Freitag, 14. Dezember 2018
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Tipps zur Vorbeugung und für Betroffene

Jeder zweite Fünfzigjährige hat Hämorrhoiden-Leiden

Zeitung auf Toiletten-DeckelEs ist schon schwierig, das Wort "Hämorrhoiden" auf Anhieb richtig zu buchstabieren, aber meistens noch schwieriger darüber zu sprechen. Dabei sind die Probleme mit dem Feinverschluss des Afters weit verbreitet. Man geht davon aus, dass jeder Zweite der über Fünfzigjährigen unter Hämorrhoiden leidet, viele Jüngere aber ebenso. Manche Menschen haben ein größeres Risiko als andere.

Erste Anzeichen einer Hämorrhoiden-Vergrößerung

Wer viel sitzt, sich wenig bewegt, Verstopfung hat und beim Stuhlgang stark presst, ist offenbar eher gefährdet an Hämorrhoiden zur erkranken als andere Menschen. Häufig ignorieren Betroffene erste Hinweise auf vergrößerte Hämorrhoiden, zum Beispiel leichte Blutungen, Brennen, Nässen und Juckreiz. Der Griff zur Wundsalbe oder Hausmitteln statt der Gang zum Arzt bringt selten den gewünschten Erfolg. Sicherheit bringt nur ein Besuch beim Proktologen, einem spezialisierten Facharzt, der eine einfache rektale Tastuntersuchung durchführt. Diese ist schmerzlos und muss keineswegs peinlich sein, denn man ganz kann sicher sein, dass viele Patienten dieses Arztes wegen desselben Leidens kommen. 

Behandlung bringt meist schnelle Linderung

Stellt man an sich entsprechende Symptome fest, sollte man also nicht lange mit dem Arztbesuch warten. Akute Reizzustände lassen sich mit speziellen Proktologika, schmerzstillenden Salben oder Zäpfchen schnell lindern. Damit lassen sich auch entzündliche Hautveränderungen am und im After beseitigen, denn die entzündungshemmenden Wirkstoffe sorgen dafür, dass das Gewebe abschwillt und das unangenehme Druckgefühl verschwindet. Bei fortgeschritteneren Stadien gibt es ambulante oder auch operative Therapiemöglichkeiten, die Arzt oder Ärztin je nach Befund vorschlagen.

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden

Genau genommen hat jeder Mensch Hämorrhoiden. Die ringförmig angeordneten, krampfaderartigen Schwellkörper dichten den Enddarm zum Mastdarm hin ab. Sie verhindern, unterstützend zum Schließmuskel, dass Kot, Flüssigkeit und Gas unkontrolliert austreten. Fließt jedoch dauerhaft zu viel Blut zur falschen Zeit in die Schwellkörper, können diese sich unverhältnismäßig stark vergrößern. Sie treten nach und nach aus dem After hervor. Einen Krankheitswert haben sie aber erst, wenn sie Beschwerden verursachen. Je weiter Hämorrhoiden aus dem After gedrückt werden, desto häufiger kommt es zu ihrer Funktionseinschränkung als Feinverschluss des Afters. Darmschleim kann austreten, was als Schwitzen oder Nässen wahrgenommen wird.

Was man selbst gegen Hämorrhoiden-Leiden tun kann

Um vergrößerten Hämorrhoiden vorzubeugen, sollte Sie auf Folgendes beachten:

  • Eine sorgfältige und sanfte Analhygiene sehr wichtig.

  • Regelmäßig viel trinken.

  • Eine ballaststoffreiche Kost und Bewegung können ebenfalls schützen.

In frühen Stadien der Erkrankung kann eine deutliche Besserung bereits eintreten, wenn Sie folgende Ratschläge beherzigen:

  • Meiden Sie starkes Pressen beim Stuhlgang. Ballaststoffreiches Essen und   Flüssigkeit helfen, den Stuhl geschmeidig zu halten.

  • Mit regelmäßiger Bewegung regen Sie Ihre Darmtätigkeit an.

  • Reinigen Sie den Analbereich nach dem Toilettengang mit lauwarmem Wasser und trocknen ihn anschließend gut ab. Benutzen Sie dafür keine Seife, Duschgels und auch kein feuchtes Toilettenpapier. Gerade Letzteres enthält viele Zusatzstoffe, die die empfindliche Haut zusätzlich reizen können.

Achtung: Entwarnung für Scharfesser

Scharfes Essen steht in dem Ruf, Hämorrhoiden-Krankheiten zu verschlechtern. Untersuchungen haben aber ergeben, dass das nicht der Fall ist. Hämorrhoiden-Patienten, die feurige Küche mögen, dürfen ihr Essen ruhig mit Chili würzen.



- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: DGK  / © Foto: Carmen Steiner, Fotolia.com

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