Unterschiede zwischen Geschlechtern
Männer zeigen früher erste Demenz-Symptome
Auch bei einer Demenzerkrankung gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen. So deutet eine Studie von Forschern an der renommierten US-amerikanischen Mayo Clinic darauf hin, dass anscheinend zwar mehr Frauen als Männer an einer Demenz erkranken, die Krankheit bei Männern aber früher erste Symptome zeigt.
Derzeit ist noch nicht bekannt, warum weniger Männer vollständig erkranken. Das Wissen um die dafür zugrunde liegenden Mechanismen könnte Experten zufolge ein wichtiger Schlüssel im Kampf gegen diese Krankheit sein und dazu beitragen, das Fortschreiten einer Demenz zu stoppen.
Demenz-Forscher zeigen Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Drei Jahre lang beobachteten die Wissenschaftler an der Mayo Clinic den Gesundheitszustand von fast 1.500 älteren Männern und Frauen. In diesem Zeitraum zeigten wesentlich mehr Männer Anzeichen leichter Verminderungen der geistigen Leistungsfähigkeit. Von 1.000 Männern waren 72 von entsprechenden Beeinträchtigungen betroffen, von 1.000 Frauen waren es dagegen nur 57. Bei der Untersuchung wurden mehrere Faktoren berücksichtigt. Dazu gehörten Alter, Ausbildung sowie Familienstand der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Der Unterschied zwischen Männern und Frauen blieb jedoch bestehen. Gegen die starken Symptome einer Demenz scheinen Männer letztlich dennoch widerstandsfähiger zu sein als Frauen.
Erkenntnisse wichtig für Vorbeugung gegen Demenz
Weitere Studien sind nun nötig, um herauszufinden, ob das tatsächlich so ist und wenn ja, warum. Dabei gilt es festzustellen, warum manche Menschen mit leichten kognitiven Störungen an einer Demenz erkranken und andere nicht. Im Hinblick auf den Geschlechterunterschied könnte der Grund darin liegen, dass weniger Männer ein Alter erreichen, in dem die Demenz fortschreitet, bei Frauen, die im Allgemeinen eher länger leben, das Risiko einer Erkrankung daher größer ist. Manche Experten gehen davon aus, dass der Unterschied einzig und allein durch das Geschlecht erklärt werden kann.
Das Frühstadium bei Männern könnte wichtige Hinweise darauf liefern, wie eine Prävention aussehen sollte," sagt Professor Derek Hill vom Fachbereich Medizinische Physik und Biotechnik am University College London und betont, dass es beim Auftreten einer klinischen Demenz für eine Behandlung bereits zu spät sein könne.
- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quellen: pressetext.de / UCL




