Entscheidend ist die Energiebilanz
Fettpolster lassen sich nicht gezielt wegtrainieren
Regelmäßige Bewegung ist gesund und leistet einen wichtigen Beitrag dabei, das Körpergewicht zu verringern. "Jedoch lassen sich Fettpolster an bestimmten Körperstellen nicht durch gezieltes Training der betreffenden Region reduzieren. So stärken beispielsweise Sit-Ups die Bauchmuskulatur und das Bindegewebe, können jedoch nicht direkt dazu beitragen, Bauchfett abzubauen", erklärt Prof. Martin Halle vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).
Wo der Körper Fett deponiert und abbaut, hängt vom Geschlecht und von der individuellen Veranlagung ab. Bei Männern lagert sich Fett bevorzugt am Bauch ab, bei Frauen um die Hüften.
Auch Schwitzen allein hilft nicht dabei abzunehmen. "Schwitzen hat nichts mit dem Abbau von Fett zu tun, sondern ist nur eine Reaktion des Körpers, um die Körpertemperatur konstant zu halten. So verliert man in der Sauna kein Fett, sondern Wasser und Mineralien. Um eine Dehydrierung zu verhindern, muss viel Flüssigkeit aufgenommen werden", erläutert der Sportmediziner von der Technischen Universität München.
Entscheidend für das Abnehmen ist die Energiebilanz insgesamt. "Nur wenn man mehr Energie verbraucht, als man zu sich nimmt, verliert man auf Dauer Gewicht. Die Ernährung sollte man dabei dauerhaft umzustellen und weniger Fett und Zucker zugunsten von mehr Obst und vor allem Gemüse aufnehmen. Gleichzeitig sollte man für regelmäßige Bewegung sorgen. Drei Mahlzeiten pro Tag reichen völlig aus. Am besten geeignet sind zum Abnehmen Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Laufen, Radfahren und Schwimmen", rät der BDIExperte.
Hier sollte die Belastung möglichst 20 Minuten überschreiten. Am besten funktioniert der Fettabbau, wenn man auf nüchternen Magen trainiert und erst 1 Stunde nach dem Sport isst. So kann der Körper die eigenen Energiereserven mobilisieren.
- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de - // Quelle: internisten-im-netz.de




