Donnerstag, 18. Oktober 2018
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Was Sie schon immer wissen wollten

Wer war eigentlich Paracelsus?

Paracelsus - Gemälde von Quentin MassysZahlreiche Krankenhäuser und Heilpraktikerschulen tragen seinen Namen. Und jedes Jahr erhalten Mediziner die Paracelsus-Medaille als höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft für verdiente Ärzte. Doch wer war Paracelsus und was hat er so Wichtiges vollbracht, dass noch heute jeder seinen Namen kennt?

Gelehrter der Renaissance

Der vollständige Name des 1493 in Egg bei Einsiedeln in der heutigen Schweiz geborenen Arztes und Alchemisten lautete Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, doch er selbst nannte sich Paracelsus.

Wie Galileo Galilei war er ein typischer Gelehrter der Renaissance: Er gab wenig auf überlieferte Weisheiten aus Büchern. Sein kritischer Forschergeist spornte ihn an, eigene Beobachtungen anzustellen und nur das zu glauben, was er selber sah. Er übte offen Kritik an zur damaligen Zeit als unumstößlich geltenden Lehrmeinungen; dies verschaffte ihm erbitterte Feinde und versetzte die Wissenschaftswelt in Aufruhr.

Gemessen am Erkenntnisstand seiner Zeit erlangte Paracelsus ein enormes pharmazeutisches Wissen. Er setzte als erster alchemisch hergestellte Arzneimittel ein und sorgte so dafür, dass die Alchemie in die Medizin, Apotheken und Universitäten einzog. Später mauserte sich der neue Wissenschaftszweig zur modernen Naturwissenschaft.

Dem Vorwurf, er gäbe seinen Patienten Gift, begegnete er mit dem berühmt gewordenen Satz: "All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist."

Begründer der Dreiprinzipienlehre

Grundlage seines medizinischen Systems war die Dreiprinzipienlehre. Demnach besteht der menschliche Körper aus drei Einheiten: aus brennbarem Schwefel, der die Seele symbolisiert, aus flüchtigem Quecksilber als Zeichen des Lebensgeistes und aus festem Salz als Sinnbild des Körpers. Um einen Menschen zu heilen, waren diese drei Bestandteile ins Gleichgewicht zu bringen.

Paracelsus' Regeln für die Herstellung entsprechender Medikamente sind noch heute Bestandteil des homöopathischen Arzneibuches der Bundesrepublik Deutschland.

1541 starb Paracelsus völlig verarmt in einem Gasthaus in Salzburg. Einige munkeln, er sei vergiftet worden. Andere behaupten, er sei seinen Verletzungen erlegen, die er erlitten habe, als er betrunken einen Berg hinunter gerollt war. Er hinterließ zahlreiche deutschsprachige Aufzeichnungen und Bücher medizinischen, astrologischen, philosophischen und theologischen Inhalts, die größtenteils erst nach seinem Tode erschienen.

Sie möchten mehr über Paracelsus wissen?

Unser Tipp: "Googeln" Sie doch mal nach ihm. Geben Sie seinen Namen in das Eingabefeld der Suchmaschine Google ein und schauen Sie sich einige der zahlreichen Suchergebnisse an. Es macht Spaß und lohnt sich!



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus -
- Quellen: Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. / Wikipedia / Verband Forschender
  Arzneimittelhersteller e.V.



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