Donnerstag, 18. Oktober 2018
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Heiter bis grausam

Die zehn ungewöhnlichsten Bestattungsriten der Welt

Hennensarg des Sarg-Künstlers Kudjo Affutu aus GhanaWeltweit existieren die skurrilsten Arten, verstorbene Menschen beizusetzen. Das Spektrum reicht von der Beerdigung in einer riesigen Colaflasche als Sarg über die mehrtägige Bestattungszeremonie mit Dutzenden Tieropfern bis hin zur letzten Reise in den Weltraum. Das Team des Portals Bestattungen.de hat nachgeforscht und stellt die zehn außergewöhnlichsten Bestattungsriten auf der Welt vor.

Platz 1 - Die buddhistische Himmelsbestattung

Bei der buddhistischen Himmelsbestattung wird der Verstorbene vom Bestatter zerteilt und danach von Aasgeiern gefressen. Dieses für Außenstehende barbarisch anmutende Ritual ist insbesondere in Tibet üblich.
 

Platz 2 - Fantastische Särge in Ghana

Auf Platz zwei folgt die Fantasievolle Sargbestattung in Ghana. Im Gegensatz zu Deutschland geben sich die Angehörigen dort nicht mit Särgen zufrieden, die mehr oder weniger alle gleich aussehen. Nein, sie bestellen Unikate in den unterschiedlichsten Farben und Formen: Tiere wie Fische, Hennen und Löwen, Flugzeuge, Autos, Flaschen und Früchte gehören unter anderem zu den gängigen Sargmodellen. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Platz 3 - Zeremonie der Toraja in Indonesien

Die festliche Begräbniszeremonie der Toraja in Indonesien nimmt Platz drei ein. Dabei werden Dutzende Wasserbüffel geschlachtet; sie sind ein Symbol für den sozialen Status einer Familie. Je größer das Ansehen der verstorbenen Person, desto mehr Büffel müssen es sein. Während die Angehörigen nach dem Tod ihres Verwandten deshalb oft über Jahre hinweg das Geld für die kostspielige Bestattungsfeierlichkeit sammeln, wird die einbalsamierte Leiche des Verstorbenen im Haus aufbewahrt. Die Feier, oft mit mehreren Hundert Gästen, kann dann mehrere Tage dauern - und führt auch schon einmal zum finanziellen Ruin einer Familie.

Platz  4 - Hinduistische Feuerbestattung in Indien

Seit Jahrtausenden finden diese Bestattungen nach hinduistischen Glauben in besonderen Kremationsstätten statt. Allein in Varanasi - dem früheren Benares - der heiligsten Stadt im Hinduismus, werden pro Jahr etwa 40.000 Tote auf Scheiterhaufen direkt am Ufer des heiligen Flusses Ganges verbrannt. Nach einer Einäscherung wird die Asche in den Fluss gestreut.

Platz  5 - Famadihana-Umbettung in Madagaskar

Ein Freudenfest ist dort Jahre nach der eigentlichen Beerdigung die Famadihana. Bei diesem wichtigsten Ritual im madagaskarschen Ahnenkult werden die Toten aus den Gräbern gehoben. Die Leichentücher werden durch Seidentücher ersetzt und alle Dorfbewohnen tanzen und feiern mit den Toten.

Platz  6 - Hängende Särge in China

Von Klippen hängende Baumstamm-Särge für Ihre Toten fertigte das bis zum 1.600 Jahrhundert existierende Volk der Bo aus Sichuan im Südwesten Chinas. Beerdigt wurden die Verstorbenene nicht.

Platz  7 - Dani-Bestattung in Neu-Guinea

Für das indigene Volk der Dani in West-Papua sind Beisetzungen ein bedeutender Teil des Alltagskultur. Früher wurden verwandten Frauen und Kindern eines Verstorbenen während der Trauerzeit zur Besänftigung der Geister und als Symbol des Leidens Finger amputiert - heute wird dieser Ritus auch aufgrund staatlicher Verbote kaum noch praktiziert.

Platz  8 - Totenwache in Japan

Bei der traditionellen Totenwache in Japan wird der Verstorbene in einen weißen Kimono gekleidet und mit weißen Tüchern bedeckt. Freunde und Verwandte spenden an einem hergerichteten Altar das Geld für die in Japan rund 17.000 Euro teure Bestattungsfeier.

Platz  9 - Fußballbestattung in England

In England können sich Fußballfans aus aller Herren Länder auf verschiedene Arten fangerecht bestatten lassen – anders als in Deutschland auch im Stadion auf dem "Heiligen Rasen".

Platz 10: Weltraumbestattung auf amerikanisch

Besonders extravagant ist das Bestattungsangebot eines US-amerikanischen Unternehmens: Die Asche des Verstorbenen wird ins Weltall befördert. Bisher ist das schon 1.000-mal geschehen. Der Preis: 8.000 bis 25.000 Euro - also preiswerter als einige der oben genannten Beisetzungsformen.

Alternative Bestattungen in Deutschland noch in den Kinderschuhen

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen sind viele Bestattungsriten in Deutschland nicht erlaubt. Trotzdem steigt das Interesse an alternativen Angeboten. "Wir beobachten, dass insbesondere Bestattungen in der freien Natur stärker nachgefragt werden. Die klassische Erdbestattung verliert dagegen an Bedeutung", sagt Fabian Schaaf-Mehta, Geschäftsführer des Internetportals.

In Zukunft erwartet er eine Lockerung der Gesetzeslage in Deutschland und damit neue Bestattungsangebote. Eine Himmelsbestattung oder die Verbrennung auf einem Scheiterhaufen wird es aller Voraussicht nach hierzulande jedoch mit ziemlicher Sicherheit nicht geben. "Vielmehr werden wahrscheinlich Angebote wie in der Schweiz entstehen. Dort sind bereits heute Beisetzungen auf Wiesen oder in Flüssen möglich", erklärt Schaaf-Mehta.
 

Hier gibt es weitere Infos zu den oben geschilderten Bestattungsriten ...



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -

- Quelle. Bestattungen.de

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