Mittwoch, 19. Juni 2019
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Wozu sorgfältige Zahnpflege beitragen kann

Gesunde Zähne im Alter - wichtig für den ganzen Körper

ZähneIn späterem Lebensjahren verleihen die eigenen, gesunden Zähne generell ein gesteigertes Selbstbewusstsein. Zudem sind sie für das Wohlbefinden des gesamten Organismus von Bedeutung. Regelmäßige Zahnpflege, die wichtigeste Grundlage für Zahngesundheit, hat nach wissenschaftlichen Erkenntnissen weit mehr positive Effekte als nur ein gutes Mundgefühl. 

Möglicherweise kann durch Zähneputzen sogar das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko gesenkt werden. Die aktuelle Mundgesundheitsstudie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) zeigt, dass sich die Gesundheit in Bezug auf Mundpflege und Zähne bei Senioren in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert hat. Dazu zählen vor allem Ältere, die noch aktiv sind und für sich sorgen können. Menschen, die in Pflegeeinrichtungen oder zu Hause auf Hilfe angewiesen sind, haben leider zum Teil deutliche Mängel bei der Mundhygiene.

Richtig Zähne putzen

In jedem Alter sollte man großen Wert auf Zahn- und Zahnfleischpflege legen. Richtig Zähne putzen ist keine Selbstverständlichkeit, sondern es gibt mehrere Faktoren zu beachten. So sollte eine Zahncreme mit hohem Fluorid-Anteil verwendet werden. Die Zähne müssen mindestens drei Minuten sorgsam in kreisförmigen Bewegungen geputzt werden. Dabei gilt: Über den Zahnhals hinaus und somit auch das Zahnfleisch putzen! Man sollte jedoch auf keinen Fall zu hart aufdrücken, da sonst der Zahnschmelz angegriffen oder das Zahnfleisch verletzt werden kann. Wichtig ist die Verwendung von Zahnseide. Denn gerade in den Zahnzwischenräumen können sich winzige Essensreste sammeln. Sie sind der Nährboden für Bakterien, die Parodontitis auslösen können.

Zahnfleischentzündung - bedrohlich für den ganzen Kreislauf

Parodontitis (früher auch Parodontose genannt) - chronisch entzündetes Zahnfleisch und Rückzug des Zahnfleisches von den Zahnhälsen - ist in Deutschland eine Volkskrankheit. Mehr als 40 Prozent aller Erwachsenen leiden an Zahnfleischentzündungen, die durch Bakterien ausgelöst werden - ein klares Indiz für mangelnde Zahnpflege. Auch kleinste Anzeichen von Parodontitis sollten ernst genommen und bekämpft werden. Im schlimmsten Fall entzündet sich nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch der Kiefer, was zum Verlust ganzer Zähne führen kann.

Dagegen hilft eine gesunde Mundflora möglicherweise sogar den Blutdruck zu senken. Wie Bluthochdruck bei einzelnen Patienten entsteht ist kaum zu klären, da sich jeder Krankheitsverlauf individuell und komplex gestaltet. Wissenschaftler der Universität L’Aquila in der Nähe von Rom haben 3600 Personen mit Bluthochdruck genau unter die Lupe genommen und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Die italienischen Forscher fanden unter anderem heraus: Patienten mit gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch hatten auch einen gesunden Blutdruck im Normalbereich.

Wissenschaftliche Studien aus den USA kommen zu ähnlichen Ergebnissen. So schreibt das "American Heart Journal", dass Studienteilnehmer mit gesunden Zähnen auch besser auf Bluthochdruckmedikamente ansprachen. Im Gegensatz dazu hatten von Parodontitis betroffene Patienten, die entsprechende Medikamente bekamen, auch nach der Einnahme noch einen erhöhten Bluthochdruck. Außerdem lag die Chance für diese Patienten, normale Werte zu erreichen um 20 Prozent niedriger als bei Teilnehmern mit gesunden Zähnen. Das leuchtet ein, da entsprechende Personen generell erhöhte Entzündungswerte im Blut haben, die sich auf den gesamten Kreislauf auswirken. Im schlimmsten Fall führt dies zu einem erhöhtem Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko. Richtige tägliche Zahnpflege könnte somit einen ähnlichen Effekt auf den allgemeinen Gesundheitszustand haben wie gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und ein weitgehender Verzicht auf Salz.

Schutz für die Zähne - auf Nummer sicher gehen

Der zweimaligen jährlichen Kontrolle beim Zahnarzt kommt somit eine noch größere Bedeutung zu. Aber nicht immer bleibt es lediglich bei der Prophylaxe. Meist sind bei Patienten im Alter 50plus intensivere Zusatzbehandlungen und kostspieliger Zahnersatz erforderlich. Eine Zahnzusatzversicherung kann daher einen wichtigen Schutz gegen hohe und vorher nicht einkalkulierte Kosten für Zahnbehandlungen oder Zahnersatz bieten. Gerade im Rentenalter können die oftmals hohen Beträge schnell ein Loch in die monatliche Finanzplanung reißen, denn leider werden gerade bei Kassenpatienten viele Zusatzbehandlungen nicht übernommen. Eine gute Zahnzusatzversicherung finden ist für Patienten somit eine sinnvolle Maßnahme, die rechtzeitig angegangen werden sollte.

Bei einem Vergleich verschiedener Anbieter stellt man fest, dass viele Versicherer im Rahmen der Antragstellung neben der Anzahl fehlender oder ersetzter Zähne auch wissen wollen, ob Parodontitis vorliegt. Einige möchten sogar einen genauen Behandlungsplan des zuständigen Zahnarztes vorgelegt bekommen oder lehnen Parodontitis-Patienten sofort ab. Aber es gibt auch Versicherer, die komplett auf Fragen zu Parodontitis verzichten und sich auf die Anzahl der fehlenden Zähne beschränken. Somit ist dieser Versicherungsschutz für nahezu alle Patienten möglich.



© Autor: JC  //  Foto: ©istock.com/Moncherie

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