Dienstag, 20. Oktober 2020
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Den Stress nicht mit ins Bett nehmen

Schlafstörungen: Tipps für eine erholsame Nacht

WeckerAbends nicht einschlafen können, nachts aufwachen oder sich morgens viel zu früh müde die Augen reiben: Immer mehr Deutsche leiden unter Schlafstörungen. Die Folgen: Erschöpfung, Reizbarkeit und Konzentrationsschwäche. Manche Betroffenen klagen zudem über Kopfschmerzen oder Magenprobleme, was den Schlaf zusätzlich belastet.

Wer unter Schlafmangel leidet, geht häufiger zum Arzt und muss sich öfter krankschreiben lassen.
Oft verhilft jedoch schon die Befolgung kleiner Tipps zu einem gesunden und erholsamen Schlaf.

"Viele Menschen können auch abends, wenn sie zu Bett gehen, nicht abschalten. Sie wälzen sich herum, schauen auf die Leuchtziffern des Weckers und zählen die Stunden, die ihnen noch bis zum Aufstehen bleiben", berichtet Martin Katzenbach von Apothekerkammer Nordrhein. "Wenn man länger als 20 Minuten nicht einschlafen kann und unruhig wird, sollte man lieber aufstehen und das Bett verlassen. Eine Möglichkeit zu entspannen ist zum Beispiel, außerhalb des Schlafzimmers im Dunkeln ruhige Musik zu hören", empfiehlt der Apotheker.

Schlafbedürfnis nimmt mit zunehmenden Alter ab

Ganz wichtig: Nachts nicht ständig auf die Uhr schauen. Denn die Angst, nicht genug Schlaf zu bekommen, erhöht den Druck endlich einzuschlafen noch mehr. Außerdem ist nicht die Dauer des Schlafes entscheidend, sondern die Qualität. Martin Katzenbach: "Lieber kurz und gut schlafen als lange wach liegen."

Es sei ein weit verbreiteter Mythos, dass der Mensch mindestens acht Stunden Schlaf brauche, um erholt zu sein. "Das Schlafbedürfnis ist individuell verschieden. Es gibt gesunde Kurzzeitschläfer, die mit fünf Stunden pro Nacht auskommen, andere brauchen bis zu zehn Stunden, um am nächsten Tag fit zu sein", so der Apotheker. Allgemein lässt sich sagen, dass das Schlafbedürfnis abnimmt, je älter ein Mensch ist.

Hilfen bei Schlafproblemen

Zu den häufigsten Ursachen für Schlafstörungen zählen Stress und seelische Belastungen. Wenn man einige Regeln beachtet, steht einem erholsamen Schlaf aber nichts im Wege: Hierzu gehören neben der Schaffung optimaler Schlafbedingungen – richtige Matratze, kühle Umgebung (16 Grad), Licht- und Lärmschutz - auch der Verzicht auf schwer verdauliche Speisen.

Empfehlenswert ist es, einen regelmäßigen Schlafrhythmus mit festen Zubettgeh- und Aufstehzeiten zu entwickeln. Diesen Rhythmus am besten auch am Wochenende und im Urlaub beibehalten, denn die innere Uhr gerät schnell aus dem Takt. Und erst hinlegen, wenn man wirklich müde ist.

Apotheker Martin Katzenbach: "Bei leichten Schlafproblemen helfen vor allem pflanzliche Mittel, wie zum Beispiel Baldrian, Hopfen und Passionsblume. Sie haben den Vorteil, dass kein Gewöhnungseffekt eintritt." Wenn die Schlafstörungen allerdings mehrere Wochen andauern, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Tipps für einen guten Schlaf:

  • optimale Schlafbedingungen schaffen: richtige Matratze, gelüftetes Schlafzimmer, Raumtemperatur nicht über 16 Grad, möglichst Ruhe und Dunkelheit

  • regelmäßige Schlafenszeiten, tagsüber gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und frische Luft

  • keine schwer verdaulichen Speisen, Koffein und Alkohol am Abend

  • Schwere körperliche Arbeit oder Leistungssport vor dem Schlafengehen vermeiden. Denn diese kurbeln den Kreislauf an, so dass der Körper nicht zur Ruhe kommen kann.

  • Auch wenn man noch so müde ist, besser auf einen zusätzlichen ausgedehnten Mittagsschlaf verzichten. Er reduziert das nächtliche Schlafbedürfnis.

 

-  REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quelle: Apothekerkammer Nordrhein

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