Mittwoch, 21. November 2018
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Handcremes helfen nicht

Altersflecken auf der Haut sind vermeidbar

Altersflecken auf den Händen einer SeniorinSchon in mittleren Jahren tauchen sie bei dem einen oder anderen auf: kleine braune Sprenkel, die Handrücken, Dekolleté oder die Haut über den Wangenknochen bedecken. Der erste fällt noch nicht so auf, aber jedes Jahr kommen mehr hinzu. Langsam werden sie lästig.

Gegen diese sogenannten Altersflecken kann man schon frühzeitig vorbeugen. Aber auch in reiferen Jahren, wenn sie schon da sind, kann man noch etwas dagegen unternehmen.

Wie Altersflecken entstehen

Altersflecken (Lentigines senilis) entstehen durch eine vermehrte Bildung von Pigment in der Oberhaut. Sie zeigen sich als kleine, höchstens ein paar Zentimeter  große, linsenförmige bräunliche Verfärbungen. Altersflecken sind nicht über die umliegenden Hautpartien erhaben, die Begrenzung ist scharf umrissen. Wer unsicher ist, ob es sich bei solchen Flecken um Altersflecken oder eine andere Hautveränderung handelt, sollte den Hautarzt zu Rate ziehen.

Die kaffeebraunen Flecken sind völlig harmlos und zeigen auch nach Jahren keine Tendenz zur bösartigen Umwandlung. Sie treten bei Frauen häufiger als bei Männern auf. Das Vorkommen der ungeliebten Zeichen der Zeit auf  Handrücken, Unterarmen, Dekolleté, Wangen oder Stirn verrät, was Altersflecken eigentlich sind: Hautpartien, die häufig der Sonne ausgesetzt waren und dadurch dauerhaft geschädigt sind.

Streng genommen müsste man sie als "Lichtschaden-Flecken" (Lentigines solaris) bezeichnen. Sie entstehen, wenn sich das bräunliche Pigment Lipofuszin, auch als Alterspigment bezeichnet, anhäuft und in der Oberhaut ablagert. Lipofuszin entsteht als Endprodukt aus einer bestimmten chemischen Reaktion, die durch UV-Licht angekurbelt wird.

Was man gegen störende Altersflecken tun kann

Da Altersflecken durch Sonneneinwirkung entstehen, lassen sie sich auch durch konsequentes tägliches Auftragen von Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor weitgehend vermeiden. Allerdings nur, wenn man frühzeitig damit beginnt.

Aber was, wenn sie einmal da sind? Die Verfärbungen können, vor allem wenn sie  zahlreich sind, von den Betroffenen als Makel empfunden werden. Möglich ist beispielsweise eine Aufhellung mit Hilfe von Bleichmitteln, durchgeführt von einem Hautarzt. Diese Methode kommt jedoch nur dann in Frage, wenn die Melaninein­lagerungen oberflächlich liegen. Um die Tiefe der Flecken zu bestimmen, bietet sich ein einfacher Kneiftest an: Dabei wird das betroffene Hautareal zusammengekniffen. Je weniger die übermäßige Pigmentierung dann noch zu sehen ist, desto eher muss davon ausgegangen werden, dass die Flecken in einer tieferen, für Bleichmittel schlechter zugänglichen Hautschicht liegen. Dann können Ärzte den Flecken mit flüssigem Stickstoff oder Lasern zu Leibe rücken.

Wer diese Prozedur umgehen möchte, kann sich in der Apotheke sogenanntes Camouflage Make-up besorgen, eine Art Make-up, das Hautanomalien verdeckt und sehr abriebfest ist. Spezielle Handcremes, die Altersflecken zum Verschwinden bringen sollen, helfen hingegen nicht: Im Test von sieben verschiedenen Cremes fand die Stiftung Warentest im Jahr 2009 keine einzige, die eine Wirkung erzielte.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quellen: DGK, Stiftung Warentest, Ärztezeitung online

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