Mittwoch, 18. Juli 2018
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Tipps für den Alltag zu Hause

Senioren: Hilfen nach Krankenhaus oder Reha sichern

Seniorin mit einer GehhilfeHeute werden Patienten immer früher aus dem Krankenhaus entlassen. So mancher Genesende muss danach ohne personelle Unterstützung und den Alltag erleichternde Hilfsmittel alleine zu Hause zurechtkommen. Deshalb ist es wichtig, für alle Fälle solch schwierigen Situationen zeitig durch die richtigen Schritte vorzubeugen. Ganz besonders gilt dies für ältere Menschen.

Ein geradezu klassischer Fall, der auf viele Senioren zutreffen könnte: Durch eine kurze Ablenkung stolpert Veronika Schneider über die Eingangsstufe vor ihrem Haus. Die 85-Jährige rappelt sich mühsam wieder auf und schleppt sich auf die Couch in ihrer Wohnung. Später stellt sich heraus, dass sie sich den Oberschenkelhals gebrochen hat. Für ältere Menschen ist das ein Alptraum. Frau Stein hatte jedoch noch Glück im Unglück. Die Tochter brachte ihr eine Tasche mit allem Notwendigen in die Notfall-Ambulanz. Sie sprach mit den Ärzten, der Krankenkasse, dem Sozialdienst im Krankenhaus, kümmerte sich um eine geeignete Reha-Klinik und sorgte für die Verschreibung notwendiger Hilfsmittel wie Rollator und verstellbarem Pflegebett. Denn auch nach der Entlassung aus der Reha war die alte Dame nicht mehr ganz sicher auf den Beinen und benötigte weitere Unterstützung im Alltag. Eine Pflegestufe konnte schon über den Sozialdienst im Krankenhaus beantragt werden, und ein ambulanter Dienst war beauftragt.

Fehlende Hilfen für Ältere nach Krankenhaus oder Reha

Doch was passiert, wenn keine Angehörigen oder guten Freunde da sind, die nach der Entlassung aus dem Krankenhaus im Alltag noch eine Weile zur Seite stehen und Einkäufe sowie kleine hauswirtschaftliche Hilfen übernehmen können? Nicht immer gibt es einen Partner oder Kinder, die sich kümmern und alles Notwendige regeln können. Ohne eine Pflegestufe besteht meist auch kein Anspruch auf ambulante Unterstützung wie eine Haushaltshilfe. Insbesondere für viele allein stehende Seniorinnen und Senioren bedeutet ein Sturz mit Arm- oder Beinbruch oder ein ähnlicher Zwischenfall deshalb nicht selten das Ende des selbstständigen Wohnens in den eigenen vier Wänden. Oft raten Ärzte und Angehörige dann zum Umzug ins Seniorenheim.

Doch mit etwas Voraussicht und Planung lassen sich auch solche durchaus schwierigen Übergangssituationen zu Hause meistern.

Tipp für Senioren: Rechtzeitig für den Krankheitsfall planen

Auch wenn sich nicht jede Krankenhausbehandlung voraussehen lässt: Die wichtigsten Unterlagen wie eine Patientenverfügung, möglichst auch eine Vorsorgevollmacht, den persönlichen Medikamentenplan und ärztliche Untersuchungsergebnisse sollten gerade ältere Menschen in einer Mappe immer griffbereit haben. Für alle Fälle sollte auch ein Notfallköfferchen mit etwas Wäsche, Kosmetikartikeln und anderen Utensilien, die man dann braucht, bereitstehen. Passiert dann etwas Unerwartetes, kann notfalls die Freundin oder eine nette Nachbarin diese Dinge aus der Wohnung holen - vorausgesetzt, bei ihr ist ein Schlüssel für die Wohnung deponiert.

Wichtig ist es auch, bereits vor einem geplanten Krankenhausaufenthalt oder einer Operation den eventuellen Hilfebedarf für die Zeit danach zu erfragen. So kann man rechtzeitig Vorsorge treffen und sich von der Krankenkasse wegen möglicher ambulanter Hilfen und Hilfsmitteln in seiner Wohnung beraten lassen. Auch mit Angehörigen und guten Freunden sollte man Unterstützungsmöglichkeiten besprechen.

Kostenlose Beratungsstellen

"Viele Ältere trauen sich nicht, Angehörige und Freunde um Hilfe zu bitten", weiß Elsbeth Rütten vom Bremer Verein "Ambulante Versorgungslücke e.V." aus Erfahrung. Wer Hilfe sucht, kann sich neben den Seniorenberatungen in den Kommunen, die Betroffene vor Operationen und Krankenhausbehandlungen sowie zum Umgang mit den Krankenkassen beraten, auch an den Sozialdienst in den Kliniken wenden, der den Kontakt zu ambulanten Diensten herstellen kann.


- REFR / Online-Redaktion serviceseiten50plus.de -
- Quellen: DGK // Ratgeber aus Ihrer Apotheke (15/2013)

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