Donnerstag, 05. Dezember 2019
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Das kunterbunte Weihnachts-ABC

Wissenswertes zur Advents- und Weihnachtszeit

Schneemann und TannenbaumWissen Sie, wann der Adventskranz erfunden wurde, auf welchen Brauch die Bescherung zurückgeht, seit wann es den Christbaum gibt?

Oder wann Weihnachtslieder wie "Ihr Kinderlein kommet...!" und "O du fröhliche…" entstanden sind und warum alle Rauschegoldengel Anna heißen?

Ihnen fehlt noch ein Rezept für Zimtsterne?

Unser aufschlussreiches Weihnachts-ABC verrät Ihnen die Antworten auf all diese Fragen und noch viel mehr Wissenswertes und Nützliches rund den Advent und das "Frohe Fest".




Adventskranz

So wie wir ihn heute kennen, gibt es ihn erst seit knapp hundert Jahren. Seine Ursprünge gehen auf die "corona" (Krone) der alten Griechen und Römer zurück, mit der sie den Sieger in Wettkämpfen bekränzten. Die Christen haben diese "Krone" als Kranz zur Ehrung des Christkindes übernommen. Weiterer Vorläufer ist das Sonnenrad, mit dem die alten Römer am 25. Dezember den Geburtstag ihres Sonnengottes feierten und mit Zweigen umwundene, brennende Räder die Berge herunterrollten.


Bescherung

Auch ein Brauch, der auf die Römer zurückgeht. In manchen Gegenden Italiens wird daher heute noch erst im neuen Jahr beschert. Die Geschenke bringt die Hexe Befana. Das ist die volkstümliche Bezeichnung für "Epiphanie", die Erscheinung des Herrn am Dreikönigentag. Das Wort "Bescherung" verwendete man früher für das von Gott Gegebene. Da bei uns die Kinder am Geburtstag des Christkindes ihre Geschenke bekommen, erhalten sie sozusagen göttliche Gaben. Die Erwachsenen bescheren sich übrigens erst seit dem 18. Jahrhundert.


Christbaum

Ihn gibt es seit dem 16. Jahrhundert. Er kommt aus dem Elsass, und man schmückte ihn zunächst mit Äpfeln und goldenen Nüsse, mit Papierrosen und Zuckerzeug. Ab 1850 wurde der Christbaum mit bunten Kugeln und anderem Glasschmuck, mit Blumen und Sternen dekoriert. Um 1900 nahm man gern Engelshaar, Lametta, silberne Tannenzapfen, Watte und Salzbelag. So sah der Christbaum aus, als käme er verschneit als dem Wald.


Dekoration

Keine andere Festvorbereitung im Jahr ist mit soviel Freude am Dekorieren verbunden. Adventskalender und Adventskranz, Tür- und Tischschmuck, Fensterdekorationen gehören ebenso in diese Zeit wie das Basteln ganz persönlicher Grußkarten und Geschenkverpackungen.


Engel

Alle Rauschgoldengel heißen Anna - nach dem früh verstorbenen Kind eines Nürnberger Handwerksmeisters. Er kam über den Verlust nicht hinweg. Da erschien ihm das kleine Mädchen im Traum in einem goldenen Kleid mit plissiertem Rock, auf dem Kopf die Haube der alten Nürnberger Tracht. Statt der Arme wuchsen ihm Flügel. Am nächsten Morgen arbeitete der Vater das Traumbild nach. Aus Rauschgold (das ist dünn gewalztes Messingblech) machte er das Kleid und die Haube. Und so werden diese Engel seit 300 Jahren auf dem Nürnberger Christkindlsmarkt - und anderswo - verkauft oder nachgebastelt.


