Samstag, 17. November 2018
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Rentenversicherung

Die häufigsten Renten-Irrtümer

Euro-MünzenZahlreiche Gerüchte über die Rente halten sich hartnäckig, obwohl sie nicht stimmen. Selbst viele angehende Rentner sind sich hinsichtlich einiger wichtiger Sachverhalte, die ihre zukünftige Rente betreffen, nicht sicher. Hier ist für alle Interessierten eine Zusammenstellung der häufigsten Renten-Irrtümer.

Rentenberechnung

"Die letzten Jahre vor der Rente sind besonders wichtig" wird oft behauptet, ist aber falsch. Die Rentenhöhe berechnet sich aus allen bis zum Rentenbeginn zurückgelegten Rentenzeiten. Dabei werden die letzten Jahre genauso behandelt wie alle anderen Beitragsjahre.

Rentenantrag

"Die Rente kommt automatisch" ist eine weit verbreitete Meinung, aber falsch. Jede Rente muss beantragt werden. Bei allen Renten gibt es Fristen, innerhalb derer sie beantragt werden müssen, sonst verschenkt der künftige Rentner bares Geld. Altersrenten sollten spätestens drei Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn beantragt werden.

Rentenabschlag

"Die Abschläge bei den vorgezogenen Altersrenten enden mit dem 65. Geburtstag", diese Auffassung ist nicht richtig. Die Rentenabschläge bei einer vorzeitigen Altersrente gelten für immer - ein Leben lang. Selbst bei einer späteren Witwen- oder Waisenrente wirken sich diese Abschläge aus.

Die Frauen-Rente

"Alle Frauen können mit 60 Jahren in Rente gehen" heißt es häufig, entspricht aber nicht der Wahrheit. Frauen können wie Männer generell erst ab 65 Jahren in die Altersrente gehen, wenn sie mindestens fünf Jahre lang Rentenbeiträge gezahlt haben. Eine vorzeitige Altersrente ab 60 Jahren ist nur möglich, wenn eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sind. Welche das sind und wie viel Abschlag dann in Kauf zu nehmen ist, wissen die Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Für Männer - die Witwerrente

"Nur Frauen bekommen eine Witwen-Rente" - das stimmt schon seit 1986 nicht mehr. Denn seither werden Männer und Frauen gleich behandelt - können also auch Ehemänner eine Witwer-Rente erhalten. Generell bedeutet das für beide Geschlechter: Wenn die verstorbene Person bereits eine Rente bekommen hat oder bis zum Tod mindestens fünf Jahre Beiträge eingezahlt hatte, steht der/dem Hinterbliebenen in den ersten drei Monaten nach dem Tod eine Witwen- bzw. Witwerrente zu. Ab dem 4. Monat danach kann das Einkommen der/des Hinterbliebenen angerechnet werden.

Hinzuverdienst zur Rente

"Wenn ich in Altersrente bin, kann ich dazuverdienen so viel ich will" stimmt nicht ganz. Altersrentner, die schon 65 Jahre alt sind, können ab Beginn ihrer individuellen Regelaltersgrenze hinzuverdienen, soviel sie wollen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Bei jüngeren Rentnern gibt es aber Einschränkungen. Sie dürfen, wenn Sie ihre Rente in voller Höhe (nicht als Teilrente) erhalten, maximal 450 Euro im Monat hinzuverdienen. Dabei darf diese Grenze zweimal im Kalenderjahr überschritten werden auf das Doppelte - der Hinzuverdienst kann in zwei Monaten also bis zu 900 Euro betragen. Wer mehr hinzuverdient, dem wird die Rente gekürzt.

Selbstständige - Auszahlung Rentenbeiträge und Altersrente

"Als Selbstständiger kann ich mir meine Rentenbeiträge auszahlen lassen" wird immer wieder behauptet. Das ist nicht richtig - eine Auszahlung der Rentenbeiträge ist generell nicht möglich. Eine Ausnahme gibt es nur für gewisse Berufsgruppen, die eine eigenständige Altersvorsorge haben. Darunter fallen Selbstständige nicht; sie können sich die Beiträge erst mit 65 Jahren auszahlen lassen und das auch nur, wenn bis dahin keine fünf Jahre Rentenbeiträge eingezahlt wurden. Ansonsten bekommen sie eine reguläre Altersrente.

Rentenrechtliche Zeiten und Kontenklärung

“Alle rentenrechtlichen Zeiten der Versicherten werden automatisch an die Rentenversicherung gemeldet“ hört man häufig. Das stimmt nicht.

Wer in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert ist oder war, hat dort ein individuelles Rentenversicherungskonto. Darin werden die persönlichen Daten und alle rentenrechtlichen Zeiten erfasst wie Beitrags- und Ausbildungszeiten, Zeiten der Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Kindererziehungsleistungen. Die Deutsche Rentenversicherung kennt aber den exakten Versicherungsverlauf nicht und muss meist noch einiges erfragen.

Mit einem so genannten Kontenklärungsverfahren kann der Versicherte den Rentenversicherungsträger beispielsweise über seine Schul-, Studien- oder Kindererziehungszeiten informieren. Jeder Versicherte muss die Kontenklärung selbst beantragen. Die Deutsche Rentenversicherung ruft ihre Versicherten außerdem regelmäßig nach Jahrgängen verteilt dazu auf, zur Vervollständigung des Versicherungsverlaufes das Rentenkonto klären zu lassen.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus -
- Quellen: Deutsche Rentenversicherung Bund / LVA Rheinland-Pfalz

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