Mittwoch, 21. November 2018
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Altersbedingter Makuladegeneration vorbeugen

An hellen Tagen die Augen vor Sonnenlicht schützen

SonnenbrilleNeue Untersuchungen zeigen, dass die Einwirkung von Sonnenlicht auf die Netzhaut Prozesse fördert, die zur altersbedingten Makuladegeneration (AMD) führen. Diese Krankheit ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung in den Industrienationen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) bekräftigt deshalb den Rat, die Augen an sonnigen Tagen mit einer Sonnenbrille zu schützen.

Setzen Menschen ihre Augen ungeschützt der Sonne aus, riskieren sie nicht nur eine Trübung der Augenlinse, sondern möglicherweise auch eine unheilbare AMD.


Erste Anzeichen einer AMD: Verschlechterung des Detailsehens

Nach dem grauem Star und dem Glaukom ist AMD die dritthäufigste Ursache für Sehbehinderungen. Betroffen ist auf der Netzhaut, der Retina, die Zone des schärfsten Sehens, genannt Makula. Dies führt dazu, dass viele Betroffene Details zunehmend schlechter erkennen. Kennzeichnend für die Krankheit sind Schäden in einer Zellschicht der Netzhaut. Bei der feuchten AMD wachsen Blutgefäße in die Netzhaut ein und schädigen die Funktion der Sehzellen. Vom Sehfeld bleibt mitunter nur noch ein Rest an dessen äußerem Rand. Als Folge dessen kann es auch bis zur Erblindung im Sinne des Gesetzes kommen.

Sonnenbrillen mit UV-Schutz beugen der unheilbaren AMD vor

Experimente eines Forscherteams an der Ludwig-Maximilians-Universität München haben gezeigt, dass Licht vergleichbare Schäden auslösen kann wie eine Behandlung von Zellen mit Wasserstoffperoxid. Wasserstoffperoxid ist ein starkes Oxidationsmittel, durch das sogenannte freie Sauerstoffradikale freigesetzt werden. Diese können die Zellen irreparabel schädigen.

Ob und wie sich diese Prozesse medikamentös stoppen lassen, wird derzeit noch eingehend erforscht. Doch auch ohne Medikamente gibt es Möglichkeiten, einer AMD gezielt vorzubeugen. Rauchen und Bluthochdruck sind wichtige Risikofaktoren, die es zu vermeiden gilt. Hilfreich ist gesunde Ernährung. Bei einigen Formen der AMD rät die DOG ebenfalls zur vorbeugenden Behandlung mit antioxidativen Vitaminen.

Vor allem sollte aber der Schutz der Augen vor einer direkten Lichteinstrahlung zu den sinnvollen Vorsichtsmaßnahmen gehören, empfiehlt die DOG. Dazu gehöre auch das Tragen einer Sonnenbrille an hellen Tagen und nicht nur bei direkter Sonneneinwirkung auf die Augen wie beispielsweise beim Sonnenbaden. Besonders wichtig sei, dass die Brillengläser einen UV-Schutz bieten. Laut der Fachgesellschaftv schaden Brillen ohne UV-Schutz mehr als sie nützen. Denn die Pupille stellt sich weit, wenn die Gläser verdunkeln. Ohne UV-Schutz im Glas dringt so noch mehr schädliche Strahlung in das Auge als ohne Sonnenbrille. Zudem sollten Sonnenbrillen über einen Breitband-UV-400-Schutz verfügen.


Über die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft:
Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter ihrem Dach mehr als 5.900 Ärzte und Wissenschaftler, die augenheilkundlich forschen, untersuchen und behandeln. Wesentliches Anliegen der DOG ist es, die Forschung in der Augenheilkunde zu fördern. Gegründet im Jahr 1857 in Heidelberg, ist sie die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus -
- Quelle: DOG

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