Sonntag, 21. Januar 2018
Sie sind hier:  Themen-Fenster Gesundheit > Immer mehr Senioren sind...
 

Vorbeugung und frühzeitige Behandlung retten Zähne

Immer mehr Senioren sind von Zahnhalskaries betroffen

Zahnhalskaries: Senior bei Beratung durch ZahnarztFreiliegende Zahnhälse können nicht nur sehr schmerzempfindlich sein, sie sind gleichzeitig ein hoher Risikofaktor für die Entstehung von Zahnhalskaries, auch Wurzelkaries genannt.

Über 20 Prozent der Erwachsenen im Alter von 35 bis 44 Jahren und bemerkenswerte 45 Prozent der Senioren im Alter von 65 bis 74 Jahren haben laut der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie mindestens eine kariöse oder gefüllte Wurzeloberfläche.

Im Vergleich mit früheren Studien hat demzufolge Zahnhalskaries in der Gruppe der Erwachsenen und der Senioren deutlich zugenommen.
Umso wichtiger sind deshalb regelmäßige zahnärztliche Kontrollen und die richtige Zahnpflege.

Über 80 Prozent der Senioren leiden an Paradontitis

Ein wesentlicher Grund für den Rückgang des Zahnfleischs und damit für freiliegende Wurzeloberflächen ist die Parodontitis, eine Entzündung des Zahnhalteapparates, von der vor allem Erwachsene und Senioren betroffen sind. Etwa 70 Prozent der 35- bis 50-Jährigen und mehr als 80 Prozent der Senioren leiden an Parodontitis an einem oder mehreren Zähnen.

Ein an sich positiver Umstand ist, dass bei den Erwachsenen und Senioren die Anzahl der erhaltenen Zähne zugenommen hat. Durch die längere Funktionsperiode der Zähne steigt allerdings das Risiko, dass die erhaltenen Zähne an Parodontitis und in der Folge auch an Wurzelkaries erkranken. Ein deutlich höheres Risiko für die Entstehung von Zahnhalskaries haben ebenso Diabetes-Patienten, weil diese Patienten auch häufiger und stärker unter Parodontitis leiden.

Pflege und Vorsorge gegen Zahnhalskaries

Um Zahnhalskaries zu vermeiden, ist eine besonders sorgfältige Zahnpflege und Mundhygiene mit einer fluoridhaltigen Zahncreme notwendig, bei der der bakterielle Zahnbelag regelmäßig und gründlich entfernt wird. Zusätzlich ist die Anwendung von Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen in der Regel notwendig, um die unzugänglichen Bereiche in den Zahnzwischenräumen zu reinigen. Vor allem die Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt sollten regelmäßig zweimal im Jahr wahrgenommen werden. Je nach Kariesrisiko sind gegebenenfalls auch professionelle Zahnreinigungen sinnvoll.

"Wird Zahnhalskaries frühzeitig erkannt, ist in der Regel eine schonende Behandlung möglich. Durch eine sorgfältige Reinigung und das Aufbringen von konzentrierten Fluoridpräparaten kann das Voranschreiten der Karies gestoppt und die Heilung der Zahnoberfläche durch die Einlagerung von Mineralien gefördert werden", erklärt Professor Joachim Klimek, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Präventive Zahnheilkunde der Universität Gießen. Zurzeit wird untersucht, ob die Kariesbakterien in der erkrankten Wurzeloberfläche vor dem Auftragen von Fluoridpräparaten durch Ozon abgetötet werden können, um den Heilungsprozess zusätzlich positiv zu beeinflussen.

Aufwendige Behandlungen können so in vielen Fällen vermieden werden, und wertvolle natürliche Zahnsubstanz bleibt erhalten. Häufig wird Zahnhalskaries auch durch den Rückgang des Speichelflusses gefördert, der oft altersbedingt auftritt, jedoch auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein kann.

Eine ganz wesentliche Voraussetzung zur Vermeidung von Wurzelkaries sind daher die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen durch den Zahnarzt und eine sorgfältige Zahnpflege zu Hause!


- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus -
- Foto: DGK/KaVo Dental GmbH

Schriftgröße ändern:
  • groß
  • mittel
  • normal
Kostenloser Newsletter:
Abonnieren Sie hier die
E-Mail-Nachrichten von serviceseiten50plus!
Kostenloser Newsletter
Eingang zum Club50plus
Nutzername:
Passwort:

Passwort vergessen?

Hier kostenfrei Mitglied werden!