Sonntag, 23. September 2018
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Seniorengerechte Kriterien immer wichtiger

Expertentipps zum Kauf einer Immobilie als Geldanlage

Altbau-Haus mit EigentumswohnungWegen der anhaltend niedrigen Verzinsung vieler Geldanlagen und aus Sorge vor einer Inflation investieren Bundesbürger ihr Vermögen verstärkt in vermietete Wohnimmobilien. Doch nicht jedes Objekt eignet sich als gute Kapitalanlage.
Der Immobiliendienstleister PlanetHome AG hat einige wichtige Kriterien zusammengestellt, auf die Immobilienverkäufer und Kaufinteressenten hinsichtlich der Beurteilung einer Immobilie achten sollten.


Bewertungskriterium "Seniorentauglichkeit" gewinnt an Bedeutung

Die Menschen in Deutschland werden weniger, die Gesellschaft wird älter: Im Jahr 2060 ist laut Statistischem Bundesamt jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt und jeder Siebte mindestens 80. Diese Entwicklung der Bevölkerungsstruktur wird sich mittel- bis langfristig auf den Wohnimmobilienmarkt auswirken. Dachgeschosswohnungen ohne Lift, kleine Bäder, enge Türen, viele Treppen - all das sind Kriterien, die die Vermietbarkeit in Zukunft erschweren werden.

"Die Nachfrage nach barrierefreien und seniorentauglichen Immobilien wird steigen - einfach weil es irgendwann viel mehr ältere als jüngere Menschen gibt", sagt Ludwig Wiesbauer, Bereichsvorstand Immobilienvermittlung bei der PlanetHome AG. "Je mehr die Immobilie nutzen können, desto größer der potentielle Mieterkreis." Das bedeute zwar nicht, so der Fachmann, dass man nun gleich alles in einem Haus oder einer Eigentumswohnung umrüsten müsse. Jedoch solle man sich schon einmal an den Gedanken gewöhnen, dass sich zukünftig die Anforderungen an Immobilien ändern werden.

Den baulichen Zustand genau unter die Lupe nehmen

Ein entscheidendes Kriterium für die langfristige Ertragssicherung ist der bauliche Zustand eines Objekts. Wie Dach, Fassade, Fenster und sanitäre Einrichtungen beschaffen sind, hat maßgeblichen Einfluss auf die Vermietbarkeit sowie auf zukünftige Investitionskosten. Diese wiederum schmälern die Rendite. "Je besser der bauliche Zustand der Immobilie, desto weniger muss man hohe Reparatur- und Sanierungskosten fürchten", betont Wiesbauer. Allerdings gebe es auch Mängel wie Schädlingsbefall, Schimmel in der Wand oder alte Wasserrohre, die der Laie nicht auf den ersten Blick erkenne. Deshalb sei es wichtig, vor einem Kauf einen Experten hinzuzuziehen. "Dies gilt übrigens auch für Verkäufer", erläutert der Experte. "Denn wenn Eigentümer schon im Vorfeld die potenziellen Mängel ihrer Immobilie kennen, stehen sie bei Verkaufsverhandlungen eindeutig besser da."

Die Lage entscheidet maßgeblich über Vermietbarkeit und Preis

Einer der wichtigsten Punkte, die es zu beachten gilt, ist die Lage des Objektes. Denn die ist nicht veränderbar. Beim Kauf sollte man deshalb nicht nur auf eine gute Infrastruktur in der Umgebung, sondern zudem auf das Entwicklungspotenzial des Standortes achten. "Bestimmte Städte werden sich eines großen Zuzugs erfreuen, während einige Landstriche ausgedünnt werden. Das beeinflusst die langfristige Vermietbarkeit."

Wiesbauer geht davon aus, dass nicht nur die ohnehin beliebten Metropolen wie Hamburg, München oder Berlin zu den Gewinnern der demographischen Entwicklung gehören, sondern auch kleinere Städte im weiteren Umkreis der großen Metropolen. Denn wenn die Mietpreise steigen, werden sich viele dort nach bezahlbarem Wohnraum umsehen. Je höher die Wahrscheinlichkeit eines Bevölkerungswachstums an einem Standort ist, desto größer ist also auch die Chance, immer wieder gute Mieter zu finden. "Wer in einer eher strukturschwachen Gegend lebt, sollte deshalb mit einem Verkauf nicht zu lange warten, sondern lieber den derzeitigen Boom nutzen", rät der Immobilienexperte.

Unterschiede beim Kauf von Eigentumswohnung oder Haus

Zwar eignen sich Eigentumswohnungen und Häuser gleichermaßen als Kapitalanlagen, beides hat jedoch Vor- und Nachteile, die es vor einem Kauf individuell abzuwägen gilt. Wer eine Eigentumswohnung kauft, ist damit automatisch auch der betreffenden Wohnungseigentümergemeinschaft verpflichtet. Maßgebliche Änderungen, beispielsweise die Erneuerung der Fenster, können immer dann nur gemeinsam entschieden werden. "Das kann sehr mühsam sein", sagt Wiesbauer. Allerdings: Reparaturen finanzieren sich bei diesem Kaufmodell aus der Instandhaltungsrücklage. Ein Hausbesitzer entscheidet zwar alleine - aber für ihn wird ein marodes Dach schnell viel teurer als für eine Eigentümergemeinschaft, die monatliche Rücklagen bildet. Anleger sollten bei beiden Objektarten vor dem Kauf das Rendite-Risiko-Profil zumindest grob kalkulieren.

Immobilienverkäufer sollten wichtige Unterlagen griffbereit haben

Immobilienbesitzern rät Wiesbauer, alle wichtigen Unterlagen zu sammeln wie Grundbuchauszug, Baubeschreibung, Grundrisse, Nebenkostenabrechnung, Protokolle der Eigentümerversammlung, Teilungserklärungen - vor allem aber Reparaturbelege. Diese sollte der Eigentümer bei einem Verkauf vollständig zur Hand haben.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: PlanetHome AG

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