Sonntag, 18. November 2018
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Augenkrankheit AMD: Altersblindheit muss nicht sein

AMD-Symptom: Dunkle Flecken In Deutschland leiden mehr als vier Millionen Betroffene an einer Altersbedingten Makula-Degeneration (AMD). In den westlichen Industrienationen ist diese Augenkrankheit die häufigste Ursache für Erblindungen im Alter. Die Wahrscheinlichkeit, an der AMD zu erkranken, steigt ab dem 50. Lebensjahr drastisch. Dabei ist der Verlust des Augenlichts in vielen Fällen vermeidbar: Vorsorge und eine frühe Diagnose sind der Schlüssel für einen guten Therapieerfolg.

Was ist AMD?

Die Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD) ist eine Erkrankung, die die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges an einem Punkt angreift: der Makula (auch "Gelber Fleck" genannt). Die Makula sorgt dafür, dass wir scharf sehen - und somit lesen, Auto fahren und Gesichter erkennen können.

Es gibt zwei Formen der AMD, die üblicherweise als "feuchte" und "trockene" Form bezeichnet werden:

Die trockene Altersbedingte Makula-Degeneration

Bei dieser Form der AMD bildet sich ein Teil der Netzhaut zurück, wird dünner und kann absterben. Dies führt zu einer schrittweisen Beeinträchtigung der Sehkraft. Derzeit gibt es keine wirkungsvolle Therapie, um die Schädigung des Augenlichts durch trockene AMD zu behandeln. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass eine Umstellung der Lebensweise sowie Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine, Mineralien und Antioxidantien den Verlauf verzögern können.

Die feuchte Altersbedingte Makula-Degeneration

Diese AMD-Variante ist schmerzlos und bleibt zunächst oft unbemerkt. Hierin liegt auch das große Problem, denn die Patienten erkennen viel zu spät, dass sie krank sind. Im Fortlauf der Erkrankung wachsen neue, krankhafte Blutgefäße unter und in die Netzhaut. Sie sind die Ursache für Blutungen und manchmal auch Narbenbildung. Die feuchte AMD tritt nicht so häufig auf wie die trockene AMD, ist im fortgeschrittenen Stadium jedoch mit schwerwiegenden Sehverlusten verbunden. Allerdings ist die feuchte AMD im Gegensatz zur trockenen im Frühstadium noch gut behandelbar.

Die AMD führt nie zu völliger Erblindung. Da sie nur das detaillierte zentrale Sehen angreift, können die meisten Betroffenen noch das periphere Sehen nutzen. Folge beider Varianten ist aber, dass Patienten unter einer erhöhten Lichtbedürftigkeit, höherer Blendungsempfindlichkeit und verminderter Wahrnehmung von Kontrasten leiden. Zudem tritt ein verzerrtes Sehbild, verminderte zentrale Sehschärfe und dunkle Flecken in der Mitte des Sichtfeldes auf. Betroffene erkranken in den überwiegenden Fällen zunächst an der trockenen AMD, die dann in die feuchte Form der AMD übergeht.

Wichtig: Rechtzeitige Kontrollen vor allem für über 60-Jährige

AMD-UntersuchungDie Wahrscheinlichkeit, an der AMD zu erkranken, steigt ab dem 50. Lebensjahr drastisch. Im Alter zwischen 70 und 74 Jahren leiden ungefähr 18 Prozent der Menschen an dieser Augenkrankheit, in der Altersgruppe der 85-Jährigen liegt die Zahl schon bei 47 Prozent.

Experten empfehlen vor allem Personen ab 60 Jahren, sich einmal im Jahr einer Vorsorgeuntersuchung, die man in Deutschland bislang noch selbst zahlen muss, zu unterziehen. Die Kosten der Untersuchung liegen zwischen 24 und 38 Euro. Gleichsam warnen sie aber auch vor den AMD fördernden Faktoren. So erkranken Raucher nicht nur drei Mal so oft an AMD, sondern zudem im Schnitt noch zehn Jahre früher als Nichtraucher. Auch Übergewicht sei mittlerweile im Verdacht Augenerkrankungen zu begünstigen. Deshalb wird empfohlen, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu setzen.

Die UN schätzt, dass weltweit zwischen 20 und 25 Millionen Menschen von AMD betroffen sind. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung ist davon auszugehen, dass sich diese Zahl innerhalb der nächsten 30 bis 40 Jahre verdreifachen wird.

Kostenloser Selbsttest und weitere Informationen zur AMD

Aufklärung und Hilfe zum Thema AMD bietet die Initiative "Bewahren Sie Ihr Augenlicht", bestehend aus Vertretern der Sozialpolitik, der Ärzteschaft und der Gesundheitsbranche.

Auf der Internetseite der Initiative erhält man weitere Informationen zur AMD. Dort kann man auch ein kostenloses Informationspaket für Betroffene und Angehörige bestellen. Dazu gehört der "Amsler-Gitter-Test", eine einfache Methode, die Augen selbstständig auf typische Anzeichen einer Altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) zu prüfen. Dieser Test zur Früherkennung ersetzt jedoch auf keinen Fall die regelmäßige, augenärztliche Untersuchung. Mehr über den Test finden Sie auf der Internetseite auch unter dem Menüpunkt "Früherkennung und Kontrolle / Zu Hause".

Hier geht es zur Internetseite der Initiative ...



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus -
- Quellen: bewahren-sie-ihr-Augenlicht.de / Deutsches Grünes Kreuz
- Fotos: Initiative "Bewahren Sie Ihr Augenlicht"

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