Freitag, 20. September 2019
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Oft außer Atem?

Bei häufiger Atemnot vom Arzt das Herz prüfen lassen

TreppeViele Menschen denken bei Schwierigkeiten mit der Atmung als Erstes an Lungenprobleme, an Asthma oder eine Schädigung der Atemwege durch jahrelanges Rauchen. Die Deutsche Herzstiftung warnt: Atemnot, die schon bei leichten Belastungen auftritt, ist ein ernst zu nehmendes Warnsignal und kann auch auf eine Herzerkrankung hinweisen.

Wer beim Treppensteigen schon nach zwei oder gar nach einem Stockwerk deutlich verstärkt atmen muss, sollte dies auf keinen Fall verharmlosen. Nicht selten steckt eine unerkannte oder unzureichend behandelte Herzkrankheit dahinter, die lebensgefährliche Auswirkungen haben kann. Allerdings lassen sich lebensbedrohliche Risiken vermeiden, wenn diese Herzerkrankungen frühzeitig von einem Arzt erkannt und gezielt behandelt werden, betont die Deutsche Herzstiftung.

Ein Indiz: Schwere Atmung schon bei leichten Belastungen

"Besondere Vorsicht ist bei einer deutlich verstärkten Atmung geboten, wenn diese bereits bei leichten Belastungen auftritt, etwa bei Spaziergängen oder bei mäßiger Gartenarbeit. In diesen Fällen kann die gesteigerte Atmung das Warnsignal einer ernst zu nehmenden Erkrankung, zum Beispiel einer Herzschwäche, sein", bekräftigt der Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und praktizierender Kardiologe. Er rät: "Jeder, der unter Atemnot leidet, sollte gleich den Arzt aufsuchen, um zu klären, ob eine unerkannte Herzschwäche oder vielleicht eine andere Herzerkrankung die Ursache ist. Je früher eine Herzerkrankung erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, sie wirksam zu bekämpfen."

Herzschwäche ein typischer Grund für Atemnot

Dass ganz wesentlich Erkrankungen des Herzens zu den Ursachen einer erschwerten Atmung gehören, ist in der Bevölkerung weniger bekannt. Allein von der Herzschwäche sind in Deutschland nach derzeitigen Schätzungen über zwei Millionen Menschen betroffen. Je nach Schweregrad schafft es der entkräftete Herzmuskel nicht mehr, bei körperlicher Belastung genügend sauerstoffreiches Blut in die Muskulatur zu pumpen. Zudem kann sich das Blut wegen der verringerten Pumpkraft bis in die Lunge zurückstauen und dort zu Flüssigkeitseinlagerungen führen (Lungenödem). Dann geht der eingeatmete Sauerstoff nur noch unter erschwerten Bedingungen ins Blut über. Die Ursachen einer eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens sind vor allem die koronare Herzkrankheit (KHK), Herzklappenfehler und Herzrhythmusstörungen wie beispielsweise das Vorhofflimmern, aber auch ein langjährig bestehender Bluthochdruck.

Information über Herzkrankenheiten und ihre Behandlung

Welche Therapiemöglichkeiten es bei welcher Herzkrankheit gibt und an welchen Arzt sich Betroffene am besten zuerst wenden, damit eine Herzkrankheit nicht unerkannt bleibt, darüber informiert die Deutsche Herzstiftung in einem Experten-Beitrag im Internet unter www.herzstiftung.de



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V.


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