Mittwoch, 13. November 2019
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Vorbeugung und Erste Hilfe

Insektenstiche - was man dagegen tun kann

Wespe sticht zuAn warmen Sonnentagen erwacht die Lust, sich im Freien aufzuhalten, barfuß über die Wiesen zu laufen oder bei Kaffee und Kuchen den Tag zu genießen. Oft trüben jedoch lästige Insekten das Vergnügen, ganz besonders wenn sie zustechen.

Etwa zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung reagieren auf Insektenstiche allergisch, besonders auf Bienen- und Wespenstiche. Bei bestimmten Reaktionen sollten Betroffene sofort einen Arzt konsultieren.

Insektenstiche von Bienen, Wespen und Mücken können aber weitgehend vermieden werden, wenn man folgende einfache Regeln beachtet:

  • Feste Kleidung tragen, die den ganzen Körper bedeckt
  • Insekten abwehrende Mittel benutzen
  • Nicht barfuß gehen
  • Vorsicht beim Blumen- und Obstpflücken
  • Vorsicht beim Sammeln von Fallobst
  • Vorsicht in der Nähe von Abfalleimern
  • Vorsicht beim Verzehr von Speisen und Getränken im Freien.

Gefährlich sind die Stiche meist nicht, die Nebenwirkungen wie Jucken und Rötung aber lästig. Mit Medikamenten oder alten Hausmitteln erhält man schnell Linderung.


Stiche von Bienen oder Wespen

Bienen und Wespen stechen nur, wenn sie sich von Menschen bedroht fühlen. Deshalb nicht gleich in Panik geraten, wenn eine Biene auf dem Arm sitzt. In erster Linie gilt: Ruhe bewahren und warten, bis das Tier von allein wieder abfliegt.

  • Bienen sammeln Nektar und Pollen von Blüten. Eine beliebte Pflanze der Bienen ist der Klee, der im Rasen wächst. Wer Rasenspiele liebt, sollte deshalb unbedingt Schuhe tragen!
  • Kein Parfüm oder Duftshampoos (Fruchtshampoo) verwenden, da Bienen den Duft mit Blütenduft verwechseln, sich leicht im Haar verfangen und in Panik zustechen.
  • Ist es doch passiert und das Tier hat zugestochen, zieht man den Stachel am besten sofort mit einer Pinzette heraus. Um Infektionen zu vermeiden, die Einstichstelle mit Seife oder besser einem Desinfektionsmittel reinigen. Danach mit Eis kühlen und die betroffene Stelle ruhig halten. So manchem hilft auch das wiederholte Einreiben mit frischer, aufgeschnittener Zwiebel.

Mückenstiche

Mücken stechen vor allem nachts. Ein Mückennetz vor dem Fenster verhindert, dass sie ins Schlafzimmer kommen. Mücken saugen Blut. Beim Stechen bringen sie mit ihrem Speichel eine Substanz in die Haut, die verhindert dass das Blut sofort gerinnt. Die Einstichstelle schwillt dadurch an, rötet sich und juckt.

Gegen den Juckreiz und die Schwellung helfen:

  • Auflegen einer Zwiebel- oder Kartoffelscheibe sofort nach dem Stich
  • Lavendelöl mit medizinischem Alkohol zu gleichen Teilen mischen und auf die Stiche auftragen
  • Kalter Quark auf der Stichstelle kühlt und unterdrückt den Juckreiz
  • Nasse Kernseife auf den Stich reiben, das lindert den Juckreiz. Salzbrei (Salz und etwas Wasser) nimmt den Schmerz nach einem Stich und verhindert die Schwellung.

Stiche im Mundraum

Bei Stichen in den Mundraum sofort der Notarzt rufen! Eiswürfel lutschen und kalte Umschläge um den Hals legen, damit die Schwellung unterdrückt wird.


Überreaktionen bei Insektenstichen

Etwa zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung reagieren auf Insektenstiche allergisch, besonders auf Bienen- und Wespenstiche. Die allergische Reaktion betrifft den ganzen Körper. Es kann zu Atemproblemen, Fieber, Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl kommen. Treten diese Reaktionen auf, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Bei einer Schocksituation mit Blutdruckabfall, Atemnot oder Kreislaufbeschwerden oder bei bekannter Allergie ist unbedingt ein Notarzt zu verständigen. Der Betroffene sollte so gelegt werden, dass die Beine höher gelagert sind als der Kopf.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de - 
- Quelle: DGK

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