Frohes Fest

Weihnachten ist ein fröhliches Fest - besonders, wenn es mit Kindern gefeiert wird. Es könnte etwa so ablaufen:

Weihnachten ist ein fröhliches Fest - besonders, wenn es mit Kindern gefeiert wird. Es könnte etwa so ablaufen:

  • Lichter am Christbaum anzünden,
  • mit Glöckchenläuten ins Zimmer bitten,
  • einstimmen mit leiser Musik, dabei Kerzen anzünden,
  • gemeinsames Lied singen, sich dazu die Hände reichen,
  • die Weihnachtsgeschichte erzählen oder vorlesen.
  • Schlusslied und Bescherung.
  • Festliches Essen.

 

Glocken

Um 500 benutzten irische Mönche zum ersten Mal Handglöckchen im Gottesdienst. Seitdem gehören Glocken zu Messfeiern und anderen festlichen Anlässen dazu.


Heiliger Abend

Am Nachmittag vor dem Heiligen Abend sind Kinder ungeduldig. Damit ihnen die Zeit nicht zu lang wird, könnte man

  • einen alleinstehenden Menschen besuchen,
  • Szenen zur Weihnachtsgeschichte malen, die dann abends beim Lesen oder Vortragen gezeigt werden,
  • gute Wünsche für die Nachbarn malen und basteln und vor deren Tür legen,
  • Vorlesen aus einem Weihnachtsbuch.

Ist es schließlich soweit und die Bescherung ist endlich herangekommen, packt immer nur einer sein Geschenk aus und bedankt sich sofort. So können sich alle viel besser mitfreuen und der Dank geht nicht im allgemeinen Festtrubel unter.


"Ihr Kinderlein kommet…!"

Der Hofkapellmeister Johann Abraham Peter Schulz schrieb 1794 in Kopenhagen die Melodie - allerdings für ein ganz anderes Lied. Den Text dichtete erst 1811 der Dinkelsbühler Priester und Jugendschriftsteller Chrisoph Schmidt.


Julfest

Das ist das Weihnachtsfest der Skandinavier. Gestalten gehen um - die Julgeiß oder der Julbock.


Krippe

Die allererste Weihnachtskrippe soll der heilige Hieronymus im Jahr 386 erdacht haben. Von da an wurde es Brauch, in Kirchen und Klöstern zur Weihnachtszeit Krippe zu zeigen.


Luciatag

In Schweden erscheint am 13. Dezember die älteste Tochter des Hauses als Lucia (Licht-) Braut mit langem weißem Gewand und einem Kranz aus Preisselbeerzweigen auf dem Kopf. Auf dem Kranz sind brennende Kerzen befestigt. Die "Lussibrud" weckt die ganze Familie und serviert ihr das Frühstück ans Bett.


Marzipan

Seine Hauptzutaten sind Mandeln, Zucker und Rosenwasser. Seit altersher beliebt, galt es beinahe als sträflicher Genuss: Eine Ratsvorschrift von 1604 verbot Marzipanstücke, die mehr als zwei Reichsthaler kosteten. Die berühmtesten Hersteller saßen in Königsberg und Danzig, wo die Masse leicht gebacken und zum Schluss mit kandierten Früchten belegt wurde. Heute ist Lübeck die "Marzipanstadt".


Nikolaus

Bereits in alten Urkunden aus dem 17. Jahrhundert wird er als der große Kinderbescherer gefeiert. Die Zahl der Bräuche, die sich seitdem um den Heiligen ranken, ist unüberschaubar geworden.


"O du fröhliche…"

Ein sizilianisches Schifferlied lieferte die Melodie für das nach "Stille Nacht, heilige Nacht" beliebteste Weihnachtsleid in unseren Breiten. Von Johannes Daniel Falk (1768-1826), dem Erbauer eines Waisenhauses in Weimar, stammt der Text dazu.


Plumpudding

Der Plumpudding ist der traditionelle Festgenuss der Engländer. Es handelt sich um einen warmen, im Wasserbad gekochten oder gedämpften Pudding. Seine wesentlichen Bestandteile sind: Getrocknete Früchte, brauner Zucker, Sultaninen und Nierenfett.

