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Montag, 21. Mai 2012
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Harndrang bei älteren Frauen

Bei Blasenschwäche nicht sofort zu Toilette gehen

Holztoilette - PlumskloIn Deutschland sind bis zu 25 Prozent der Frauen über 60 Jahre von Harninkontinenz betroffen. Oftmals verstärkt sich die Problematik nach den Wechseljahren aufgrund des örtlichen Hormonmangels. Hier einige Tipps des Berufsverbandes der Frauenärzte zur Vorbeugung von Inkontinenz und für Frauen mit einer schwachen Blase.

Häufiger Gang zur Toilette fördert Harndrang

Frauen, die eine schwache Blase haben oder einer solchen vorbeugen wollen, sollten die Abstände zwischen dem Wasserlassen möglichst lange ausdehnen und vorbeugende Toilettenbesuche vermeiden.

"Wird die Blase bei nur geringem Druck entleert, verkleinert sie sich zunehmend und signalisiert bereits bei kleinen Urinmengen einen verstärkten Harndrang. Dieses Verhalten fördert die Entstehung von Inkontinenz", warnt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. "Frauen, die zu häufigen Toilettenbesuchen neigen, sollten am besten versuchen, dem ersten Bedürfnis nach Entleerung nicht gleich nachzugeben, sondern das Wasserlassen möglichst lange hinauszuzögern."

Nicht weniger Flüssigkeiten trinken - aber das Richtige

Ist eine Inkontinenz bereits vorhanden, sollten Betroffene keinesfalls ihre Flüssigkeitsaufnahme reduzieren, etwa aus der Befürchtung, dass eine Toilette nicht rechtzeitig erreicht wird. "Nicht nur bei Beschwerden ist es für jede Frau wichtig, genügend zu trinken, um die aggressiven Bestandteile des Urins ausreichend zu verdünnen. Durch zu geringe Trinkmengen wird der Urin so konzentriert, dass er die Blasenschleimhaut angreifen kann, wodurch sich eine Problematik noch verstärken kann", rät der Frauenarzt.

Bei der Wahl der Flüssigkeit sollten inkontinente Menschen jedoch nicht zu harntreibenden Getränken greifen. Abzuraten ist grundsätzlich von Schwarz- und Grüntee-Getränken, Nieren- und Blasentees sowie Brennnesseltee. Darüber hinaus gelten auch Kaffee wegen seines Koffeins und alkoholische Getränke wegen des enthaltenen Ethanols als harntreibend.

Behandlung von Inkontinenz

Nur fünf Prozent der von Inkontinenz Betroffenen nehmen wegen ihrer Beschwerden ärztliche Hilfe in Anspruch. Der richtige Ansprechpartner für eine Untersuchung ist der Frauenarzt. "Zwar kann man die Blasenschwäche nicht immer heilen, sie lässt sich aber zumindest lindern oder hinauszögern", erklärt der Gynäkologe aus Hannover.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: frauenaerzte-im-netz.de




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