Donnerstag, 18. Oktober 2018
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Bei körperlichen und psychischen Beschwerden

Wirksame Aromatherapie immer mit pflanzlichen Ölen

Öllampe für AromatherapieBei einer Aromatherapie werden Erkrankungen mithilfe ätherischer Öle behandelt. Wichtig dabei: Es sollten
ausschließlich pflanzliche ätherische Öle verwendet werden, rät der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

Während Öle pflanzlichen Ursprungs aus bis zu 300 verschiedenen Inhaltsstoffen mit unterschiedlichen Wirkungen bestehen, enthalten synthetische oder halbsynthetische Duftstoffe nur wenige für den Geruch verantwortliche Substanzen. Synthetische Duftstoffe haben daher nicht die gleiche Wirkung wie pflanzliche ätherische Öle.


Darüber hinaus sollte man beim Kauf genau auf den Namen des Öls achten, denn hinter der deutschen Bezeichnung können sich mitunter verschiedene Pflanzenarten verbergen, aus denen das Öl gewonnen wurde. "Beispielsweise können Öle sowohl aus Echtem Lavendel (Lavandula angustifolia) als auch aus Speik-Lavendel (Lavandula latifolia) extrahiert werden. Während Öl aus Echtem Lavendel eine entspannende Wirkung hat, wirkt das aus Speik-Lavendel anregend. Beide werden jedoch als 'Lavendel-Öl' verkauft. Eine fachkundige Beratung in der Apotheke kann helfen, das richtige auszuwählen", erklärt Professor Karin Kraft vom BDI, die als Direktorin den Lehrstuhl für Naturheilverfahren an der Universität Rostock leitet.

Aromatherapie - ein Mittel bei körperlichen und psychischen Beschwerden
Bei der Behandlung von Erkrankungen mit Hilfe ätherischer Öle lösen diese über den Riechnerv Gefühlsreaktionen im Gehirn aus und beeinflussen so unterschiedliche Körperfunktionen. Darüber hinaus können sie auch direkt über die Haut aufgenommen werden und über den Blutkreislauf in die Organe gelangen.

"Wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der Aromatherapie bei einer Reihe von körperlichen und psychischen Symptomen: Zitronen- und Kamillen-Öl helfen bei Stress und Angstgefühlen, Lavendel-Öl auch gegen Schmerzen, Melissen-Öl wirkt beruhigend und Orangen-Öl steigert die Aufmerksamkeit", sagt Professor Kraft. Wichtig sei, dass die Anwendung pro Tag zeitlich begrenzt wird - das heißt, eine Daueranwendung ist nicht sinnvoll.

Aroma-Öle sind gut verträglich und lösen nur selten Unverträglichkeitsreaktionen aus. Dazu zählen beispielsweise Allergien, wenn die Aroma-Öle auf die Haut aufgetragen werden. "Da Allergie-auslösende Substanzen auch durch das Zusammentreffen mit Sauerstoff entstehen können, sollte man nur kleine Fläschchen kaufen, die schnell verbraucht und nach dem Gebrauch gut verschlossen werden sollten", rät die Naturheilkunde-Expertin.

Menschen mit bekannter Allergie-Neigung, Schwangere und Kinder unter zwölf Jahren sollten Aroma-Öle nur vorsichtig anwenden. Hier ist es wichtig, die Öle nicht in der Nähe des Gesichtes anzuwenden.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de
- © Foto: internisten-im-netz.de

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