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Montag, 21. Mai 2012
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Nachbarschaftshilfe in Deutschland

Senioren sind die hilfsbereitesten Nachbarn

Grafik: Menschen-Gruppe hält sich an Händen Sei es die Annahme von Paketen, die Verwahrung des Zweit-Hausschlüssels oder das gelegentliche Erledigen von Einkaufen - zwischenmenschliches Engagement unter Nachbarn ist für 97 Prozent der Deutschen eine Selbstverständlichkeit. Lediglich drei Prozent halten nichts von Nachbarschaftshilfe. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag eines großen deutschen Wohnungsunternehmen unter 1.000 Mietern in Deutschland.

Mit dem Alter wächst die Hilfsbereitschaft - Senioren liegen vorne

Die Befragung zeigt auch: Frauen sind in Puncto Hilfsbereitsschaft die besseren Nachbarn, da sie wesentlich häufiger Tätigkeiten für ihre Mitmenschen übernehmen.

Besondere Unterschiede zwischen den Generationen bei deren nachbarschaftlichem Umgang zeigen sich bei der Art der einzelnen Hilfestellungen. Der Zweitschlüssel ist bei älteren Nachbarn sicherer aufbewahrt. Nur 38 Prozent der befragten Nachbarn unter 30 Jahren deponieren einen fremden Schlüssel bei sich, während 61 Prozent der über 60-Jährigen sich als verlässliche Alternative für den Schlüsseldienst zu erweisen scheinen. Die jüngste Altersgruppe hält sich auch beim Hüten einer fremden Wohnung am stärksten zurück - 67 Prozent möchten das eher nicht. Im Gegensatz dazu übernehmen 78 Prozent - also weit mehr als doppelt so viele der Befragten über 60 Jahren diese Aufgabe freiwillig. In vielerlei Hinsicht gilt deshalb: Je älter, umso hilfsbereiter.

Paketanahme beliebt - Putzen wollen nur wenige

Putzen zählt zu den unbeliebtesten Tätigkeiten unter Nachbarn. Nur 16 Prozent der Befragten geben an, für die Nachbarn diese Aufgabe gelegentlich zu übernehmen. Die meisten nehmen stattdessen lieber Pakete entgegen (92 Prozent). Die Schleswig-Holsteiner spielen am häufigsten Postverwahrstelle (99 Prozent), gefolgt von den Mietern aus Berlin und Sachsen mit je 98 Prozent und Hamburg an dritter Stelle mit 95 Prozent.

Sachsen sind bundesweit die freundlichsten Nachbarn

Bei der Nachbarschaftshilfe bieten die Sachsen am häufigsten eine helfende Hand, sei es beim Hüten der fremden Wohnung während der Urlaubszeit, der Leerung des Briefkastens oder der Hausreinigung.

In Deutschland helfen drei Viertel der Befragten ihren Nachbarn, indem sie in der Urlaubszeit auf die fremde Wohnung achten oder den Briefkasten leeren (69 Prozent). Im bundesweiten Vergleich hüten die Sachsen am häufigsten die Wohnung ihrer Nachbarn (88 Prozent), dicht gefolgt von den befragten Personen aus Bremen (87 Prozent) und Hessen (85 Prozent). Einkäufe für die Nachbarn werden häufig von den Bewohnern aus Brandenburg (42 Prozent), Sachsen (41 Prozent) sowie Nordrhein-Westfalen und Hessen (je 38 Prozent) erledigt.

In Nordrhein-Westfalen geben 3 Prozent an, dass sie ihren Nachbarn überhaupt nicht helfen. Im Gegensatz dazu sind es im Saarland 19 Prozent, die Ihre Nachbarn nicht unterstützen.

Zur Umfrage Methode:
Im Juli 2011 befragte das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid 1.000 Mieter in Deutschland danach, ob sie ihren Nachbarn manchmal helfen und falls ja, auf welche Art und Weise. Die Befragten hatten dabei die Möglichkeit, aus zehn vorgegebenen Antwortmöglichkeiten wie folgt zu wählen: "Pakete annehmen", "In der Urlaubszeit auf die Wohnung achten", "Briefkasten in der Urlaubszeit leeren", "Verwahrung des Zweitschlüssels", "Einkäufe erledigen", "Babysitten", "Hausreinigung übernehmen", "Anderes", "Überhaupt nicht" und "Weiß nicht, keine Angabe". Bei den Antworten waren auch Mehrfachnennungen möglich.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de - // Quelle: Deutsche Annington



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