Montag, 18. Juni 2018
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Aktuelle Umfragen zur assistierten Selbsttötung

Mehrheit der Deutschen befürwortet erleichterte Sterbehilfe

TabletteMitte November 2014 hat im Deutschen Bundestag der Diskussionsprozess zum Thema Sterbehilfe begonnen. Die Debatten sollen im kommenden Jahr zur Verabschiedung eines Gesetzes führen. Diskussionspunkte sind unter anderem die bisher im Parlament weitgehend abgelehnte Zulassung von Sterbehilfevereinen sowie die ärztliche Sterbehilfe.

Was die Bevölkerung sich wünscht, zeigen zwei aktuelle Umfragen der TV-Sender N24 und ZDF.


N24-Emnid: Mehrheit der Bürger für Sterbehilfe - aber nicht durch einen Arzt allein

Anlässlich der aktuell im Bundestag diskutierten Erleichterungen einer assistierten Selbsttötung hat der Nachrichtensender N24 eine repräsentative Bürgerbefragung zum Thema durchgeführt. Das grundlegende Ergebnis zeigt: Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist für die Sterbehilfe.

74 Prozent der Deutschen sprechen sich laut der N24-Emnid-Umfrage ganz grundsätzlich für Erleichterungen bei der Sterbehilfe aus. Nur 22 Prozent der Befragten lehnen das prinzipiell ab. Unterschiedliche Ansichten gibt es darüber, wie diese Erleichterungen ausgestaltet werden sollten. 36 Prozent der Deutschen finden, ein Arzt dürfe zwar bei der Selbsttötung assistieren, das todbringende Medikament müsse der Kranke aber selbst einnehmen. Aktiv einflößen dürfe der behandelnde Arzt das Medikament nur dann, wenn als Korrektiv ein zweiter Arzt hinzugezogen wird, finden 37 Prozent der Deutschen. Nur 9 Prozent der Befragten finden, auch ein Arzt alleine dürfe das ohne Kontrolle eines zweiten Mediziners tun. 15 Prozent der Deutschen lehnen jede Art von ärztlicher Hilfe bei der Selbsttötung ab.

Bei der repräsentativen Befragung am 12. November wurden 1.000 Personen interviewt.

ZDF-Politbarometer: 68 Prozent der Wähler wollen Lockerung der Sterbehilfe

Ein ähnliches Bild wie bei der N24-Umfrage zeigte sich auch bei dem ZDF-Politbarometer in der ersten Novemberhälfte: Die regelmäßige Befragung wahlberechtigter Bürger ergab, dass sich eine Mehrheit von 68 Prozent dafür ausspricht, dass es Ärzten in Zukunft erlaubt sein sollte, Todkranken, die sterben wollen, auf deren ausdrücklichen Wunsch hin ein Mittel zu verabreichen, das zu ihrem Tod führt. Lediglich 24 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Die Telefoninterviews zum ZDF-Politbarometer wurden in der Zeit vom 11. bis 13. November 2014 von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen bei 1242 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten durchgeführt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -

- Quellen : N24 / ZDF (Umfragen im November 2014)

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