Freitag, 14. Dezember 2018
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Die Deutsche Rheuma-Liga informiert:

Das richtige Krankenhaus bei Rheuma und Gelenk-OPs

ChirurgEin schwerer Rheumaschub, Gelenkoperationen oder gefährliche Organbeteiligung können Anlass für Rheumakranke sein, das Krankenhaus aufzusuchen. Die Deutsche Rheuma-Liga gibt einige nützliche Tipps für die richtige Krankenhauswahl und ein strategisch kluges Verhalten des Patienten bei den vorbereitendenden Gesprächen mit den Ärzten.

Krankenhauswahl bei entzündlichem Rheuma und Gelenkoperationen

"Die Wahl des Krankenhauses muss sich zu allererst nach der Diagnose und der geplanten oder notwendigen Therapie richten. Auch die Entfernung zum Wohnort kann entscheidend sein, wenn später Nachuntersuchungen erforderlich sind", rät Rotraut Schmale-Grede, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga.

Ein Blick in die Versorgungslandkarte der Deutschen Rheuma-Liga lohnt: Die Datenbank enthält qualitätsgesichert Kliniken, die auf die Behandlung von entzündlichem Rheuma spezialisiert sind.

Muss ein künstliches Kniegelenk eingesetzt werden, so sollte die Klinik der Wahl mindestens 50 Operationen dieser Art jährlich durchführen, so hat es der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) festgelegt. - Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. -

Bei Hüft-Endoprothesen fehlt ein solcher Anhaltspunkt. "Um so wichtiger ist es, zuvor bei der Klinik nachzufragen, wie viel Erfahrung der Fachoperateur mitbringt", rät Schmale-Grede. Qualitätsberichte der Krankhäuser und die Weiße Liste im Internet (www.weisse-liste.de) können Anhaltspunkte liefern.

Empfehlenswertes Patientenverhalten bei Vorgesprächen mit den Ärzten

"Beim Vorgespräch mit dem behandelnden Arzt oder Operateur sollte man sich eine Kopie des unterzeichneten Aufklärungsbogens mit den handschriftlichen Anmerkungen aushändigen lassen und nicht nur das leere Standardformular", rät der Fachanwalt für Medizinrecht Martin Reinboth.

Anästhesistin Dr. Gisela Meier informiert über Besonderheiten der Narkose: "Vorerkrankungen des Herzens, der Nieren und die Lungenfunktion sind abzuklären. Alle Medikamente sollten bekannt sein, die der Rheumakranke alltäglich einnimmt, um das Zusammenwirken mit der Narkose zu beachten.“ Problematisch kann sich eine entzündliche Erkrankung der Halswirbel auswirken, wenn der Beatmungsschlauch eingeführt wird. "Die regionale Anästhesie stellt für viele Rheumapatienten inzwischen eine echte Alternative dar", so Meier. "Auch bildgestützte Intubationsverfahren verringern das Risiko." Als Alternative zum Tubus komme von Fall zu Fall die so genannte Larynxmaske zum Einsatz, die im Rachen platziert wird.

Weitere Informationen

Detaillierte Informationen rund um das Thema "Mit Rheuma im Krankenhaus" bietet ein Themenspezial auf der Internetseite der Deutschen Rheuma-Liga.




- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: Deutsche Rheuma-Liga

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