Freitag, 01. August 2014
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Gesetzlich Versicherte müssen Krankenkasse fragen

Rezeptfreie Arzneimittel: Jetzt Kassen-Erstattung möglich

Gesetzliche Krankenkassen dürfen seit Anfang des Jahres 2012 auch die Kosten für verschreibungsfreie Medikamente übernehmen.Eine gute Nachricht für Kassenpatienten: Seit Jahresbeginn 2012 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente erstatten. Dabei handelt es sich allerdings um eine freiwillige Leistung. Gesetzlich Versicherte sollten sich daher bei ihrer jeweiligen Krankenkasse erkundigen, ob sie jetzt ebenfalls rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke erstattet.

Freiwillige Kostenübernahme - aber nicht für alle rezeptfreien Arzneimittel

Seit Anfang 2012 ist den Kassen die freiwillige Satzungsleistung zur Kostenerstattung nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel ausdrücklich per Gesetz erlaubt. Darauf macht der Deutsche Apothekerverband (DAV) aufmerksam. Ob überhaupt und in welchem Umfang einzelne Krankenkassen von diesem Recht einer Satzungsänderung Gebrauch machen, muss jede Kasse jedoch selbst entscheiden.

Der Neuregelung zufolge dürfen die gesetzlichen Krankenkassen nur Arzneimittel erstatten, die der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) nicht von einer Erstattung ausgeschlossen hat. - Der GBA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. - Nicht erstattet werden dürfen beispielsweise auch Lifestyle-Medikamente wie Mittel zur Steigerung der sexuellen Potenz, bestimmte Appetitzügler oder Haarwuchsmittel.

Bereits seit Jahren gibt es Ausnahmen, in denen auch für nicht verschreibungspflichtige Medikamente die Kosten übernommen werden. Dazu gehören Arzneimittel in der sogenannten "Ausnahmeliste" des GBA, die bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten, sowie Medikamente für Kinder bis 12 Jahren und für Jugendliche mit Entwicklungsstörungen.

Prozedur für die Erstattung nicht verschreibungspflichtiger Medikamente

Je nach Kasse und Satzung könnte eine Rückerstattung laut DAV so ablaufen: Der Patient legt in der Apotheke ein Privat- oder Grünes Rezept seines Arztes vor und bezahlt das rezeptfreie Medikament. Später reicht er das Privat- oder Grüne Rezept und die Quittung aus der Apotheke jeweils im Original in der Geschäftsstelle seiner Kasse ein. Die Kasse erstattet dann die Kosten für bestimmte Präparate (zum Beispiel Homöopathie) entweder voll oder bis zu einem Höchstbetrag. Da die Regelung noch relativ neu ist, sind in der Praxis der Krankenkasse jedoch verschiedene Rückerstattungsmodelle denkbar.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: ABDA

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