Donnerstag, 18. Januar 2018
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Verheiratete grundsätzlich gesünder

Zurückstecken bei Konflikten macht Ehefrauen krank

Senioren-Paar schweigend auf ParkbankIm Allgemeinen verlängert die Ehe das Leben. Doch bei verheirateten Frauen, die sich in Ehe-Konflikten zurückhalten, ist das Risiko an einer Herzkrankheit zu sterben größer als bei Frauen, die offen sagen, was sie denken. So lautet das Ergebnis einer amerikanischen Studie, die die Auswirkungen von Eheproblemen auf die Gesundheit untersuchte. Für Männer, die Unstimmigkeiten für sich behalten, gilt das allerdings nicht, sagen die US-Forscher.

"Wenn man mit seinem Ehegatten streitet, hilft es, seine Meinung auszudrücken", sagte die Forschungsleiterin und Epidemilogin Dr. Elaine A. Eaker im Interview mit einer großen amerikanischen Tageszeitung. Für Männer, die Unstimmigkeiten für sich behalten, gelte das allerdings nicht: Ihre Lebenserwartung sei während des zehnjährigen Untersuchungszeitraums auf dem selben Niveau wie jene ihrer offeneren Geschlechtsgenossen geblieben.

Etwa 30 Prozent der untersuchten Männer gaben an, in Konflikten normalerweise ihre Gefühle für sich zu behalten. Im Vergleich dazu stecken nur 20 Prozent der Frauen immer zurück - unter ihnen lag die Häufigkeit von Todesfällen im Untersuchungszeitraum allerdings vier Mal so hoch wie bei anderen Frauen. Während Männer sich hauptsächlich zurückhalten, um Themen zu vermeiden, über die sie nicht sprechen möchten, haben Frauen vielschichtigere Gründe für ihr Handeln. Sie würden dementsprechend sozialisiert und hielten ihre Gefühle in Konflikten mit Partnern zurück, um Ehe und Familie zu schützen, erklärt dazu die US-Psychologin Dana Jack, Autorin des Buches "Immer habe ich mich Dir angepasst - Wenn Frauen ihr Selbst zum Schweigen bringen", eine Studie über Depressionen bei Frauen.

Glücklich Verheiratete leben länger

Die amerikanische Studie des Teams um Elaine A. Eaker untersuchte den Zusammenhang von Eheproblemen und koronarer Herzkrankheit, beziehungsweise Tod, anhand von 3.000 Männern und Frauen. Grundsätzlich wirkt sich die Ehe positiv auf die Gesundheit der Menschen aus. Verheiratete Männer leben im Schnitt um sieben, Frauen immerhin um zwei Jahre länger als Singles. Verheiratete Menschen weisen auch einen besseren seelischen Zustand auf als Unverheiratete. Dabei macht es jedoch einen großen Unterschied, ob das betreffende Paar glücklich oder unglücklich ist. Übrigens haben auch andere Studien vor dieser bereits Zusammenhänge zwischen ehelicher Zwietracht und einem höheren Herzinfarktrisiko bei Frauen zwischen 30 und 65 Jahren sowie einem größerem Risiko auf Stauungsinsuffizienz bei Männern und Frauen festgestellt.

Männer fühlen sich eher geliebt als Frauen

IIm Zuge der amerikanischen Untersuchung wurden 1.768 Männer und 1.912 Frauen im Alter von 18 bis 77 Jahren umfangreichen medizinischen Tests unterzogen und mussten detaillierte Fragebögen ausfüllen. Als häufigsten Streitpunkt in der Beziehung bezeichneten Männer Sex - Frauen nannten hingegen Geld, Kinder und Hausarbeiten als wichtigste Themen. Die Männer gaben übrigens auch häufiger an, glücklich verheiratet zu sein und von ihren Partnern geliebt zu werden als die Frauen.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: pte

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