Quengeln

Das tun Kinder um Weihnachten herum aus verschiedenen Gründen. Nach der Bescherung zum Beispiel wollen sie noch lange nicht ins Bett. In vielen Familien ist es daher üblich, dass die Kleinen am Weihnachtsabend so lange aufbleiben dürfen wie sie wollen.


Rodeln

Kommt aus dem bayrischen und bedeutet "Schlittenfahren". Das gehörte früher mit zum Weihnachtsspaß. Vielleicht spielt ja das Wetter in diesem Jahr wieder mit.


Stollen

Der berühmteste Christstollen wurde im Jahr1730 hergestellt - von einem Dresdner Bäcker für den Kurfürsten August den Starken. Der Stollen war etwa zehn Meter lang und verbrauchte unter anderem 360 Eier. Mit acht Pferden wurde er zum Festplatz gefahren. Die Messer zum Zerschneiden waren so groß wie Säbel.


Tanne

Das ist der Baum, der das ganze Jahr über grün ist. Schon bevor es das Christentum gab, holten die Menschen im Winter Tannenzweige ins Haus. Als Christbaum gibt es

  • die Fichte mit den kleinen Nadeln,
  • die Weißtanne, deren Nadeln weiße Streifen haben,
  • die Kiefer mit langen Nadeln,
  • verschiedene Edeltannen.

 

Überraschungskiste

Anstatt unter den Weihnachtsbaum kann man auch alle Geschenke in eine große Überraschungskiste legen. Für jeden Teilnehmer an der Bescherung gibt es ein Paket. Jedes Geschenk hat eine Nummer. Bei der Bescherung zieht jeder ein Los und erhält dafür das entsprechende Päckchen. Diese "Kiste" ist vor allem angebracht, wenn sich nur Erwachsene bescheren.


Vorbereitungen

  • Hetze und Stress, so gut es geht, vermeiden.
  • Nicht an allen Advents- und Weihnachtsfeiern teilnehmen.
  • Geschenke wenigstens zum Teil lange vorher einkaufen.
  • Gebäck und Süßigkeiten mal wieder selbst zubreiten. Rezeptbücher gibt es in Hülle und Fülle.
  • Der große Hausputz vor dem Fest muss auch nicht sein. Dann ärgert man sich auch weniger über ein Durcheinander nach den Festtagen.

 

Wünsche

Es gibt Kinder, die wünschen sich:

  • Warme Schuhe für kalte Tage,
  • eine Mama, die nicht immer traurig ist,
  • ein Spielzeug ganz für sich alleine.

Solche Kinder gibt es nicht nur in fernen Ländern, sondern immer mehr auch hier, bei uns.


X-mas

"Merry X-mas" - so steht es oft auf Weihnachtskarten aus Amerika. Das X steht für "Christ". Es ist der erste Buchstabe des griechischen Wortes christos.


Yin-Yang

Das chinesische Yin-Yang-Zeichen symbolisiert wie das christliche Kreuzzeichen das Verschmelzen von gegensätzlichen Kräften - Himmel und Erde; Zeit und Raum.


Zimtsterne

Für dieses klassische Weihnachtsgebäck nehme man:
400 g ungeschälte Mandeln, 4 Eiweiß, 1 Prise Salz, Saft einer halben Zitrone, 250 g Zucker, 4-5 Teelöffel Zimt. Die Mandeln fein mahlen. Den Zitronensaft mit den Eiweißen und dem Salz sehr steif schlagen, 5 Esslöffel davon beiseite stellten. Die Mandeln und den Zimt unter den restlichen Eischnee heben und 30 Minuten ruhen lassen. Auf der bemehlten Arbeitsfläche die Mandelmasse portionsweise ausrollen; Sterne ausstechen. Die Sterne auf einem mit Papier belegten Blech bei 150° 15 Minuten backen, mit dem übrigen Eischnee bestreichen und nochmals kurz backen.



© Irmgard Sellmann

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