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Montag, 21. Mai 2012
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Medikamente nach Maß

Schmerzmittel: Schlucken, schmieren oder kleben?

Pillen und Creme-BehälterSchmerzen sind vielseitig, Schmerzmittel ebenso: Ob Beschwerden mit Tabletten, Salben oder Pflastern behandelt werden sollten, hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab. Die Art und das Ausmaß der Beschwerden spielen dabei ebenso eine Rolle wie die persönlichen Vorlieben eines Patienten.

Tabletten: Praktisch und schnell bei akuten Schmerzen

Wer beispielsweise von Rückenschmerzen geplagt wird, kann den Ort des Schmerzes oft nicht genau lokalisieren. Es zieht oder reißt eben überall. In diesem Fall bietet sich ein Schmerzmittel zum Einnehmen an, sei es in Form einer Tablette, Brausetablette oder Kapsel.

Mittel zum Schlucken sind einfach anzuwenden, praktisch für unterwegs und ideal für Patienten mit akutem, kurzfristigem Schmerz. Einmal im Körper angekommen, beginnt die Wirkung innerhalb von 20 bis 40 Minuten.

Zunächst muss jedoch der passende Wirkstoff gefunden werden. Gegen Rücken- und Muskelschmerzen haben sich Wirkstoffe bewährt, die nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entzündungshemmend sind. Ibuprofen und Diclofenac gehören beispielsweise zu dieser Medikamenten-Gruppe. Gegen Kopfschmerzen stehen sowohl einzelne Wirkstoffe wie ASS und Paracetamol, aber auch Wirkstoffkombinationen zur Verfügung. Welches Medikament sich auch mit anderen Arzneimitteln gut verträgt, die regelmäßig eingenommen werden, weiß der Apotheker. Besonders ältere Menschen, die häufig mehrere Arzneimittel gleichzeitig einnehmen, sollten sich danach erkundigen.

Brausetabletten, die vor der Einnahme in Wasser aufgelöst werden, eignen sich besonders für Menschen, die Tabletten schlecht schlucken können. Dragees und Filmtabletten sind mit glattem Überzug versehen, was das Schlucken ebenfalls erleichtert.

Salben, Cremes, Gele: Gezielte Wirkung und meist gut verträglich

Bei Schmerzen an einer ganz bestimmten Körperstelle, zum Beispiel an der Nackenmuskulatur oder im Kniegelenk, kann ein Schmerzmittel zum Auftragen, also eine Salbe, Creme oder ein Schmerzgel, gezielt auf den betroffenen Bereich einwirken. Da der Patient den genauen Ort des Schmerzes kennt, kann er ihn von außen behandeln.

Ein Schmerzmittel zum Auftragen belastet den Blutkreislauf und die Verdauungswege kaum, muss jedoch so konzipiert sein, dass es sich gut auf der Haut verteilen lässt, rasch einzieht und den Wirkstoff schnell durch die Hautbarriere schleust. Äußerlich anwendbare Schmerzmittel sind in der Regel gut verträglich und können bei anhaltenden Beschwerden auch länger angewendet werden. Anders ist das bei Pillen: Schmerztabletten sollten ohne ärztliches Rezept nur wenige Tage hintereinander eingenommen werden.

Schmerzpflaster: Bequem und einfach für vergessliche Patienten

Wer weder schmieren noch schlucken möchte, die Einnahme von Arzneimitteln öfter mal vergisst oder Probleme hat, die empfohlene Anwendung konsequent einzuhalten, entscheidet sich vielleicht für ein Schmerzmittel zum Aufkleben auf die Haut. Rezeptfrei in der Apotheke gibt es beispielsweise Pflaster, die einen wärmenden oder kühlenden Effekt haben. Wie Schmerzmittel zum Auftragen eignen sich derartige Schmerzpflaster bei örtlich genau bestimmbaren Beschwerden.

Wärmepflaster, die die Durchblutung im Gewebe steigern, sind beispielsweise geeignet, um
eine verspannte Muskulatur zu lockern. Bei Beschwerden aufgrund von Entzündungen, akuten Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen sind sie jedoch fehl am Platz.

Kältepflaster erzeugen dann einen angenehmen Kühleffekt durch Menthol oder Minzöl.

Daneben gibt es auch Pflastervarianten, die bis zu 24 Stunden einen schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkstoff abgeben.



- REFR / Online-Reaktion serviceseiten50plus.de -
- Quellen: DGK / Ratgeber aus Ihrer Apotheke (Ausgabe Juni 2011)

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