Freitag, 14. Dezember 2018
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Das sollten Sie wissen

Steuerspar-Tipps zur Sommerzeit

FlugzeugIm Sommer freuen sich die meisten Menschen über ein paar Wochen Auszeit - sie verreisen oder machen es sich zu Hause gemütlich. Andere wollen endlich ihre Küche renovieren oder das alte Bad erneuern. Ob Urlauber oder Heimwerker, beide können mit ihren Aktivitäten - öfter als viele wissen - auch Steuern sparen. Deshalb hier einige Steuer-Tipps der Vereinigten Lohnsteuerhilfe für die Sommerzeit.

Mit dem Flugzeug in die Ferien:
CO2-Ausgleich steuerlich geltend machen

Beliebte Reiseziele wie Mallorca, Kreta oder Florida sind am schnellsten mit dem Flugzeug zu erreichen. Allerdings ist das Flugzeug nicht nur ein bequemes Verkehrsmittel, sondern auch eines mit sehr hohem CO2-Ausstoß. Wer klimabewusst reist, kann die Kosten für den CO2-Ausgleich in der Steuererklärung eintragen.

Und so geht’s:
Verreisen Sie mit dem Flugzeug, können Sie als Wiedergutmachung für die Umweltverschmutzung Geld an eine Klimaschutzorganisation spenden - und diese Spende von der Steuer absetzen. Die Voraussetzung dafür: Die Klimaschutzorganisation, bei der Sie Ihren Flug ausgleichen, muss steuerbegünstigt sein wie ein gemeinnütziger Verein oder eine Stiftung. Dann erhalten Sie für Ihren geleisteten Beitrag eine Zuwendungsbestätigung, also eine Spendenquittung und können damit Ihre Kosten von der Steuer absetzen.

Von der Dienstreise in den Urlaub:
Anreise, Übernachtung, Verpflegung von der Steuer absetzen

Mit dem Zug zur Fortbildung und anschließend ein paar Tage Urlaub dranhängen - das ist nicht nur praktisch, sondern inzwischen auch teilweise von der Steuer absetzbar.

Nehmen wir mal an, Sie müssen auf eine zweitägige Fortbildung in den Schwarzwald fahren. Anschließend verbringen Sie dort drei Tage Urlaub. Dann gilt Ihre Reise steuerrechtlich als "gemischte Aufwendung". Davon können Sie die Hinfahrt mit dem Zug, die erste Übernachtung und die Verpflegung für die beiden Fortbildungstage als Werbungskosten von der Steuer absetzen, sollte Ihr Arbeitgeber diese Kosten nicht übernehmen.

Zu Hause renovieren oder sanieren:
Bestimmte Kosten akzeptiert das Finanzamt

Manch einer nutzt seinen Sommerurlaub, um sich endlich die Küche oder das alte Bad vorzunehmen. Oder gleich die ganze Wohnung. Das kann teuer werden. Sie können jedoch viele der Handwerkerkosten von der Steuer absetzen. Dabei ist die Unterscheidung wichtig, ob sie renovieren, sanieren oder neuen Wohnraum schaffen.

Das Finanzamt unterscheidet folgendermaßen:

  1. Eine Renovierung ist alles, was ein Haus instand hält oder modernisiert (neues Parkett oder Bad)
  2. Eine Sanierung bedeutet, dass drei von vier "Ausstattungs-Kernbereichen" verbessert werden. Die vier Kernbereiche sind Sanitär, Elektro-Installation, Fenster und Heizung.
  3. Die "Schaffung neuen Wohnraums" bedeutet für das Finanzamt, dass zum Beispiel aus dem Balkon ein Wintergarten oder der Garage ein Wohnzimmer wird.

Eigentümer und Mieter dürfen nur maximal 1.200 Euro im Jahr für die Handwerkerkosten absetzen, und zwar nur für eine Renovierung oder Sanierung ihres Hauses oder ihrer Wohnung. In den 1.200 Euro mit inbegriffen sind Arbeitslohn, Fahrt- und Maschinenkosten der Handwerker, nicht aber die Materialkosten.

Vermieter dagegen dürfen sowohl die Handwerkerkosten für jede bauliche Maßnahme von der Steuer absetzen - also Renovierung, Sanierung und Schaffung neuen Wohnraums -, als auch die komplette Rechnung samt Materialkosten dafür. Auch den Gesamtpreis der vermieteten Wohnung oder die Grundsteuer, Maklergebühren, Kredit-Zinsen und vieles mehr.

Nicht vergessen:
Alle Belege sammeln und in der richtigen Form abgeben

Ob Dienstreise, CO2-Ausgleich oder Renovierung: Für manche Ausgaben will das Finanzamt einen schriftlichen Nachweis, sonst bekommen Sie keine Steuern zurück. Folgende Belege sollten Sie immer im Original Ihrer Steuererklärung beilegen und die Kopien bei sich zu Hause aufbewahren:

  • Spendenbescheinigungen bzw. Zuwendungsbestätigungen
  • Bescheinigungen über Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld oder Elterngeld
  • Steuerbescheinigungen über Kapitalertragsteuer oder Zinsabschläge zum Beispiel aus Aktienfonds
  • Nachweis von außergewöhnlichen Belastungen wie Krankheitskosten, Pflege- und Pflegeheimkosten, Scheidungs-, Unterhalts-, Zivilprozess- oder Beerdigungskosten
  • Nachweise der Behinderung wie ein Schwerbehindertenausweis oder ein Feststellungsbescheid
  • Nachweis der Unterhaltsbedürftigkeit
  • Bescheinigung über geleistete Altersvorsorgebeiträge wie die Riester-Rente.

Sie können noch viel mehr in Ihrer Steuererklärung eintragen wie beispielsweise Werbungskosten. In der Regel reicht es aus, wenn Sie die Belege dazu daheim aufbewahren. Anders ist es bei den haushaltsnahen Dienstleistungen: Hier sollten Sie Ihrer Steuererklärung auch die Originalrechnungen samt Überweisungsträger an den oder die Empfänger beifügen.


 
- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: VLH  - Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.

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