Samstag, 22. September 2018
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Planung tut Not

Ein Pflegefall in der Familie - Was nun?

Seniorin mit GehhilfeMan kann nicht auf alles vorbereitet sein. - Eine Auto kann kaputtgehen, ein Glas fällt herunter und zerbricht, Pullover laufen in der Wäsche ein und sind dann untragbar. Doch all diese Dinge können ersetzt werden. - Ein Unglücksfall, auf den man nicht vorbereitet sein kann, ist die plötzliche Pflegebedürftigkeit eines Familienmitglieds.

Kaum jemand hat genug Erfahrung, um zu entscheiden, ob die Pflege von den Angehörigen übernommen werden kann. Hier gilt es, eine Pflegeplanung aufzustellen, um so den Angehörigen mit genauen Plänen und Kalkulationen zur Seite zu stehen und Fakten zu liefern, wo sich sonst Rat- und teils Hilflosigkeit breitmacht. Um einen funktionierenden Pflegeplan aufstellen zu können, sollten sich alle betroffenen Angehörigen darüber im Klaren sein, welche Hilfestellungen und Mittel sie aufbringen können und wollen.

Da in einem Pflegefall beispielweise die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus sehr begrenzt ausfallen kann, muss die Planung dafür zwar zeitlich kurz, aber doch ausführlich sein. Hier ist es wichtig, einzuteilen, welche Aufgaben wem zufallen, sodass rechtzeitig professionelle Hilfe organisiert werden kann. Hierdurch können Angehörige größtenteils verhindern, dass die auf sie zukommende Belastung zu groß wird.

Trotzdem gibt es Faktoren, die dazu führen können, dass die Pflege durch Angehörige nicht oder nur erschwert möglich ist:

Persönliches Unwohlsein

Wer pflegt, sollte sich dabei möglichst auch wohl fühlen. Oft kommt es jedoch vor, dass Angehörige und Freunde sich gesellschaftlich dazu verpflichtet sehen, im Pflegefall zu helfen, auch wenn sie sich der Aufgabe nicht gewachsen fühlen. Hierdurch befinden sie sich in einer Rolle, in der sie sich seelisch unwohl und überlastet fühlen.

Psychische Belastung

Besonders bei Pflegefällen im engsten Familienkreis ist die Belastung für die Pflegenden extrem hoch: So ist es nicht leicht zu sehen, wie die eigenen Eltern immer kraftloser werden und ihre geistige Klarheit verlieren. Angehörige leiden aus diesem Grund oft an psychischen Problemen oder psychosomatischen Störungen.

Körperliche Überanstrengung

Niemand möchte einen pflegebedürftigen Angehörigen gern lange alleinlassen. Daher drängt es viele Pfegende bei allem Verrichtungen stets Hilfestellung geben. Es kommt immer wieder vor, dass sich Pflegende deshalb vollkommen selbst vergessen und über die Maßen auch körperlich verausgaben und vernachlässigen. Wer beispielsweise nicht mehr regelmäßig isst oder schläft, kann neben der psychischen Belastung auch ernste körperliche Beschwerden bekommen - und Schäden bis hin zu einem Burn-Out davontragen.

Schutz vor Beschwerden

Um solche Arten der Überanstrengung zu vermeiden, sollten Angehörige und Freunde von Pflegebedürftigen einen Pflegeplan aufstellen: Hierdurch kann die Pflege gezielt angegangen werden, sodass die Belastung von mehreren Beteiligten geschultert und für die unmittelbar Pflegenden so gering wie möglich gehalten wird.



© 2018 Autor: AB // Foto: pixabay.com

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