Dienstag, 19. Juni 2018
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So bleiben die Adern elastisch

Arteriosklerose - wenn das Blut nicht mehr richtig fließt

BeineDer Mensch ist so alt wie seine Adern - das wusste schon der berühmte Arzt Professor Rudolf Virchow (1821 - 1902). Oder anders gesagt: Häufig wird der Mensch nur so alt, wie seine Adern es zulassen. Denn wenn sie "verkalken", verschlechtert sich die Blutversorgung der Organe. Wichtig ist es, richtig vorzusorgen, die Symptome frühzeitig zu erkennen und zügig zu handeln.

Gefäßverkalkung zeigt lange keine Beschwerden

Wenn sich die Innenwände der Schlagadern (Arterien) verengen und verhärten, sprechen Mediziner von Arteriosklerose. Der Volksmund nennt die Krankheit schlicht Gefäßverkalkung.

Das Fatale: Obwohl verengte Arterien lange Zeit überhaupt keine Beschwerden verursachen, ist die Arteriosklerose doch äußerst gefährlich, denn sie führt dazu, dass das Blut nicht mehr ungehindert fließen kann. In den verengten Adern können sich Blutgerinnsel bilden. Schließlich kann es zu einem vollständigen Verschluss eines Gefäßes kommen. Die Folgen können Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen in den Beinen sein.

Diese Durchblutungsstörungen machen sich beim Gehen durch stechende Schmerzen in den Waden bemerkbar. Betroffene sind gezwungen, häufig stehen zu bleiben, deshalb spricht man auch von Schaufensterkrankheit.

Risikofaktoren für Arteriosklerose erkennen und handeln

"Ein Hauptrisikofaktor für die Entwicklung einer Arteriosklerose ist der Bluthochdruck", erläutert Professor Horst Robenek, Arterioskleroseforscher am Universitätsklinikum Münster. "Durch Bluthochdruck können die Innenwände der Arterien verletzt werden. Die Gefahr, dass Kalk- und Fettablagerung die Innenwände der Arterien verdicken und somit die Adern verengen, nimmt dann deutlich zu. Daher gilt: Je eher man zu hohe Blutdruckwerte senkt, desto besser.“

Neben Bluthochdruck können auch zu hohe Cholesterinwerte einer Adernverkalkung Vorschub leisten. Hohe Werte des "schlechten" LDL-Cholesterins im Blut fördern nämlich die Bildung von Gefäßablagerungen (Plaques).

Um Blutdruck und Blutfettwerte auf Normalniveau zu halten und erhöhte Werte wieder zu senken, können Betroffene selbst eine ganze Menge tun: Auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten, Übergewicht abbauen, sich regelmäßig bewegen, wenig Alkohol trinken und aufs Rauchen verzichten. Ob zur Regulation zusätzlich Medikamente notwendig sind, muss der Arzt entscheiden.

Lecker, aber das Richtige essen

Bei der Ernährung kommt es unter anderem darauf an, den Körper gut mit Ballaststoffen aus Obst, Gemüse und Vollkornprodukten zu versorgen. Denn Ballaststoffe können den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen.

Bei tierischen Fetten heißt die Devise: Weniger ist mehr! Denn tierische Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und fettreiche Milchprodukte sind reich an gesättigten Fettsäuren, die es den Gefäßen zuliebe einzusparen gilt. Besser für Herz und Arterien sind ungesättigte Fettsäuren, die in hochwertigen pflanzlichen Ölen wie Raps-, Sonnenblumen- und Olivenöl vorkommen.

Besonders wertvoll für die Herzgesundheit sind übrigens die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in fetten Seefischen wie Hering, Makrele, Lachs und Thunfisch stecken. Studien haben gezeigt: Menschen, die ein- bis zweimal pro Woche Fisch auf den Tisch bringen, können Herz und Gefäße dadurch schützen. Wichtig: Damit Omega-3-Fettsäuren ihre günstigen Wirkungen entfalten können, sollte der Fisch gedünstet, gekocht, gegrillt oder im Ofen gegart werden. Fische, die gebraten oder frittiert werden, haben keine schützende Wirkung, weil die Fettsäuren dadurch ungünstig verändert werden.

Herz- und Gefäßschutz aus der Apotheke

Ergänzend zu einem gesunden Lebensstil können spezielle Herzschutz-Präparate helfen, die Adern frei zu halten. Sie enthalten herz- und gefäßschützende Substanzen, wie beispielsweise Antioxidantien, Arginin, B-Vitamine oder Omega-3-Fettsäuren. Vor jeder Einnahme sollte man jedoch zunächst den Rat des Hausarztes einholen.
 


- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: Ratgeber aus Ihrer Apotheke 

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