Dienstag, 16. September 2014
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Geschlossene Fonds meiden

Ältere Menschen bei Geldanlagen oft falsch beraten

Spiel-WürfelNach einer im Frühjahr 2012 veröffentlichten Studie wurden im Vorjahr 5,75 Milliarden Euro in geschlossen Fonds angelegt. Fast die Hälfte der Anleger waren ältere Menschen über 60 Jahren und der Anteil der über 70-Jährigen war höher denn je. Dabei, so die Schutzvereinigung für Anleger, ist diese Anlageform für ältere Investoren absolut ungeeignet, da Risiken bis zum Totalverlust drohen.

Verantwortlich für diese Anlagefehler seien Beratungen von Geldinstituten und freien Anlageberatern.

Die einzige seit 15 Jahren regelmäßig veröffentlichte Untersuchung, die den gesamten Markt der geschlossenen Fonds in Deutschland analysiert, ist die Feri-Gesamtmarktstudie. Laut dieser Untersuchung wurden im Jahr 2012 rund 43,5 Prozent aller Beteiligungen an geschlossenen Fonds von Anlegern gezeichnet, die älter als 60 Jahre sind. Der Anteil derjenigen, die über 70 Jahre sind, lag mit 20,4 Prozent beziehungsweise 1,173 Milliarden Euro so hoch wie nie zuvor.

Geschlossene Fonds für ältere Anleger - eine risikoreiche Fehlberatung

"Viele ältere Menschen legen ihr Geld falsch an", kritisiert die Rechtsanwältin Angelika Jackwerth, Geschäftsführerin der Schutzvereinigung für Anleger. "Schuld ist die Beratungspraxis von Banken, Sparkassen und freien Vermittlern. Geschlossene Fonds sind für einen angenehmen Lebensabend denkbar ungeeignet, weil sie als unternehmerische Beteiligungen erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust unterworfen sind. Zudem sind sie mit hohen Kosten - teilweise zwischen 10 und 20 Prozent des investierten Kapitals - für die Auflage und den Vertrieb der Fonds belastet. Diese Kosten müssen erst einmal verdient werden!"

Außerdem besteht das Risiko, dass Ausschüttungen in großem Stile zurückgezahlt werden müssen. Diese schockierende Erfahrung machen beispielsweise aktuell im Jahr 2012 zahlreiche Anleger von Schiffs-, Immobilien- oder Lebensversicherungsfonds. Geschlossene Fonds seien daher, so Angelika Jackwerth, die "schlechteste Form der Altersvorsorge".

TIPP
Älteren Anlegern rät die Schutzvereinigung, immer darauf zu achten, dass ihre Anlagen nicht zu risikoreich sind, und dass sie darüber hinaus im Bedarfsfall immer über das Geld verfügen können.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: Schutzvereinigung für Anleger e. V./ Feri AG / Wikipedia

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