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Montag, 21. Mai 2012
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Was zu tun ist - im Urlaub oder Daheim

Beim Verlust der Bankkarte richtig reagieren

Brieftasche mit KreditkartenSonne, Strand, Urlaubsstimmung - und plötzlich ist die Bankkarte weg. Jeder fünfte Urlauber (18,5 Prozent) weiß nicht, was in diesem Fall zu tun ist. Das kann teuer werden, denn damit verschenken viele Urlauber wertvolle Zeit bis zur notwendigen Sperre der Karte. Das hat eine Umfrage Postbank Umfrage ermittelt.

9,2 Prozent der Befragten würden im Reiseland als erstes zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Anrufe bei der Familie, der Gang zur Hotelinformation oder zur Botschaft (zusammen 8,4 Prozent) sind weitere Reaktionen von Urlaubern, die ihre Bankkarte verloren haben oder Opfer eines Diebstahls wurden. Knapp ein Prozent weiß gar nicht, was zu tun ist.

Nur Kartensperre bei Hausbank verhindert Missbrauch
Doch nur eine Kartensperre bei der Hausbank kann den Missbrauch von Konto- oder Kreditkarte wirklich verhindern und Schaden vermeiden. Ist die Karte nicht auffindbar, sollte man als erstes die Karte sofort sperren lassen und erst danach zur Polizei gehen, um Anzeige zu erstatten. Denn nach Meldung des Verlustes bei seiner Bank haftet der Urlauber nicht mehr für einen eventuellen Schaden.

Einige Banken gewähren ihren Kunden einen besonderen Schutz: Sie sind auch in dem Zeitraum zwischen Verlust und Sperre der Bank- oder Kreditkarte von der Haftung für Schäden befreit, vorausgesetzt, sie handeln nicht grob fahrlässig und lassen die Karte umgehend sperren.

Gut vorbereitet auf den Ernstfall
Die Unsicherheit über das richtige Verhalten im Schadensfall ist groß, gerade wenn man sich in fremder Umgebung befindet. Viel beruhigter kann man in den Urlaub fahren, wenn man sich auch auf unangenehme Dinge vorbereitet - wie zum Beispiel den Verlust oder Diebstahl der Bankkarte. Im Notfall kann schon eine kleine Liste von Nummern helfen, die Ruhe zu bewahren:

Notfall-Liste für den Koffer

1. Nummer Girokonto
2. Kartennummer von Girocard, Kreditkarte, Sparcard
3. Rufnummern für die Kartensperre

Wenn es trotzdem einmal ernst werden sollte, ist es wichtig einen kühlen Kopf zu bewahren. Eine Checkliste mit genauen Handlungsanweisungen hilft, schnell und gezielt zu reagieren:

Checkliste für den Ernstfall

Im Urlaub
1. Karte sofort bei der Hausbank sperren lassen
2. Anzeige bei der Polizei erstatten. Kopie des Protokolls mitnehmen.
Zu Hause
3. Schadensunterlagen der Bank möglichst schnell ausfüllen und zurücksenden.
4. Kontoauszug oder Kreditkartenabrechnungen besonders aufmerksam prüfen.


Wichtige Rufnummern für Verlustmeldung und Sperrung

Sperren lassen können Sie Ihre Bankkarte:

  • vorzugsweise zu den Geschäftszeiten direkt bei Ihrem Kreditinstitut
    oder bei einer speziellen Sperr-Rufnummer Ihres Kreditinstituts.

  • unter der Sperr-Nummer - Telefon: +49 (0)1805 021021
    (0,14 EUR/Minute aus dem deutschen Festnetz, abweichender Mobilfunktarif).
    Dieser Sperr-Annahmedienst ist Tag und Nacht erreichbar.

  • oder unter der gebührenfreien Sperr-Notruf-Nummer - Telefon: +49 116 116
    Auch dieser Dienst ist Tag und Nacht erreichbar.
    Weitere Infos und eine Liste der teilnehmenden Kreditinstitute finden Sie hier ...

Bei Anrufen aus dem Ausland (Festnetz und Handy) liegen die genannten Gesprächsgebühren höher. Auch die gebührenfreie Sperr-Notruf-Nummer ist dann kostenpflichtig.

TIPP
Am besten speichern Sie die entsprechenden Sperr-Notrufnummern im Handy, dann müssen Sie im Notfall nicht lange suchen!



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quellen: Postbank AG, Servodata GmbH, kartensicherheit.de



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