Sonntag, 19. November 2017
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Das muss vor dem Tod geregelt werden

So helfen Sie Ihren Kindern bei den wichtigsten Angelegenheiten

Testament - Vorsorgevollmacht - Patientenverfügung - SorgerechtsverfügungDer Tod ist kein schönes Thema und niemand spricht gerne darüber. Doch dabei ist es so wichtig, sich vor seinem Tod um wichtige Dinge zu kümmern. Reden Sie mit Ihren erwachsenen Kindern deswegen frühzeitig darüber, um größere Unannehmlichkeiten für die Enkel zu vermeiden. Die folgenden Dinge sollten Sie ansprechen.

Das Testament

Wer die gesetzliche Erbfolge nicht akzeptieren möchte, der sollte sich frühestmöglich um ein Testament kümmern. Das Testament kann auch handschriftlich verfasst werden und sollte mit der Überschrift "Testament" und mit einem Datum versehen werden, damit klar ersichtlich wird, worum es sich handelt. Das Testament darf außerdem nicht mit dem Computer geschrieben werden, da ansonsten nicht mehr nachweisbar ist, dass es sich tatsächlich um den eigenen letzten Willen handelt.

Was letztendlich inhaltlich in dem Testament steht, ist jedem selbst überlassen. Jedoch haben Ehegatten, Partner in eingetragenen Lebensgemeinschaften, Kinder und Enkel einen Anspruch auf einen Pflichtanteil.

Ein Tipp: Das Testament sollte bei einem Nachlassgericht hinterlegt werden, damit es nicht versehentlich verloren geht.

Patientenverfügung

In Falle einer schweren Krankheit, bei der man nicht länger in der Lage ist, seinen eigenen Willen kundzutun, kann in einer Patientenverfügung festgelegt werden, ob und in welchem Rahmen ärztlich behandelt werden soll. Auch nach dem Tod kann dieses Dokument über den Willen des Verstorbenen hinsichtlich einer Organentnahme Auskunft geben. Bei der Formulierung einer Patientenverfügung sollte der Rat der Ärzte hinzugezogen werden und auch allgemeine Sätze wie "Ich möchte kein qualvolles Leiden" sollten vermieden werden.

Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht berechtigt man im Falle eines Todes eine andere Person dazu, alle oder bestimmte Aufgaben für den Verstorbenen zu erledigen. Dabei kann es sich beispielsweise um Postvollmachten oder auch Bankvollmachten handeln, wobei die Banken oft auf dem Ausfüllen eigener Vollmachtformulare bestehen. Eine Generalvollmacht dagegen setzt ein großes Vertrauen für den "Vertreter des Willens" voraus, da sie dazu berechtigt, sämtliche Geschäfte zu übernehmen. Der Vorteil einer Vorsorgevollmacht ist, dass die bevollmächtigte Person direkt nach Erfahren der Notsituation handeln darf und nicht erst - wie bei einer Betreuung - eine gerichtliche Bestellung einholen muss.

Sorgerechtsvorsorge

Gewiss ein unangenehmes Thema, aber wenn in einem plötzlichen Sterbefall die Enkel alleine dastehen, sollte man sich auch damit beschäftigen. Sprechen Sie darüber unbedingt mit Ihren Kindern!

In einer Sorgerechtsverfügung übergibt man für den eigenen Sterbefall das Sorgerecht noch minderjähriger Kinder an einen Vormund. Wurde keine derartige Festlegung getroffen, entscheidet das Gericht später über den Vormund. Eine Sorgerechtsverfügung sollte genau wie das Testament handschriftlich verfasst sein, damit die Identifikation der verstorbenen Person leichter fällt. Es gibt aus diesem Grund auch keine offiziellen Vordrucke; ein kostenloses Muster zur Sorgerechtsverfügung findet sich dennoch im Internet.

Besprechen Sie diese wichtigen Themen mit Ihren Kindern. Denn auch, wenn man sich kerngesund fühlt - ein Unfall oder eine plötzliche Krankheit können einen Menschen schneller aus seinem Leben reißen, als man glaubt.

 


© 2017 Autor: fb  // Bildmotiv: ©istock.com/kzenon

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