2014, Bender Institute of Neuroimaging der Justus-Liebig-Universität Gießen

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